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Was ist GEO? KI-Sichtbarkeit erklärt, mit echten Beispielen
ArtikelGEO & KI-Suche01.10.2026/img/magazin/was-ist-geo-generative-engine-optimization.webp
Alles auf einen Blick
- GEO heißt Generative Engine Optimization: Du sorgst dafür, dass KI-Assistenten dein Unternehmen kennen, richtig beschreiben, als Quelle verlinken und empfehlen.
- Das Fundament ist klassisches SEO. Google sagt wörtlich, dass es für KI-Übersichten und den KI-Modus keine zusätzlichen Anforderungen gibt. Wer nicht gecrawlt und indexiert wird, kommt nicht vor.
- Jeder Dienst hat eigene Datenquellen. Bei lokalen Fragen stützt sich die Copilot-Suche auf Bing-Firmendaten, ChatGPT, Gemini und der KI-Modus auf Google-Daten. Bei der Frage nach einer Autoaufbereitung in Stade gab es zwischen Bing und den anderen keine einzige Überschneidung.
- Zitiert wird, wer Fakten liefert: Preise, Zahlen, Leistungsseiten, ehrliche Einordnungen. Die einzige Werkstatt in unserem Test, die ihren Inspektionspreis veröffentlicht, stand bei ChatGPT und im KI-Modus auf Platz 1.
- Bei Empfehlungen zählen fremde Stimmen: Bewertungen, Verzeichnisse, Forenbeiträge, Presse. Ein Reddit-Kommentar von 2021 über Opal-Schmiede taucht 2026 in einer Gemini-Antwort als Beleg auf.
- llms.txt, Schema-Markup für KI und gekaufte Erwähnungen sind keine Abkürzung. Wer Bewertungen kauft oder Anweisungen für Crawler versteckt, riskiert mehr, als er gewinnt.
- Für Opal-Schmiede zeigt die Search Console rund 365.000 Impressionen in Googles KI-Funktionen in drei Monaten. Das ist kein Zufall, sondern zehn Jahre Inhalt, Bewertungen und saubere Technik.
Inhaltsverzeichnis17 Abschnitte
- Was ist GEO?
- Wie entsteht eine KI-Antwort?
- Die GEO-Treppe: in welcher Reihenfolge du vorgehst
- Stufe 0: Crawlen und Indexieren
- Stufe 1: Inhalte, die zitiert werden
- Stufe 2: Bewertungen, Profile und Verzeichnisse
- Stufe 3: Erwähnungen in Foren, Listen, Presse und Videos
- Für Online-Shops: Produktdaten und KI-Shopping
- Wie du GEO misst
- Was nicht wirkt oder schadet
- Praxisbeispiel: Was Opal-Schmiede richtig macht
- Welche Quellen in deiner Branche zählen
- Was das für deine Branche heißt
- Der Test: Methode offengelegt
- Häufige Fragen
- Fazit
- Quellen
Ich habe sechs KI-Diensten dieselben 24 Fragen gestellt: nach Opalen und Edelsteinen, nach einem Dachdecker in Stade, einer Autoaufbereitung, einer ehrlichen Werkstatt in Hamburg und guten Gartenmöbeln. Heraus kamen 115 auswertbare Antworten mit 269 verschiedenen Quellen. Die am häufigsten zitierte Website im ganzen Test ist ein Shop, den ich seit 2016 betreue: opal-schmiede.com, zitiert in 19 Antworten, weit vor jedem Bewertungsportal.
Genau darum geht es bei GEO. In diesem Beitrag erkläre ich, was hinter dem Begriff steckt, wie ChatGPT, Gemini, Perplexity, Copilot und Googles KI-Modus ihre Antworten zusammensetzen und welche Hebel du wirklich hast. Jeder Hebel ist mit Screenshots aus dem Test belegt. Am Ende steht für Dachdecker, Fahrzeugaufbereiter, Kfz-Werkstätten sowie Hersteller und Händler von Gartenmöbeln, was sie konkret tun können.
Was ist GEO?
GEO steht für Generative Engine Optimization, auf Deutsch etwa Optimierung für generative Suchsysteme. Gemeint sind alle Dienste, die auf eine Frage keine Liste mit zehn Links liefern, sondern eine geschriebene Antwort: ChatGPT, Gemini, Claude, Perplexity, Microsoft Copilot, die KI-Übersichten über den Google-Ergebnissen und der KI-Modus von Google. GEO ist alles, was dafür sorgt, dass du in diesen Antworten vorkommst: als Name, als Quelle mit Link oder als konkrete Empfehlung.
Der Begriff stammt aus der Forschung. Ein Team der Princeton University, der Georgia Tech, des Allen Institute for AI und des IIT Delhi hat ihn im November 2023 in einem Fachartikel eingeführt, der 2024 auf der KDD-Konferenz erschien. Die Forscher haben gemessen, welche Änderungen an einem Text dazu führen, dass generative Suchsysteme ihn häufiger zitieren. Mehr dazu weiter unten, denn die Ergebnisse sind bis heute die einzige Messung dieser Art mit sauberer Methode.
Daneben kursieren weitere Kürzel: LLMO für Large Language Model Optimization, AEO für Answer Engine Optimization, AIO für AI Optimization. Gemeint ist fast immer dasselbe. Wo die Unterschiede liegen und welche Begriffe ich benutze, steht im Beitrag SEO, GEO, LLMO, AEO, SBO, AIO: was dahintersteckt.
Was GEO von SEO unterscheidet
Beim klassischen SEO geht es um eine Position in der Trefferliste. Der Nutzer sieht zehn Ergebnisse und klickt. Bei GEO gibt es keine Liste, sondern einen Text, der aus mehreren Quellen zusammengesetzt wird. Daraus ergeben sich drei verschiedene Ziele, die man sauber trennen sollte:
- Erwähnt werden: Die KI nennt deinen Namen, zum Beispiel in einer Liste empfehlenswerter Shops.
- Zitiert werden: Die KI verlinkt eine deiner Seiten als Beleg für eine Aussage. Das passiert oft, ohne dass dein Name im Text steht.
- Empfohlen werden: Die KI rät zu dir, etwa mit „Mein erster Anruf wäre bei …“.
Das klingt nach Haarspalterei, ist aber wichtig. Ahrefs hat in einem Experiment mit 9.886 Antworten gemessen, dass 43 Prozent der Antworten, die eine eigene Seite des getesteten Anbieters zitierten, trotzdem einen Wettbewerber empfahlen. Du kannst also Quelle sein und leer ausgehen. In unserem Test zeigt Claude das sehr schön: Es übernimmt beim Tansanit die Einkaufserfahrung von Opal-Schmiede als Zahl, schreibt aber nur „ein deutscher Händler“.
Was Google selbst dazu sagt
Google hat eine klare Linie, und sie ist unbequem für alle, die GEO als etwas völlig Neues verkaufen wollen. In der Dokumentation zu den KI-Funktionen steht: „There are no additional requirements to appear in AI Overviews or AI Mode, nor other special optimizations necessary.“ Es gibt also keine besonderen Anforderungen und keine speziellen Optimierungen. Voraussetzung ist, dass eine Seite indexiert ist und als Snippet angezeigt werden darf. Microsoft schreibt in seinem Leitfaden für Bing und Copilot fast dasselbe: Die Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung gelten auch für KI-Antworten, weil Bing und Copilot auf demselben Crawling, derselben Indexierung und demselben Ranking aufbauen.
Auf der Google-Veranstaltung Search Central Live Deep Dive in Barcelona, die am 30. September 2026 begonnen hat, lief genau dazu eine Folie. Björn Salewski hat sie auf LinkedIn gezeigt: erst die drei Schritte Crawling, Indexing, Serving, dann der Satz „Indexing for Search AI features: All the same processes. And some more“. Es sind also dieselben Prozesse wie bei der normalen Suche, plus einiges mehr. Was genau dieses „some more“ ist, war für den zweiten und dritten Veranstaltungstag angekündigt. Ich ergänze es hier, sobald es belastbare Mitschriften gibt.


Björn fasst es so zusammen: Wenn deine Seite nicht gecrawlt und indexiert werden kann, bringen dir Zitate, Links, strukturierte Daten und Erwähnungen nichts. Genau damit fängt deshalb auch die Treppe weiter unten an.
Wie entsteht eine KI-Antwort?
Um GEO zu verstehen, hilft ein Blick unter die Haube. Eine KI-Antwort entsteht aus zwei Quellen, und beide kannst du beeinflussen, nur auf sehr unterschiedliche Weise.
Das Trainingswissen. Ein Sprachmodell hat beim Training einen großen Teil des öffentlichen Webs gelesen. Daraus weiß es, dass Opale aus Australien kommen oder dass Teak witterungsbeständig ist. Dieses Wissen ist Monate alt, nicht verlinkt und für dich nur langfristig beeinflussbar: Je öfter und konsistenter über dich geschrieben wird, desto eher kennt dich ein künftiges Modell.
Die Live-Suche. Bei vielen Fragen sucht der Dienst zusätzlich im Web, liest die Treffer und schreibt daraus eine Antwort mit Quellenangaben. Fachleute nennen das Grounding oder Retrieval Augmented Generation. Google beschreibt für den KI-Modus ein Verfahren namens Query Fan-out: Aus einer Frage werden viele Teilsuchen zu Unterthemen, deren Ergebnisse zusammenfließen. Eine Seite kann so für eine Teilfrage zitiert werden, für die sie klassisch nie auf Seite 1 gestanden hätte. Wie du diese Teilfragen für deine Inhalte ermittelst, zeigt der Beitrag Query Fan-Out: So prüfst du die Abdeckung deiner Inhalte.

