Start / Magazin / KI, Automatisierung & Reporting
Google Search Console richtig lesen: Anleitung 2026
ArtikelKI, Automatisierung & Reporting15.07.2025/img/magazin/search-console-richtig-lesen.webp
Alles auf einen Blick
- Die linke Leiste hat zwölf Bereiche. Der Leistungsbericht beantwortet, wie oft du gezeigt und geklickt wurdest, die Seitenindexierung, ob du überhaupt im Index bist. Die URL-Prüfung klärt das für eine einzelne Adresse.
- Die Durchschnittsposition ist der Mittelwert der jeweils obersten Position. Bei