Ob ein Dienst sucht, entscheidet er selbst. In unserem Test hat ChatGPT 5 von 24 Fragen ohne jede Websuche beantwortet, darunter „Wie erkenne ich, ob ein Opal echt ist?“ und „Aluminium, Teak oder Polyrattan: was ist besser?“. Bei allgemeinen Wissensfragen reicht dem Modell sein Trainingswissen. Dann kannst du noch so gut ranken, verlinkt wirst du nicht. Gemini hat in keiner seiner 22 Antworten eine Quelle angezeigt, obwohl es seine Empfehlungen sichtbar aus Google-Daten zieht.
Welcher Dienst woher seine Treffer holt
Für die Live-Suche braucht jeder Dienst einen Suchindex. Das ist der wichtigste Punkt, den viele übersehen: Es gibt nicht „die KI“, sondern mehrere getrennte Datenwelten.
- Google KI-Übersichten, KI-Modus und Gemini nutzen den Google-Index und bei Orten die Daten aus Google Maps. Wer bei Google gut dasteht, hat hier die besten Karten.
- Microsoft Copilot und die Copilot-Suche in Bing nutzen den Bing-Index und bei Orten die Bing-Firmendaten. Microsoft schreibt, Copilot sei „grounded in data from the public web from the Bing search service“.
- ChatGPT nutzt laut OpenAI Suchanbieter von Drittfirmen und Inhalte von Partnern, dazu den eigenen Crawler OAI-SearchBot. Welcher Suchanbieter genau, nennt OpenAI nicht. Für Orte greift ChatGPT, das hat unser Test zu ChatGPT Maps gezeigt, auf dieselben Daten wie Google Maps zurück.
- Perplexity betreibt nach eigener Aussage einen eigenen Index mit Hunderten Milliarden Seiten und bewertet Inhalte abschnittsweise. Eine gut gegliederte Seite mit klaren Zwischenüberschriften ist dort im Vorteil.
- Claude hat einen eigenen Such-Crawler namens Claude-SearchBot. Welcher Index hinter der Websuche steht, dokumentiert Anthropic nicht.
Für einen lokalen Betrieb heißt das ganz praktisch: Du brauchst beide Firmenprofile, das bei Google und das bei Bing. Bei der Frage nach einer Autoaufbereitung in Stade nannte die Copilot-Suche vier Betriebe aus den Bing-Daten. ChatGPT, Gemini, Perplexity und der KI-Modus nannten andere Betriebe, und zwar untereinander weitgehend dieselben: Die Fahrzeugaufbereitung Glanzliebe stand bei allen vier auf der Liste. Zwischen Bing und dem Rest gab es keine einzige Überschneidung.
Warum dieselbe Frage verschiedene Antworten bringt
KI-Antworten sind nicht stabil. Dieselbe Frage kann eine Stunde später anders beantwortet werden. In unserem Test hat ChatGPT auf „Ich möchte einen schwarzen Opal kaufen. Worauf muss ich achten und wo bekomme ich einen echten?“ einmal ausdrücklich Opal-Schmiede als Spezialisten genannt und beim zweiten Lauf nur eine australische Auktionsplattform. Dazu kommt Personalisierung:
- Standort: Die Copilot-Suche wusste aus meiner IP-Adresse ungefähr, wo ich sitze, und schrieb bei einem Möbelhändler, er sei „für dich gut erreichbar“.
- Verlauf: Im normalen ChatGPT-Chat bezog sich die Antwort auf die Preisfrage plötzlich auf den „schwarzen Opal“ aus dem Chat davor. Für die Auswertung habe ich deshalb den Temporären Chat ohne Erinnerungen genutzt.
- Aufwand: Manche Antworten waren nach 18 Sekunden Nachdenken fertig. Bei der Frage nach Tansanit als Wertanlage recherchierte ChatGPT über zehn Minuten und las mehr als 170 Websites.
Wer seine KI-Sichtbarkeit misst, sollte deshalb jede Frage mehrmals stellen und nicht aus einem einzelnen Screenshot Schlüsse ziehen. Wie das geht, steht im Abschnitt zum Messen.
Die GEO-Treppe: in welcher Reihenfolge du vorgehst
Aus Googles Aussagen, den Studien und unserem Test ergibt sich eine klare Reihenfolge. Ich stelle sie mir als Treppe vor: Jede Stufe setzt die vorherige voraus. Eine brillante Bestenliste über dich nützt nichts, wenn der Dienst deine Website nicht lesen kann und deine Firmendaten widersprüchlich sind.

- Stufe 0, erreichbar: Die Crawler von Google, Bing, OpenAI, Anthropic und Perplexity dürfen deine Seiten abrufen und bekommen den Inhalt ohne JavaScript geliefert.
- Stufe 1, verständlich: Deine Seiten sagen klar, wer du bist, was du anbietest, wo, zu welchem Preis und mit welchen Belegen. Am besten mit eigenen Zahlen.
- Stufe 2, bestätigt: Andere bestätigen das: Bewertungen, Firmenprofile bei Google und Bing, Verzeichnisse, einheitliche Firmendaten überall.
- Stufe 3, empfohlen: Menschen reden über dich, in Foren, in der Presse, in Bestenlisten, in Videos. Diese fremden Stimmen entscheiden am Ende, wer empfohlen wird.
Die folgenden Abschnitte gehen die Stufen der Reihe nach durch, jeweils mit dem, was belegt ist, dem, was unser Test zeigt, und dem, was du tun kannst.
Stufe 0: Crawlen und Indexieren
Die unterste Stufe ist unspektakulär und wird trotzdem am häufigsten übersehen. Ein KI-Dienst kann nur zitieren, was er abrufen und lesen konnte. Dafür müssen drei Dinge stimmen: Der Crawler darf die Seite abrufen, er bekommt den Inhalt auch ohne JavaScript, und die Seite landet im Index.
JavaScript: Die meisten KI-Crawler lesen nur das reine HTML
Der Hosting-Anbieter Vercel hat zusammen mit der Agentur MERJ im Dezember 2024 ausgewertet, wie sich KI-Crawler in seinem Netzwerk verhalten. In einem Monat kamen 569 Millionen Abrufe von OpenAIs GPTBot und 370 Millionen von Anthropics Crawler. Beide holten JavaScript-Dateien ab, ChatGPT in 11,50 Prozent der Abrufe, Claude in 23,84 Prozent, führten sie aber nicht aus. Nur die Crawler von Gemini, die auf Googles Infrastruktur laufen, und der Applebot rendern JavaScript. Die Empfehlung der Studie ist eindeutig: Wichtige Inhalte gehören serverseitig ins HTML.
Für einen Shop oder eine Handwerker-Website heißt das: Wenn Leistungen, Preise oder Öffnungszeiten erst per JavaScript nachgeladen werden, sehen ChatGPT, Claude und Perplexity eine leere Seite. Google sieht sie in der Regel, weil der Googlebot rendert. Genau deshalb kann eine Seite bei Google gut ranken und in ChatGPT trotzdem unsichtbar sein.
Ich habe das für alle 45 Websites geprüft, die in unserem Test genannt oder zitiert wurden: abgerufen wie der GPTBot, ohne JavaScript. 38 davon liefern lesbaren Text im reinen HTML, bei Dachdeckern im Median rund 4.150 Zeichen, bei Fahrzeugaufbereitern rund 8.000. Das ist kein Zufall. Wer im Test vorkommt, ist für Crawler lesbar. Auch die Opal-Schmiede, ein Shopware-Shop, liefert auf Startseite und Blog jeweils über 23.000 Zeichen Text direkt im HTML.
Firewall und robots.txt: Wer blockt, wird nicht zitiert
Vier der 45 Websites wiesen den Abruf mit dem User-Agent eines KI-Crawlers ab, mit Fehlercode 403 oder 420, während sie einem normalen Browser und dem Googlebot die Seite auslieferten. Das ist typisch für Sicherheitsregeln bei Hostern und Content-Delivery-Netzwerken. Cloudflare blockt KI-Crawler seit dem 1. Juli 2025 für neue Domains standardmäßig. Viele Betreiber wissen gar nicht, dass sie KI-Crawler aussperren.
Ein Fall aus dem Test zeigt, wie schnell man dabei einen Kanal verliert. Ein Händler für Gartenmöbel sperrt in seiner robots.txt GPTBot, ClaudeBot und PerplexityBot. Seine Markenübersicht wurde bei der Frage nach hochwertigen Gartenmöbel-Marken von der Copilot-Suche und von Googles KI-Modus zitiert. Perplexity darf sie dagegen gar nicht abrufen, denn PerplexityBot ist dort der Such-Crawler. GPTBot und ClaudeBot sind Trainings-Crawler, ihre Sperre kostet nach Auskunft der Anbieter keine Sichtbarkeit in der Suche. Wer PerplexityBot sperrt, verzichtet dagegen auf Perplexity als Kanal, oft ohne es zu wissen.
Umgekehrt geht es auch klug. Ein Teak-Händler aus dem Test blockt die Trainings-Crawler GPTBot und ClaudeBot, lässt aber OpenAIs Such-Crawler OAI-SearchBot durch. ChatGPT hat ihn im Test trotzdem als Quelle verlinkt. Das ist die Trennung, die ich für die meisten Betriebe empfehle: Such-Crawler immer erlauben, bei Trainings-Crawlern selbst entscheiden.
Welche Crawler du erlauben solltest
- Immer erlauben, sonst fehlst du in den Antworten: Googlebot, Bingbot, OAI-SearchBot (ChatGPT-Suche), Claude-SearchBot und Claude-User (Claude), PerplexityBot, Applebot.
- Frei entscheidbar, betrifft das Training künftiger Modelle: GPTBot, ClaudeBot, Google-Extended, Applebot-Extended, CCBot. Google schreibt, Google-Extended habe keinen Einfluss auf die Aufnahme in die Google-Suche.
- Kaum steuerbar: Abrufe, die ein Nutzer direkt auslöst, etwa ChatGPT-User oder Perplexity-User. Laut den Anbietern gelten robots.txt-Regeln dafür teilweise nicht.
- Altlasten entfernen: Regeln für anthropic-ai und claude-web stehen in keiner Anthropic-Dokumentation mehr und wirken nicht.
Vorlagen für die robots.txt eines Shops findest du im Beitrag robots.txt: Was reingehört, mit Vorlagen für Shops und KI-Crawler. Mit dem folgenden Baustein prüfst du deine eigene Datei. Füge den Inhalt deiner robots.txt ein und trage deine Domain ein: Du siehst sofort, welcher Crawler gesperrt ist, und bekommst für jeden Crawler einen fertigen Befehl, mit dem du selbst nachsehen kannst, was er von deiner Startseite ohne JavaScript bekommt.
Die wichtigsten Crawler und wofür sie da sind
| Crawler | Anbieter | Zweck | Empfehlung |
|---|---|---|---|
| Googlebot | Suche, KI-Übersichten, KI-Modus | erlauben | |
| Bingbot | Microsoft | Bing, Copilot, Partner wie DuckDuckGo | erlauben |
| OAI-SearchBot | OpenAI | Suche in ChatGPT | erlauben |
| ChatGPT-User | OpenAI | Abruf, wenn ein Nutzer es auslöst | erlauben |
| GPTBot | OpenAI | Training von Modellen | frei entscheidbar |
| Claude-SearchBot | Anthropic | Suche in Claude | erlauben |
| Claude-User | Anthropic | Abruf, wenn ein Nutzer es auslöst | erlauben |
| ClaudeBot | Anthropic | Training von Modellen | frei entscheidbar |
| PerplexityBot | Perplexity | Index und Suche in Perplexity | erlauben |
| Applebot | Apple | Suche in Siri und Spotlight | erlauben |
| Google-Extended | nur Steuerzeichen für das Training von Gemini, kein eigener Crawler | frei entscheidbar | |
| Applebot-Extended | Apple | nur Steuerzeichen für das Training, kein eigener Crawler | frei entscheidbar |
| CCBot | Common Crawl | offener Web-Datensatz, oft für Training genutzt | frei entscheidbar |
Index: Google und Bing zählen doppelt
Weil Gemini und der KI-Modus auf dem Google-Index aufbauen und Copilot auf dem Bing-Index, ist die Indexierung bei beiden Suchmaschinen die Voraussetzung für einen großen Teil der KI-Sichtbarkeit. Drei Punkte prüfe ich bei jedem Kunden:
- Search Console: Sind die wichtigen Seiten indexiert? Seit dem 31. August 2026 gibt es dort außerdem einen Schalter für generative KI-Funktionen. Er steht standardmäßig auf „einschließen“. Wer ihn ausschaltet, verschwindet aus den KI-Übersichten und dem KI-Modus. Wie du Seiten zur Indexierung einreichst, steht im Beitrag URL bei Google einreichen.
- Bing Webmaster Tools: Viele Betreiber haben das Konto nie angelegt. Dabei hängt nicht nur Copilot an Bing, sondern auch DuckDuckGo, Ecosia außerhalb Deutschlands und Yahoo. Mit IndexNow meldest du neue und geänderte Seiten in Sekunden an Bing und weitere Suchmaschinen. Dass dieser Teil des Suchmarkts größer ist, als viele glauben, habe ich im Beitrag Google hat meine Affiliate-Seiten abgestraft, Bing nicht mit eigenen Zahlen gezeigt.
- Dubletten: Microsoft schreibt, dass KI-Systeme fast gleiche Seiten zu einer Gruppe zusammenfassen und eine davon als Vertreter wählen, und zwar nicht unbedingt die aktuelle. Filterseiten, Sortierungen und Varianten ohne sauberes Canonical führen also dazu, dass die falsche Seite zitiert wird.
Was auf Stufe 0 nichts bringt
llms.txt: Google schreibt, die Datei werde von der Google-Suche ignoriert und helfe weder noch schade sie. Eine Auswertung von Ahrefs über 137.210 Domains ergab, dass 97 Prozent der vorhandenen Dateien im Mai 2026 keinen einzigen Abruf hatten. Details stehen im Beitrag llms.txt: Google ignoriert sie, Coding-Agents lesen sie.
Schema-Markup für KI: Ahrefs hat 1.885 Seiten, die strukturierte Daten ergänzt haben, mit 4.000 Vergleichsseiten verglichen. Ergebnis: kein nennenswerter Zuwachs an Zitaten auf irgendeiner Plattform. Für Sterne und Preise in den normalen Suchergebnissen bleibt Markup sinnvoll, als KI-Hebel ist es überschätzt.
Noch ein Detail, das mir im Test aufgefallen ist: Domains mit Umlaut erscheinen in den Quellenhinweisen der Copilot-Suche in ihrer technischen Schreibweise. Aus gartenmöbelrestposten.de wird „xn--gartenmbelrestposten-99b.de“. Das ist kein Grund, eine gute Domain aufzugeben, aber ein Argument für eine Umlaut-freie Hauptdomain bei Neugründungen.
Stufe 1: Inhalte, die zitiert werden
Wenn ein Dienst deine Seite lesen kann, entscheidet der Inhalt, ob er sie zitiert. Hier gibt es die einzige saubere Messung zu GEO überhaupt: die Studie aus Princeton, die dem Begriff seinen Namen gab. Die Forscher haben Texte gezielt verändert und gemessen, wie oft generative Suchsysteme sie danach nutzten. Ausgehend von einem Sichtbarkeitswert von 19,3 Prozent brachten wörtliche Zitate aus Quellen 27,8 Prozent, eingefügte Statistiken 25,9 Prozent, flüssigere Formulierungen 25,1 Prozent und Quellenangaben 24,9 Prozent. Keyword Stuffing senkte den Wert auf 17,8 Prozent, lag also unter dem Ausgangswert.
Übersetzt heißt das: Zahlen, Belege und klare Sprache werden belohnt, das Wiederholen von Suchbegriffen wird bestraft. Unser Test zeigt, wie das in der Praxis aussieht.
Eigene Zahlen machen dich zur Quelle
Opal-Schmiede hat einen Blogartikel zum Tansanit-Preis, in dem die Durchschnittspreise des tansanischen Statistikamts für Rohsteine von 2021 bis 2024 stehen und eine Einschätzung aus eigener Einkaufserfahrung: rund 50 Prozent teurer als vor zehn Jahren, seit 2024 noch einmal 10 bis 30 Prozent. Der Artikel sagt dazu offen, das sei die eigene Einkaufserfahrung und kein allgemeiner Preisindex. Auf die Frage „Lohnt sich Tansanit als Wertanlage?“ hat die Copilot-Suche 19 ihrer 20 Links auf genau diesen Artikel gesetzt und die Preistabelle übernommen. Perplexity nannte ihn als zweite Quelle, direkt nach dem tansanischen Finanzministerium und vor dem US Geological Survey. Googles KI-Modus verlinkte ihn sechsmal.

Claude hat denselben Artikel zitiert, aber ohne den Namen im Text: „Ein deutscher Händler schätzt aus eigener Einkaufserfahrung rund 50 % Anstieg in zehn Jahren.“ Der Name steht nur im Quellenhinweis darunter. Solche Zitate ohne Namensnennung sind häufig. Eine Auswertung von Writesonic über 9 Millionen KI-Antworten seiner Kunden kommt auf bis zu 75 Prozent der Antworten, die eine Seite zitieren, ohne die Marke zu nennen. Das ist eine Herstellerzahl, zeigt aber die Richtung: Zitate allein sind noch keine Sichtbarkeit für deine Marke.

Ehrlichkeit wird zitiert
Ein zweites Muster hat mich überrascht. Die KI-Dienste greifen ausgerechnet die ehrlichen Einschränkungen auf. Der Opal-Schmiede-Artikel über Larimar heißt in der Beschreibung „Larimar Wirkung ehrlich erklärt“ und nennt die wissenschaftliche Grenze der Steinheilkunde. Perplexity setzt ihn als erste Quelle, und zwar genau hinter den Satz, dass die Wirkungen „symbolische bzw. esoterische Zuschreibungen und wissenschaftlich nicht belegt“ sind.

Dasselbe beim Echtheitszertifikat. Opal-Schmiede legt jedem Schmuckstück ein Lichtbildzertifikat bei und schreibt offen dazu, dass das keine unabhängige Laborbewertung ist. ChatGPT und Perplexity übernehmen genau diesen Hinweis, ChatGPT sogar mit dem Satz „Der Händler weist darauf selbst ausdrücklich hin“. Eine KI, die ihre Antwort absichern will, greift lieber zu einer Quelle, die ihre Grenzen nennt, als zu einer, die nur verspricht.
Preise veröffentlichen
Das deutlichste Ergebnis im ganzen Test betrifft Preise. Bei der Frage nach einer ehrlichen und günstigen freien Werkstatt in Hamburg setzte ChatGPT die Kfz-Meisterwerkstatt Ömer auf Platz 1 und begründete das so: „Mein erster Anruf wäre bei Ömer, weil dort im Gegensatz zu vielen anderen Werkstätten ein konkreter Einstiegspreis für die Inspektion veröffentlicht wird.“ Googles KI-Modus stellte denselben Betrieb an die Spitze, ebenfalls mit Verweis auf die Festpreise.

Der Crawler-Test bestätigt das Bild von der anderen Seite. Von den sieben geprüften Werkstatt-Websites nennt genau eine Preise im HTML, und das ist Ömer. Bei den zehn Dachdeckern ist es keiner. Bei den Fahrzeugaufbereitern sind es acht von zehn, und prompt zitiert Googles KI-Modus bei der Frage „Was kostet eine professionelle Fahrzeugaufbereitung innen und außen?“ fünf Websites von Betrieben und nur eine sonstige Seite. ChatGPT nahm neben einem Preisportal eine einzige Firmen-Website: einen Aufbereiter aus Hannover, der seine Pakete mit Preisen auf der Startseite zeigt. Ein Betrieb aus Hannover wird so bundesweit zur Quelle.

Wer keine festen Preise nennen kann, kann Spannen und Beispiele nennen. Ein Dachdecker muss nicht jede Sanierung festpreisen. Aber eine Seite „Was kostet eine Dachsanierung in Stade?“ mit drei echten Beispielprojekten und ihren Kosten wäre in unserem Test die einzige Firmen-Website zu diesem Thema gewesen. Bei dieser Frage zitierten die Dienste Portale, Banken, Bausparkassen und Verbraucherseiten, aber keinen einzigen Dachdecker.
Eine Seite pro Leistung und Ort
Bei der Frage „Wer macht in Hamburg eine gute Keramikversiegelung fürs Auto?“ standen zwei Betriebe in fast allen Diensten vorne: mobiclean in allen fünf, die wir dazu gefragt haben, und JG Folierung in vier von fünf. Beide haben etwas gemeinsam, das andere nicht haben: eine eigene Seite genau für diese Leistung in dieser Stadt, „/keramikversiegelung-hamburg“ und „/keramikversiegelung-in-hamburg/“. Die Copilot-Suche zitierte diese beiden Seiten und übernahm Details wie „offiziell akkreditierter Gtechniq-Detailer“ und die Haltbarkeit der Produkte.

Wichtig: Gemeint ist keine Kopie derselben Seite für zwanzig Städte. Google nennt solche Seiten in seinen Spam-Richtlinien Doorway Pages. Gemeint ist eine echte Seite für eine Leistung, die du wirklich an diesem Ort anbietest, mit Ablauf, Preisrahmen, Produkten, Beispielen und einem Ansprechpartner.
Ratgeber und Fakten über dich
Ratgebertexte von Betrieben werden auch bei allgemeinen Fragen zitiert. Auf „Lohnt sich eine Keramikversiegelung oder reicht Wachs?“ zitierte die Copilot-Suche ausschließlich zwei Fahrzeugaufbereiter: einen Ratgeber von Autopflege Meilinger mit 30 Links und einen von mobiclean. Bei der Garantiefrage zur Vertragswerkstatt standen neben ADAC und einem Anwaltsportal zwei freie Werkstätten mit Blogartikeln in der Antwort.

Genauso wichtig sind überprüfbare Fakten über den Betrieb selbst. ChatGPT beschrieb den Stader Dachdecker Günter Brahmst als „etablierten Dachdecker-Meisterbetrieb in Stade, seit 1962“ und erwähnte, dass Andreas Brahmst seit 2023 Obermeister der Dachdeckerinnung Stade ist. Als Quelle verlinkte ChatGPT die Website des Betriebs. Bei einem Teak-Händler übernahm die Copilot-Suche „Familienunternehmen mit über 25 Jahren Erfahrung“, „Direktimporteur“, „Trusted Shops Garantie“ und „Versand deutschlandweit max. 99 €“. Bei Gartenmöbel-Herstellern, die in Deutschland produzieren, zitierte ChatGPT fast wörtlich, was die Hersteller auf ihren Seiten über ihre Fertigung schreiben, einschließlich der Einschränkungen.


So schreibst du Inhalte, die zitiert werden
- Beantworte eine Frage pro Abschnitt, mit einer Zwischenüberschrift, die die Frage nennt, und einem ersten Satz, der sie beantwortet.
- Nenne eigene Zahlen: Preise, Preisspannen, Dauer, Garantiezeiten, Anzahl der Projekte, Gründungsjahr.
- Belege Aussagen mit Quellen und nenne Grenzen offen. Ehrliche Einschränkungen werden zitiert, Superlative nicht.
- Schreib für jede Hauptleistung eine eigene Seite, bei lokalen Betrieben mit dem Ort, an dem du sie wirklich anbietest.
- Halte Ratgeber aktuell und zeig das Datum. Ahrefs fand, dass 79,1 Prozent der zitierten Listenartikel im laufenden Jahr aktualisiert worden waren.
- Verzichte auf Keyword-Wiederholungen. Sie senken in der Princeton-Messung die Sichtbarkeit.
Stufe 2: Bewertungen, Profile und Verzeichnisse
Bei lokalen Fragen entscheidet oft gar nicht die Website. Die Werkstatt ATN in Stade stand in allen fünf Diensten, die wir dazu gefragt haben, auf Platz 1. Ihre Startseite liefert im reinen HTML gerade einmal 1.328 Zeichen Text und keine Telefonnummer. Die Empfehlung kommt aus den Firmenprofilen und Bewertungen, nicht aus der Website.
Firmenprofile: vollständig, bei Google und bei Bing
Die Copilot-Suche empfahl einen Dachdecker in Stade mit der Begründung, er sei „eine sehr gute und verlässlich erreichbare Empfehlung mit klaren Öffnungszeiten und vollständigen Kontaktdaten“. Adresse, Telefon und Öffnungszeiten stammten aus den Bing-Firmendaten. Beim Notfall „Mein Dach ist undicht, wer hilft in Hamburg schnell?“ wählten die Dienste nach Erreichbarkeit und Notdienst aus. ChatGPT schrieb sogar: „Für heute Abend sind vor allem Betriebe mit ausgewiesenem 24-h-Notdienst sinnvoll.“

Der Anbieter Uberall hat für eine eigene Studie 120.000 KI-Nennungen von 3.793 Standorten in den USA ausgewertet. Nach seinen Zahlen stieg bei Hotels die Wahrscheinlichkeit, genannt zu werden, von 22 auf 94 Prozent, wenn im Google-Profil statt 6 bis 10 Merkmalen 31 bis 50 hinterlegt waren. Eine Beschreibung im Profil verdreifachte die Nennungsrate bei Supermärkten. Das ist eine Herstellerstudie aus einem anderen Markt, aber sie passt zu dem, was wir sehen: Die KI greift zu, was im Profil steht.
Weil die Dienste unterschiedliche Datenquellen nutzen, brauchst du mindestens das Google-Unternehmensprofil und Bing Places. Beide sollten dieselben Daten tragen: Name, Adresse, Telefon, Öffnungszeiten, Kategorien, Leistungen, Fotos. Wie du das Google-Profil aufbaust, steht im Beitrag Was ist Local SEO?.
Bewertungen: Anzahl, Inhalt und Antworten
KI-Dienste lesen Bewertungen nicht nur als Sterne, sondern als Text. Drei Beispiele aus dem Test:
- ChatGPT über einen Hamburger Dachdecker: „Es gibt ausdrücklich Kundenberichte zu Flachdach- und Vollsanierungen sowie Wärmedämmung.“ Der Betrieb wurde für die Frage nach einer Dachsanierung gewählt, weil Kunden genau diese Leistung beschrieben haben.
- Gemini über eine Werkstatt in Eimsbüttel: „besonders dafür gelobt, strikt von unnötigen Reparaturen abzuraten“. So wird aus Bewertungstext die Antwort auf „ehrlich“.
- Perplexity begründete seine Werkstatt-Tabelle mit „explizit fair & ehrlich“ und „explizit als ehrlich und vertrauenswürdig in Reviews genannt“.

Die Menge zählt dabei mehr als der letzte Zehntelstern. In der Uberall-Studie wurden Supermärkte mit vielen, aber schlechteren Bewertungen in 94,3 Prozent der Fälle genannt, solche mit sehr guten, aber wenigen Bewertungen nur in 60,6 Prozent. Die Umfrage von BrightLocal unter 1.002 Verbrauchern in den USA zeigt, warum Aktualität zählt: 74 Prozent wollen Bewertungen aus den letzten drei Monaten sehen. Und 45 Prozent haben im vergangenen Jahr ChatGPT, Gemini oder Perplexity genutzt, um einen lokalen Betrieb zu finden, nach 6 Prozent im Jahr davor.
Auch deine Antworten auf Bewertungen lesen die Dienste mit. Auf die Frage „Ist die Opal-Schmiede ein seriöser Shop?“ stützte sich die Copilot-Suche ausschließlich auf Bewertungsportale und hob eigens hervor, dass der Shop auf eine negative Bewertung öffentlich antwortet: „Das deutet auf aktive Kundenbetreuung und nicht auf Ignorieren von Problemen.“


Was du dabei niemals tun solltest: Bewertungen kaufen, nur zufriedene Kunden gezielt fragen oder Belohnungen für gute Bewertungen versprechen. Gefälschte oder gekaufte Bewertungen sind nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb verboten, und Google löscht sie. Was erlaubt ist und wie du Bewertungen sauber sammelst, steht im Beitrag Kundenbewertungen und SEO.
Verzeichnisse und Portale
Das am häufigsten zitierte Portal im Test war WerKenntDenBesten, es tauchte in 10 Antworten auf. Dazu kamen Das Örtliche, Gelbe Seiten, 11880, Trustlocal, golocal, KennstDuEinen und MyHammer, bei Werkstätten zusätzlich Werkstattkenner, Autoplenum und die Vermittler FairGarage und Repareo. Die Copilot-Suche nannte als Vorteil eines Dachdeckers ausdrücklich „Platz 3 bei Wer kennt den Besten“.
Das bedeutet nicht, dass du dich in hundert Verzeichnisse eintragen musst. Es bedeutet: Finde heraus, welche zwei oder drei Portale in deiner Branche und Region zitiert werden, und sorge dafür, dass du dort mit vollständigen, identischen Daten stehst. Stelle die gleiche Frage wie deine Kunden an ChatGPT, Perplexity und die Copilot-Suche und schau in die Quellen.
Einheitliche Firmendaten als Vertrauensbeweis
Wie wichtig einheitliche Daten sind, zeigt ChatGPT bei der Frage nach der Seriosität von Opal-Schmiede. Die Antwort beginnt mit: „Es gibt ein nachvollziehbares deutsches Unternehmen mit Anschrift in Himmelpforten, Telefonnummer, E-Mail und USt-IdNr.; dieselben Unternehmensdaten tauchen auch im eBay-Auftritt des Händlers auf.“ Die KI gleicht also Impressum und Händlerprofil ab und wertet die Übereinstimmung als Zeichen von Seriosität.

Stufe 3: Erwähnungen in Foren, Listen, Presse und Videos
Ganz oben auf der Treppe stehen die Stimmen anderer. Bei Kaufentscheidungen vertrauen die KI-Dienste fremden Quellen mehr als dir selbst. Ahrefs hat in einem Experiment gemessen, dass bei einem etablierten Produkt 94 Prozent der neuen Nennungen über fremde Seiten kamen und nur 6 Prozent über die eigenen. Writesonic kommt in seinen Kundendaten auf 82 Prozent fremder Quellen bei kaufnahen Fragen.
Das klingt nach einem Widerspruch zu Stufe 1, ist es aber nicht. Unser Test zeigt die Trennlinie ziemlich klar: Bei Wissensfragen wie „Wie erkenne ich einen echten Opal?“ oder „Keramik oder Wachs?“ werden oft die Ratgeber der Betriebe selbst zitiert. Bei Empfehlungsfragen wie „Welcher Dachdecker?“ oder „Welche Werkstatt ist ehrlich?“ stützen sich die Antworten auf Profile, Bewertungen, Portale und Foren.
Foren und Reddit
Gemini begründete die Seriosität der Opal-Schmiede unter anderem mit Reddit: Kunden würden den Shop dort für gute Beratung und Sonderanfertigungen wie Eheringe loben. Ich habe nachgesehen. Es gibt tatsächlich einen Kommentar im Hamburg-Forum auf Reddit, in einem Thread über Juweliere für Eheringe, geschrieben im November 2021. Fünf Jahre später ist er ein Beleg in einer KI-Antwort. Dazu kommt ein Beitrag einer Kundin von 2025, die ihren Verlobungsring zeigt.
„Ein kleines Familienunternehmen aus Niedersachsen … Preiswert und hochwertig verarbeitet.“
Antwort auf die Frage nach einem Juwelier für Eheringe. Der Kommentar erwähnt außerdem, dass der Goldschmied per WhatsApp erreichbar ist und über die Herstellung informiert.
„0,6 ct white opal, 585 gold. Manufecturer is Opal Schmiede in Germany“
Eine Kundin zeigt ihren Verlobungsring mit Opal und nennt den Hersteller.
Auch bei den Werkstätten spielten Foren eine Rolle. Perplexity setzte einen Motor-Talk-Thread über Werkstätten in Hamburg als erste Quelle, Googles KI-Modus einen Thread aus dem Hamburg-Forum auf Reddit. Das sind Gespräche, die du nicht schreiben kannst und auch nicht schreiben solltest. Google warnt ausdrücklich: Unechte Erwähnungen im Web zu erzeugen, sei „nicht so hilfreich, wie es scheinen mag“. Und Reddit ist kein Allheilmittel. Laut Semrush ist der Anteil der ChatGPT-Antworten mit Reddit-Quelle ab September 2025 von rund 60 auf rund 10 Prozent gefallen.
Was du tun kannst: Gib Kunden einen Grund, über dich zu erzählen, und sei ansprechbar, wo gefragt wird. Wenn in einer Facebook-Gruppe, auf Motor-Talk oder in einem Fachforum eine Frage zu deinem Thema auftaucht, beantworte sie offen als Betrieb, mit Namen und ohne Werbesprech.
Bestenlisten und Blog-Empfehlungen
Listenartikel sind das am häufigsten zitierte Format überhaupt. Eine Auswertung von Wix Studio über 1,06 Millionen Zitate kommt auf 21,9 Prozent Listicles, gefolgt von normalen Artikeln, Produkt- und Kategorieseiten. Eigene Vergleichsseiten, auf denen ein Anbieter sich selbst mit Wettbewerbern vergleicht, machen nur 2,2 Prozent aus. In unserem Test beantwortete die Copilot-Suche die Frage nach hochwertigen Gartenmöbel-Marken fast nur aus Markenlisten von Händlern, einem Blog eines Gartenplaners, einem Vergleich bei RTL und einem Vergleichsportal. Keine einzige Herstellerseite war dabei.

Für Hersteller heißt das: Du gewinnst die Markenfrage auf fremden Seiten. Händler, die deine Marke führen und in ihren Ratgebern erklären, Fachmagazine, Testberichte und Messeberichte sind hier der Hebel. Für Händler heißt es umgekehrt: Eine gute, ehrliche Markenübersicht kann dich zur zitierten Quelle machen.
Eine Warnung gehört dazu. Bei der Frage nach Gartenmöbel-Herstellern, die in Deutschland produzieren, lieferte die Copilot-Suche keine KI-Antwort, sondern nur Treffer. Ganz oben stand eine Rangliste, die laut eigener Beschreibung aus einer „umfassenden KI-Analyse“ mit Claude, ChatGPT und Gemini entstanden ist. KI-generierte Bestenlisten, die wieder von KI zitiert werden, sind ein wachsendes Problem. Google zählt Inhalte in großer Menge ohne Mehrwert zum Spam, und seit August 2026 nennt die Spam-Richtlinie ausdrücklich Versuche, generative KI-Antworten zu manipulieren. Kaufe dich nicht in solche Listen ein und baue keine eigenen.

Der Screenshot zeigt auch, wo Hersteller ansetzen können: Die Herstellerliste der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel und das B2B-Verzeichnis wlw stehen direkt darunter. Gütesiegel, Verbände und Partnerlisten sind glaubwürdige fremde Quellen. Bei der Keramikversiegelung verlinkte ChatGPT neben den Betrieben auch den Pflegemittelhersteller Gtechniq, dessen akkreditierter Partner einer der empfohlenen Betriebe ist.
Presse und Fachmedien
Presseberichte tauchten im Test seltener auf als erwartet, aber an der richtigen Stelle: Bei der Frage nach Dachdeckern für eine Dachsanierung in Hamburg verlinkte Googles KI-Modus einen NDR-Beitrag. Ein Bericht in der Lokalzeitung, im Stadtmagazin oder im Fachblatt deiner Innung ist eine Quelle, die KI-Dienste gern nehmen, weil sie unabhängig ist. Wie du an solche Erwähnungen kommst, ohne Links zu kaufen, steht auf der Seite Digital PR und Linkaufbau.
Social Media und YouTube
YouTube war im Test die am dritthäufigsten zitierte Domain, in 9 Antworten, und zwar ausschließlich im KI-Modus von Google. Auch Instagram und Facebook tauchten als Quellen auf. Writesonic misst in seinen Kundendaten für YouTube den stärksten Zuwachs an Sichtbarkeit von allen fremden Quellen. Das passt: Ein Video mit Transkript ist ein langer, gut gegliederter Text.
Wichtig ist die Unterscheidung. Likes, Follower und Shares sind kein Rankingfaktor, das hat Gary Illyes von Google 2025 noch einmal klar gesagt. Aber deine Beiträge sind Inhalte, die gefunden und zitiert werden können. Ein Aufbereiter, der in einem Video zeigt, wie eine Keramikversiegelung aufgetragen wird, und im Titel „Keramikversiegelung Hamburg“ nennt, schafft eine weitere Quelle mit seinem Namen. Wer Social-Media-Kanäle betreibt, sollte sie so nutzen, dass Inhalte mit Substanz entstehen, nicht nur Reichweite.
Für Online-Shops: Produktdaten und KI-Shopping
Für Shops kommt eine eigene Ebene hinzu: Produktdaten, die nicht über die Website, sondern über Feeds in die KI-Dienste gelangen. Hier ändert sich gerade viel, und für Deutschland ist das meiste noch nicht verfügbar. Der Stand Ende September 2026:
- Google: Produkte aus dem Merchant Center können in KI-Übersichten und im KI-Modus erscheinen. Google schreibt in seinem KI-Leitfaden ausdrücklich, dass Merchant-Center-Feeds und Unternehmensprofile helfen, in KI-Antworten sichtbar zu sein. Die Auswertung „AI performance insights“ gibt es bisher nur in Australien, Indien, Kanada, Neuseeland und den USA.
- ChatGPT: OpenAI nimmt Produktfeeds nur von freigegebenen Partnern an. Die Produktergebnisse sind laut OpenAI nicht bezahlt und werden nach Relevanz, Verfügbarkeit, Preis und Qualität sortiert. Dokumentiert ist der Kauf direkt in ChatGPT bisher für Händler in den USA. Anzeigen in ChatGPT sind davon getrennt, mehr dazu im Beitrag ChatGPT Ads: Erfahrungen aus Deutschland, Europa, USA.
- Perplexity: Produktdaten kommen unter anderem über eine Integration mit Shopify. Das kostenlose Händlerprogramm richtet sich an große Händler, der Kauf in Perplexity läuft in den USA.
Für einen deutschen Shop heißt das Stand heute: Pflege den Merchant-Center-Feed sorgfältig, mit Preis, Verfügbarkeit und aussagekräftigen Titeln, die zur Produktseite passen. Und sorge dafür, dass die Produktseiten selbst die Fakten im HTML tragen: Material, Maße, Herkunft, Zertifikat, Preis. ChatGPT hat bei der Frage nach einem schwarzen Opal die Karatgewichte und Preisspannen der Black-Opal-Kategorie von Opal-Schmiede direkt aus dem Shop übernommen.
Eine aktuelle Studie zeigt, wo die Grenzen liegen. Vaer AI hat für den Kassenanbieter Lightspeed 20.000 Shopping-Fragen in den USA und Kanada ausgewertet, mit rund 460.000 Antworten. Auch mit Websuche empfahlen ChatGPT und Googles KI-Funktionen in 46 bis 58 Prozent der Fälle an erster Stelle einen großen Händler. Kleine Shops wurden zwar ähnlich oft als Quelle zitiert, aber seltener empfohlen. Interessant ist ein Detail: Fragten die Nutzer ausdrücklich nach einem unabhängigen Geschäft, stieg der Anteil kleiner Shops von etwa einem Drittel auf fast vier Fünftel. Für einen spezialisierten Shop ist das ein Argument, das Besondere offensiv zu nennen: Manufaktur, Familienbetrieb, Spezialist. Genau diese Wörter tauchen in den Antworten über Opal-Schmiede immer wieder auf.
Wie du GEO misst
KI-Sichtbarkeit lässt sich messen, aber nur in Ausschnitten. Kein Anbieter gibt so vollständige Daten heraus wie die Search Console für die normale Suche. Diese Quellen gibt es:
Search Console: der Bericht zu generativer KI
Seit Juni 2026 gibt es in der Search Console unter „Leistung“ einen eigenen Bericht „Auf generativer KI basierende Funktion“, seit dem 31. August für alle Websites. Er zeigt, wie oft Links zu deiner Website in den KI-Funktionen der Google-Suche eingeblendet wurden. Er zeigt keine Klicks und keine Suchanfragen, und er trennt KI-Übersichten und KI-Modus nicht. Für Opal-Schmiede sieht er so aus:

Wie du diesen Bericht liest und warum er seit September auch Bildsuchen erfasst, habe ich in den Beiträgen Google Search Console richtig lesen und Search Console Multimodal ausführlich erklärt.
Bing Webmaster Tools: die einzigen Daten mit Suchfragen
Die Bing Webmaster Tools haben seit Februar 2026 einen Bericht zur KI-Leistung. Er zeigt, wie oft deine Seiten in Copilot und in KI-Zusammenfassungen bei Bing zitiert wurden, und als einziger Bericht überhaupt auch sogenannte Grounding Queries: die Suchbegriffe, mit denen die KI nach Belegen gesucht hat. Das ist das Nächste an echten KI-Fragen, was du bekommen kannst, und kostenlos.
Verweise in der Webanalyse
ChatGPT, Perplexity und Claude schicken Besucher mit erkennbarem Verweis, ChatGPT hängt zusätzlich automatisch „utm_source=chatgpt.com“ an die Links. In Google Analytics 4 gibt es dafür inzwischen einen eigenen Kanal. Klicks aus den KI-Übersichten und dem KI-Modus von Google lassen sich dagegen nicht von normalen Google-Klicks trennen, das schreibt Google selbst. Die Zahl der Besuche aus KI-Diensten ist deshalb immer eine Untergrenze.
Tracking-Werkzeuge
Werkzeuge wie Semrush, Ahrefs, Otterly oder Profound stellen regelmäßig vorher festgelegte Fragen an mehrere KI-Dienste und zählen, wie oft eine Marke genannt oder eine Seite zitiert wird. Semrush zeigte für Opal-Schmiede am 25. September 58 Nennungen und 249 zitierte Seiten, die meisten davon im Google KI-Modus.

Solche Zahlen taugen als Verlauf gegen sich selbst, nicht als Marktanteil. Die Werkzeuge legen nicht offen, welche Fragen sie wie oft stellen und ob sie über Schnittstellen oder die normale Oberfläche abfragen. Google warnt ausdrücklich vor Werkzeugen, die behaupten, interne Google-Werte zu kennen.
Selbst testen, so wie wir
Am meisten lernst du, wenn du selbst fragst. So bin ich für diesen Beitrag vorgegangen, und so kannst du es für deinen Betrieb machen:
- Schreibe 10 bis 20 Fragen auf, so wie Kunden sie stellen würden. Mische vier Arten: Kauf oder Auftrag („Wo kaufe ich …“, „Welcher Dachdecker in …“), Ratgeber („Wie erkenne ich …“, „Was kostet …“), deine Marke („Ist Firma X seriös?“) und zwei Kontrollfragen, bei denen du nicht vorkommen kannst.
- Nimm die Fragen aus echten Daten: aus der Search Console, aus Kundengesprächen, aus E-Mails. Für Opal-Schmiede habe ich die Fragen aus den häufigsten Suchanfragen der letzten 90 Tage abgeleitet.
- Frage in mehreren Diensten, ohne Verlauf und ohne Erinnerungen: bei ChatGPT im Temporären Chat, bei Gemini im Temporären Chat, bei Claude im Inkognito-Modus. Die Copilot-Suche lief bei mir ohne Anmeldung, den KI-Modus von Google rufst du für jede Frage neu auf.
- Notiere pro Antwort: Wirst du genannt, wirst du zitiert, wer wird stattdessen empfohlen, welche Quellen stehen dabei?
- Wiederhole das Ganze einmal im Monat mit denselben Fragen, jede Frage mindestens zweimal.
Die Quellen sind dabei wichtiger als die Nennung. Sie zeigen dir, welche Portale, Foren und Artikel in deiner Branche den Ausschlag geben, und damit, wo du hinmusst.
Was nicht wirkt oder schadet
Um GEO hat sich ein Markt gebildet, der viel verspricht. Einiges davon ist harmlos und nutzlos, anderes kann dir schaden.
Finger weg
- Bewertungen kaufen oder tauschen: verboten, wird gelöscht und kann abgemahnt werden. Die KI-Dienste lesen außerdem den Text der Bewertungen, nicht nur die Sterne.
- Versteckte Anweisungen für Crawler: weißer Text auf weißem Grund oder Sondertext nur für KI-Crawler. Das fällt unter die Google-Regeln zu verstecktem Text und Cloaking, und seit August 2026 nennt die Spam-Richtlinie ausdrücklich Versuche, generative KI-Antworten zu manipulieren.
- Erwähnungen einkaufen: gekaufte Plätze in Bestenlisten, bezahlte Forenbeiträge, Kommentare mit Zweitkonten. Google schreibt, unechte Erwähnungen seien nicht so hilfreich, wie es scheinen mag, weil die KI-Funktionen auf denselben Spam-Filtern aufbauen wie die Suche.
- KI-Texte in Masse: Hunderte Seiten ohne eigenen Mehrwert gelten als Spam, ob von Menschen oder Maschinen geschrieben. Was das bedeuten kann, steht im Beitrag zum Spam-Update September 2026.
Harmlos, aber überschätzt
- llms.txt: schadet nicht, wird von der Google-Suche aber ignoriert und von den KI-Suchcrawlern kaum abgerufen.
- Schema-Markup als KI-Hebel: sinnvoll für Sterne und Preise in den Suchergebnissen, für KI-Zitate ohne messbaren Effekt.
- Eigene Vergleichsseiten: „Wir gegen die Konkurrenz“ macht nur 2,2 Prozent der KI-Zitate aus. Fremde Vergleiche zählen mehr.
- Keyword-Dichte: Wiederholte Suchbegriffe senken die Sichtbarkeit in KI-Antworten eher.
Praxisbeispiel: Was Opal-Schmiede richtig macht
Opal-Schmiede ist ein Familienbetrieb aus Himmelpforten bei Stade, der Opale, Edelsteine und Schmuck aus eigener Werkstatt verkauft. Ich habe den Shop 2016 aufgebaut, 2023 von Gambio auf Shopware umgezogen und betreue ihn bis heute: Technik, Inhalte, Blog, eigene Module. Er hat heute rund 4.200 Seiten, darunter 100 Ratgeberartikel.
In unserem Test wurde Opal-Schmiede bei 23 von 46 Antworten auf die acht Opal-Fragen genannt oder zitiert, verteilt auf sechs Dienste:
| Dienst | Genannt oder zitiert | Stärkstes Beispiel |
|---|---|---|
| Google KI-Modus | 7 von 8 | Platz 1 unter „Spezialisierte Opal-Manufakturen (Empfohlen)“ |
| Copilot-Suche (Bing) | 5 von 8 | 19 von 20 Links auf den Tansanit-Artikel |
| Perplexity | 5 von 8 | erste Quelle bei „Opal echt erkennen“ und „Larimar Wirkung“ |
| Gemini | 3 von 8 | Platz 1 bei „Wo kann ich echten Opal-Schmuck online kaufen?“ |
| Claude | 2 von 6 | als spezialisierter Händler mit Link genannt |
| ChatGPT | 1 von 8 | Seriositätsprüfung mit Firmendaten; im normalen Chat einmal als Spezialist empfohlen |


Dazu kommen die Zahlen aus der Search Console und aus Semrush weiter oben. Gute Positionen in der normalen Google-Suche gibt es schon lange: Für „larimar wirkung“ steht Opal-Schmiede im Schnitt auf Position 1,9, für „tansanit preisentwicklung“ auf 2,3, für „schwarzer opal“ auf 2,3. Die KI-Sichtbarkeit baut direkt darauf auf. Was der Shop auf jeder Stufe der Treppe richtig macht:
- Stufe 0: Shopware liefert alle Inhalte serverseitig aus, über 23.000 Zeichen Text auf Startseite und Blogartikeln ohne JavaScript. Kein Crawler ist gesperrt.
- Stufe 1: 100 Ratgeberartikel beantworten genau die Fragen, die Kunden stellen: Wie erkenne ich einen echten Opal, was kostet er, welche Wirkung wird einem Stein zugeschrieben. Sie enthalten eigene Erfahrungswerte wie die Einkaufspreise beim Tansanit und nennen Grenzen offen. Die Produktseiten tragen Karat, Maße, Herkunft und Preis im Text.
- Stufe 2: 58 Google-Bewertungen mit 5 Sternen, auf der Startseite sichtbar, dazu Bewertungen auf ErfahrungenScout. Impressum, Händlerprofil bei eBay und Kontaktdaten stimmen überein. Auf Kritik wird öffentlich geantwortet.
- Stufe 3: Kunden empfehlen den Shop von sich aus, auf Reddit schon 2021. Die Antworten der KI-Dienste greifen genau die Begriffe auf, die den Shop unterscheiden: Manufaktur, Unikate, Familienbetrieb, Lichtbildzertifikat.


Und wo der Test die nächsten Hebel zeigt:
- Videos: Googles KI-Modus hat bei fünf der acht Opal-Fragen YouTube-Videos als Quelle verlinkt. Kurze Videos, in denen ein Opal gedreht und sein Farbspiel gezeigt wird, würden genau diese Lücke füllen.
- Unabhängige Belege: Bei der Frage nach Edelsteinen mit Zertifikat bevorzugten ChatGPT und Perplexity Händler mit Laborberichten unabhängiger Institute. Das Angebot einer externen Prüfung stärker herauszustellen, ist ein naheliegender Schritt.
- Bing Webmaster Tools: Der KI-Bericht mit den Grounding Queries zeigt, mit welchen Suchbegriffen Copilot nach Belegen sucht, und liefert damit Themen für neue Artikel.
Nichts davon ist ein Trick. Es ist das, was ein guter Fachhändler ohnehin tun sollte: erklären, was er weiß, offen sagen, was er nicht weiß, und Kunden zufriedenstellen, die dann darüber reden.
Welche Quellen in deiner Branche zählen
Je nach Branche und Dienst stützen sich die Antworten auf ganz unterschiedliche Quellen. Im folgenden Baustein kannst du für jede der fünf Branchen aus dem Test und jeden Dienst sehen, welche Arten von Quellen in den Antworten vorkamen und welche Domains am häufigsten. Die Zahlen stammen direkt aus unseren Testdaten.
Alle Werte als Tabelle
| Branche | Dienst | Antworten | Websites von Betrieben, Shops und Herstellern | Bewertungsportale und Verzeichnisse | Vergleichs-, Preis- und Vermittlungsportale | Magazine, Presse, Banken, Verbände, Behörden | Foren und Communitys | YouTube und soziale Netzwerke | ohne Quelle |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Opal und Edelsteine | Copilot-Suche (Bing) | 8 | 6 | 1 | 1 | 2 | 0 | 0 | 1 |
| Opal und Edelsteine | ChatGPT | 8 | 4 | 1 | 4 | 3 | 0 | 0 | 3 |
| Opal und Edelsteine | Google KI-Modus | 8 | 8 | 1 | 5 | 6 | 0 | 6 | 0 |
| Opal und Edelsteine | Gemini | 8 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 8 |
| Opal und Edelsteine | Perplexity | 8 | 8 | 2 | 5 | 6 | 0 | 0 | 0 |
| Opal und Edelsteine | Claude | 6 | 2 | 0 | 1 | 1 | 1 | 0 | 4 |
| Opal und Edelsteine | Alle Dienste | 46 | 28 | 5 | 16 | 18 | 1 | 6 | 16 |
| Dachdecker | Copilot-Suche (Bing) | 4 | 1 | 2 | 2 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Dachdecker | ChatGPT | 4 | 2 | 1 | 1 | 2 | 0 | 0 | 0 |
| Dachdecker | Google KI-Modus | 4 | 3 | 1 | 0 | 3 | 0 | 2 | 0 |
| Dachdecker | Gemini | 4 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 4 |
| Dachdecker | Perplexity | 3 | 1 | 2 | 2 | 1 | 0 | 0 | 0 |
| Dachdecker | Alle Dienste | 19 | 7 | 6 | 5 | 6 | 0 | 2 | 4 |
| Fahrzeugaufbereitung | Copilot-Suche (Bing) | 4 | 2 | 0 | 1 | 1 | 0 | 0 | 1 |
| Fahrzeugaufbereitung | ChatGPT | 4 | 3 | 1 | 1 | 0 | 0 | 0 | 1 |
| Fahrzeugaufbereitung | Google KI-Modus | 4 | 3 | 0 | 1 | 0 | 0 | 0 | 1 |
| Fahrzeugaufbereitung | Gemini | 4 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 4 |
| Fahrzeugaufbereitung | Perplexity | 2 | 2 | 2 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Fahrzeugaufbereitung | Alle Dienste | 18 | 10 | 3 | 3 | 1 | 0 | 0 | 7 |
| Kfz-Werkstatt | Copilot-Suche (Bing) | 4 | 1 | 2 | 2 | 1 | 0 | 0 | 0 |
| Kfz-Werkstatt | ChatGPT | 4 | 1 | 1 | 1 | 1 | 0 | 0 | 0 |
| Kfz-Werkstatt | Google KI-Modus | 4 | 3 | 2 | 2 | 1 | 2 | 2 | 0 |
| Kfz-Werkstatt | Gemini | 3 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 3 |
| Kfz-Werkstatt | Perplexity | 2 | 1 | 2 | 2 | 1 | 1 | 0 | 0 |
| Kfz-Werkstatt | Alle Dienste | 17 | 6 | 7 | 7 | 4 | 3 | 2 | 3 |
| Gartenmöbel | Copilot-Suche (Bing) | 4 | 3 | 0 | 3 | 2 | 0 | 0 | 1 |
| Gartenmöbel | ChatGPT | 4 | 3 | 0 | 2 | 0 | 0 | 0 | 1 |
| Gartenmöbel | Google KI-Modus | 4 | 3 | 0 | 0 | 2 | 0 | 2 | 1 |
| Gartenmöbel | Gemini | 3 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 3 |
| Gartenmöbel | Alle Dienste | 15 | 9 | 0 | 5 | 4 | 0 | 2 | 6 |
Zahlen: in wie vielen Antworten mindestens eine Quelle dieser Art verlinkt oder abgerufen wurde. Eine Antwort kann mehrere Arten enthalten.
Eigener Test vom 30.09. und 01.10.2026. Perplexity: 15 von 24 Fragen wegen des Limits für kostenlose Suchen, Claude: nur Opal-Fragen. Gemini zeigt keine Quellen an.

Drei Muster fallen sofort auf. Bei Opal und Edelsteinen dominieren die Websites von Händlern, weil viele Fragen Wissensfragen sind und Fachhändler die besten Ratgeber schreiben. Bei Dachdeckern und Werkstätten spielen Bewertungsportale und Verzeichnisse eine viel größere Rolle: Sie tauchen in rund jeder dritten Antwort auf, bei Opal nur in jeder neunten. Dazu kommen Vermittler wie MyHammer, FairGarage und Repareo. Und Gemini zeigt überhaupt keine Quellen an, obwohl seine Empfehlungen sichtbar aus Google-Daten stammen.
Was das für deine Branche heißt
Hier fasse ich zusammen, was der Test für die vier Branchen zeigt, und was ich einem Betrieb aus der Branche konkret raten würde. Die genannten Betriebe sind Beispiele aus den Antworten, keine Rangliste und keine Empfehlung von mir.
Dachdecker
Bei der Frage nach einem guten Dachdecker in Stade nannten alle fünf Dienste HC Dach- und Metallbau, vier von fünf Günter Brahmst und Bernd Barbig. Die Quellen unterschieden sich stark: Die Copilot-Suche nahm Bing-Firmendaten und WerKenntDenBesten, Perplexity fast nur Verzeichnisse wie Trustlocal und Gelbe Seiten, Googles KI-Modus die Google-Profile und fünf Firmen-Websites, ChatGPT Kartendaten und zwei Firmen-Websites. Bei der Kostenfrage kam kein einziger Dachdecker vor, bei der Notfallfrage entschieden Notdienst und Öffnungszeiten. Keiner der zehn geprüften Dachdecker nennt auf seiner Website Preise.

Was ich einem Dachdecker rate
- Google-Unternehmensprofil und Bing Places vollständig und identisch pflegen: Kategorien, Leistungen, Öffnungszeiten, Einzugsgebiet, Fotos von echten Baustellen.
- Einen Notdienst, den es gibt, überall sichtbar machen: im Profil, auf der Startseite, mit Telefonnummer im Text.
- Kunden nach dem Auftrag um eine Bewertung bitten und sie ermuntern zu beschreiben, was gemacht wurde: Flachdachsanierung, Dämmung, Reetdach. Diese Wörter landen in den Antworten.
- Die zwei oder drei Portale finden, die in deiner Region zitiert werden, und dort mit denselben Daten stehen. Im Test waren das vor allem WerKenntDenBesten, Trustlocal, Gelbe Seiten, Das Örtliche und MyHammer.
- Eine Seite pro Hauptleistung schreiben, mit Ablauf, typischer Dauer und echten Beispielprojekten aus deiner Region.
- Eine Kostenseite mit Preisspannen und drei durchgerechneten Beispielen. Damit bist du bei Kostenfragen die einzige Handwerkerseite unter lauter Portalen.
- Fakten nennen, die Vertrauen schaffen: Meisterbetrieb seit wann, Innungsmitglied, Anzahl Mitarbeiter, Zertifikate von Herstellern.
Ein Hinweis zum Firmennamen: Ein Betrieb in den Hamburger Antworten führt im Profil Leistungen und Stadtteil im Namen. Das kann kurzfristig helfen, verstößt aber gegen die Richtlinien für Google-Unternehmensprofile und kann zur Sperrung des Profils führen. Der Name im Profil muss der echte Name des Betriebs sein.
Fahrzeugaufbereiter
Die Fahrzeugaufbereiter waren die Branche mit den klarsten Ergebnissen. Bei der Keramikversiegelung in Hamburg standen mobiclean in allen fünf Diensten und JG Folierung in vier von fünf vorne, beide mit einer eigenen Leistungsseite für genau diese Leistung in Hamburg. Bei der Kostenfrage zitierte Googles KI-Modus fünf Websites von Betrieben, weil acht von zehn geprüften Aufbereitern Preise veröffentlichen. Bei „Keramik oder Wachs?“ bestand die Antwort der Copilot-Suche nur aus zwei Ratgebern von Aufbereitern. In Stade dagegen trennten sich die Welten: Bing nannte vier Betriebe aus seinen Firmendaten, die anderen Dienste ganz andere, mit Glanzliebe bei allen vier.
Was ich einem Fahrzeugaufbereiter rate
- Eine eigene Seite für jede Hauptleistung mit Ort: Keramikversiegelung, Innenraumaufbereitung, Lackaufbereitung, Leasingrückgabe.
- Pakete mit Preisen nach Fahrzeugklasse veröffentlichen, auch als „ab“-Preis. Das macht dich bei Kostenfragen bundesweit zur Quelle.
- Einen oder zwei Ratgeber schreiben, die Kunden wirklich fragen: Keramik oder Wachs, wie lange hält eine Versiegelung, was bringt eine Aufbereitung vor dem Verkauf.
- Herstellerzertifizierungen nennen und dafür sorgen, dass du in der Partnerliste des Herstellers stehst. Die KI-Dienste übernehmen solche Angaben und verlinken die Hersteller.
- Beide Firmenprofile pflegen, Google und Bing, mit Vorher-Nachher-Fotos. In Stade entschied das Profil darüber, in welcher Datenwelt du vorkommst.
- Vorher-Nachher-Videos mit sprechendem Titel auf YouTube hochladen. Googles KI-Modus zitiert YouTube regelmäßig.
Kfz-Werkstatt
Die Werkstatt-Fragen zeigen am deutlichsten, wie verschieden die Dienste arbeiten. ATN in Stade stand in allen fünf Diensten auf Platz 1, getragen von Profil und Bewertungen, obwohl die Website kaum Text hat. In Hamburg setzten ChatGPT und der KI-Modus die einzige Werkstatt mit veröffentlichtem Inspektionspreis an die Spitze. Perplexity stützte sich auf einen Motor-Talk-Thread und Bewertungstexte, Gemini auf Lob in Bewertungen, die Copilot-Suche auf lange Öffnungszeiten. Bei der Kostenfrage zum Zahnriemen gewannen die Vermittlungsportale FairGarage und Repareo, bei der Garantiefrage kamen neben dem ADAC vier Werkstatt-Websites mit Ratgebertexten vor.

Was ich einer Werkstatt rate
- Einstiegspreise veröffentlichen: Inspektion, Ölwechsel, Klimaservice, Bremsen, Zahnriemen für die häufigsten Modelle. Dazu offen, was nicht enthalten ist. Genau das hat ChatGPT als Grund für Platz 1 genannt.
- Kunden bitten, in der Bewertung zu schreiben, was ihnen wichtig war: ehrliche Beratung, Kostenvoranschlag eingehalten, keine unnötigen Reparaturen. Die Dienste beantworten „ehrlich“ und „günstig“ mit genau diesen Worten.
- Bei FairGarage, Repareo und den Werkstatt-Verzeichnissen mit Preisen und Leistungen vertreten sein. Bei Preisfragen sind sie die Hauptquelle.
- Ratgeber zu wiederkehrenden Fragen schreiben: Garantie in der freien Werkstatt, Vorbereitung auf die Hauptuntersuchung, Kosten typischer Reparaturen.
- In Foren wie Motor-Talk auf Fragen aus deiner Region antworten, offen als Werkstatt, mit Namen und ohne Werbung.
- Öffnungszeiten, Samstagstermine und Notdienst im Profil aktuell halten. Die Copilot-Suche wählte in Hamburg nach Öffnungszeiten aus.
Gartenmöbel: Hersteller und Händler
Bei den Gartenmöbeln trennen sich Hersteller und Händler. Die Frage nach hochwertigen Marken beantwortete die Copilot-Suche nur aus Markenlisten von Händlern und Vergleichsportalen, ChatGPT dagegen aus den Seiten der Hersteller. Bei der Frage, wo man gute Teak-Gartenmöbel kauft, stand Teak24 in allen vier Diensten, die wir dazu gefragt haben, mit Fakten von der eigenen Website: Familienunternehmen, Direktimporteur, zertifiziertes Teak, Versandkosten, Besichtigungszeiten. Bei der Frage nach Herstellern mit Produktion in Deutschland zitierten ChatGPT und der KI-Modus die Angaben der Hersteller zur eigenen Fertigung, und die Copilot-Suche zeigte ganz oben eine KI-generierte Rangliste.

Was ich einem Hersteller von Gartenmöbeln rate
- Klar und konkret schreiben, wo was gefertigt wird, seit wann und aus welchem Material. Die KI-Dienste übernehmen diese Angaben fast wörtlich, einschließlich der Einschränkungen.
- In Listen stehen, die zitiert werden: Gütesiegel wie das Goldene M, Verbandslisten, B2B-Verzeichnisse wie wlw.
- Händler mit gutem Material versorgen: Fakten, Bilder, Pflegehinweise. Deren Markenübersichten und Ratgeber sind die Quelle für die Markenfrage.
- Fachpresse, Tests und Messeberichte anstoßen. Unabhängige Quellen wiegen bei Empfehlungen schwerer als die eigene Seite.
- Materialwissen veröffentlichen: Haltbarkeit, Pflege, Zertifikate wie FSC. Wissensfragen wie „Teak oder Aluminium?“ werden aus solchen Texten beantwortet.
Was ich einem Händler für Gartenmöbel rate
- Eine ehrliche Markenübersicht und einen Materialvergleich schreiben, mit Jahreszahl und regelmäßig aktualisiert. Im Test zitierte die Copilot-Suche genau solche Seiten von Händlern.
- Die Fakten über den eigenen Betrieb auf die Startseite: Gründungsjahr, Familienunternehmen, Direktimport, Zertifikate, Versandkosten, Ausstellung mit Öffnungszeiten.
- Die Ausstellung als Google-Unternehmensprofil führen und Bewertungen sammeln, auch über Trusted Shops oder ein vergleichbares Siegel.
- Den Merchant-Center-Feed sauber halten: Material, Maße, Verfügbarkeit, Preis.
- Die robots.txt prüfen und die Such-Crawler OAI-SearchBot, Claude-SearchBot und PerplexityBot erlauben. Ein Händler aus dem Test sperrt PerplexityBot und kann deshalb in Perplexity nicht als Quelle erscheinen.
Wenn du wissen willst, wo du selbst stehst, hilft dir der folgende Fahrplan. Wähle deine Art von Betrieb und hake ab, was schon erledigt ist. Du bekommst die offenen Schritte in der Reihenfolge der Treppe, jeweils mit ungefährem Aufwand. Es wird nichts gespeichert und nichts übertragen.
Der Test: Methode offengelegt
Damit du die Ergebnisse einordnen kannst, hier alles zur Methode:
- Fragen: 24 Fragen in fünf Bereichen. Die acht Opal-Fragen habe ich aus den häufigsten Suchanfragen der Opal-Schmiede in der Search Console der letzten 90 Tage abgeleitet, darunter eine Frage zur Marke selbst. Für Dachdecker, Fahrzeugaufbereiter und Werkstätten je vier Fragen: eine lokal in Stade, eine in Hamburg, eine Kostenfrage, eine Ratgeberfrage. Für Gartenmöbel vier bundesweite Fragen.
- Zeitraum: 30. September und 1. Oktober 2026, gestellt aus dem Raum Stade.
- Dienste und Einstellungen: Copilot-Suche in Bing ohne Anmeldung (24 Fragen). ChatGPT im Temporären Chat, Denkstufe „Mittel“ (24). Googles KI-Modus mit angemeldetem Google-Konto (24). Gemini im Temporären Chat mit dem Modell Pro (22). Perplexity mit kostenlosem Konto (15, danach griff das Tageslimit für kostenlose Suchen). Claude mit Opus 5.5 im Inkognito-Modus (6 Opal-Fragen, danach habe ich wegen der Nutzungsgrenze abgebrochen).
- Auswertung: 115 Antworten. Für jede habe ich die verlinkten und abgerufenen Quellen, die genannten Betriebe und die Nennung von Opal-Schmiede erfasst. Drei frühe ChatGPT-Antworten im normalen Chat habe ich wegen des Chatverlaufs nicht mitgezählt.
- Crawler-Test: 45 Websites, die genannt oder zitiert wurden, abgerufen mit dem User-Agent des GPTBot und ohne JavaScript, dazu die robots.txt und bei Auffälligkeiten Vergleichsabrufe als Browser, Googlebot, OAI-SearchBot und ClaudeBot.
- Grenzen: Jede Frage lief pro Dienst in der Regel einmal. KI-Antworten schwanken, einzelne Ergebnisse können beim nächsten Mal anders aussehen. Die Zahlen sind Beobachtungen aus einer Stichprobe, keine Statistik über den Markt.
- Offenlegung: Ich betreue die Opal-Schmiede seit 2016 und bin damit nicht neutral. Keiner der anderen genannten Betriebe ist mein Kunde, und niemand hat für eine Erwähnung bezahlt.
Die Antworten, Screenshots und Abrufdaten liegen gespeichert vor. Jede Zahl aus dem Test wird beim Bauen dieser Seite automatisch gegen die Rohdaten geprüft.
Häufige Fragen
Was bedeutet GEO?
GEO steht für Generative Engine Optimization. Gemeint ist alles, was dafür sorgt, dass KI-Assistenten wie ChatGPT, Gemini, Perplexity, Copilot oder Googles KI-Modus dein Unternehmen kennen, richtig beschreiben, als Quelle verlinken und empfehlen.
Ist GEO dasselbe wie SEO?
Nein, aber es baut darauf auf. Google und Microsoft sagen beide, dass für KI-Antworten dieselben Grundlagen gelten wie für die normale Suche. Neu ist, dass mehrere Dienste mit eigenen Datenquellen dazukommen, dass fremde Quellen wie Bewertungen und Foren stärker zählen und dass Zitate nicht automatisch Besuche bringen.
Wie komme ich als lokaler Betrieb in ChatGPT vor?
Bei lokalen Fragen greift ChatGPT auf dieselben Daten zurück wie Google Maps. Ein vollständiges Google-Unternehmensprofil mit vielen aktuellen Bewertungen ist deshalb die Grundlage. Dazu eine Website, die OAI-SearchBot abrufen darf und die Leistungen, Ort und möglichst Preise im Text nennt. Für die Copilot-Suche brauchst du zusätzlich Bing Places.
Brauche ich eine llms.txt?
Für die Sichtbarkeit nicht. Google ignoriert die Datei, und die Such-Crawler der KI-Dienste rufen sie kaum ab. Sie schadet nicht, aber sie ersetzt keine der Stufen in diesem Beitrag.
Kann ich mich in KI-Antworten einkaufen?
In die Antworten selbst nicht. ChatGPT zeigt in einigen Ländern Anzeigen, die sind aber von den Antworten getrennt und gekennzeichnet. Wer versucht, Erwähnungen, Bewertungen oder Plätze in Bestenlisten zu kaufen, riskiert rechtlichen Ärger und Spam-Maßnahmen.
Wie schnell wirkt GEO?
Das hängt von der Stufe ab. Eine aufgehobene Crawler-Sperre oder ein vollständiges Firmenprofil kann innerhalb von Tagen wirken, weil die Dienste live suchen. Bewertungen, Leistungsseiten und Ratgeber brauchen Wochen bis Monate. Erwähnungen in Foren und Presse wirken langfristig, dafür am stärksten. Opal-Schmiede profitiert heute von Inhalten und Bewertungen aus zehn Jahren.
Wie messe ich, ob GEO wirkt?
Mit dem Bericht zu generativer KI in der Search Console, dem KI-Bericht in den Bing Webmaster Tools, den Verweisen von chatgpt.com, perplexity.ai und claude.ai in deiner Webanalyse und mit eigenen Testfragen, die du jeden Monat wiederholst. Werkzeuge wie Semrush liefern zusätzlich einen Verlauf.
Lohnt sich GEO auch für kleine Betriebe?
Gerade für sie. Im Test standen bei lokalen Fragen fast nur kleine Betriebe in den Antworten, und die Unterschiede zwischen ihnen waren klein und behebbar: ein vollständiges Profil, veröffentlichte Preise, eine Seite pro Leistung, Bewertungen mit Inhalt. Das kostet mehr Zeit als Geld.
Fazit
GEO ist keine neue Disziplin, die SEO ersetzt, sondern SEO mit mehr Empfängern und mehr Gewicht auf dem, was andere über dich sagen. Die Reihenfolge ist klar: Erst müssen die Crawler deine Seiten lesen können, dann müssen deine Seiten klare Fakten liefern, dann müssen Profile und Bewertungen sie bestätigen, und dann müssen Menschen über dich reden. Unser Test mit 115 Antworten passt in allen sechs Diensten zu dieser Treppe, nur mit unterschiedlichen Datenquellen. Wer auf jeder Stufe sauber steht, taucht auf, wie Opal-Schmiede, ATN in Stade oder mobiclean in Hamburg. Wer seine Seite für Crawler sperrt, keine Preise nennt oder nur ein halbes Profil pflegt, fehlt, auch wenn er gute Arbeit macht.
Wenn du wissen willst, wie dein Shop oder Betrieb in den KI-Diensten dasteht, schau dir meine Leistung GEO und KI-Sichtbarkeit an. Ich prüfe dieselben Punkte wie in diesem Beitrag, mit deinen eigenen Fragen.
Quellen
- Aggarwal et al.: GEO: Generative Engine Optimization (arXiv, 16.11.2023, KDD 2024)
- Google Search Central: KI-Funktionen und deine Website
- Google Search Central: Optimizing your website for generative AI features on Google Search
- Google Search Central: Spam-Richtlinien für die Google-Websuche
- Google: Common Crawlers und Google-Extended
- Search Console-Hilfe: Steuerung für generative KI-Funktionen
- Search Console-Hilfe: Leistungsbericht zu generativen KI-Funktionen
- Google Search Central Blog: Search Central Deep Dive Europe 2026 in Barcelona
- Björn Salewski auf LinkedIn: Folien vom Deep Dive Barcelona, 30.09.2026
- Microsoft: Bing Webmaster Guidelines
- Bing Webmaster Blog: Does Duplicate Content Hurt SEO and AI Search Visibility? (19.12.2025)
- Bing Webmaster Blog: Introducing AI Performance in Bing Webmaster Tools
- OpenAI: Searching the web with ChatGPT
- OpenAI: Shopping with ChatGPT Search
- OpenAI: Crawler und OAI-SearchBot
- Anthropic: Crawler und Sperrmöglichkeiten
- Perplexity: Crawler
- Vercel und MERJ: The rise of the AI crawler (17.12.2024)
- Cloudflare: Content Independence Day (01.07.2025)
- Ahrefs: We Studied 137,210 Domains to See If Anyone Uses llms.txt
- Search Engine Journal: Schema Markup Didn't Move AI Citations In Ahrefs Test
- Ahrefs: Self-Promotional Content Works Until It Backfires
- Ahrefs: Welche Seitenarten ChatGPT zitiert
- Search Engine Land: AI citations favor listicles, articles, product pages (Wix Studio)
- Semrush: The Most-Cited Domains in AI, a 3-Month Study (10.11.2025)
- Search Engine Land: What 9 million AI answers reveal about search visibility (Writesonic, 30.09.2026)
- Search Engine Land: ChatGPT and Google AI favor large retailers in shopping answers (Vaer AI, 30.09.2026)
- Search Engine Journal: Uberall-Studie zu KI-Nennungen lokaler Standorte (gesponsert, 10.09.2026)
- BrightLocal: Local Consumer Review Survey 2026
- Gesetze im Internet: Anhang zu § 3 Absatz 3 UWG, Nummern 23b und 23c
- Reddit r/hamburg: Juwelier für Eheringe, Erfahrungen?
- Motor-Talk: Werkstatt in Hamburg
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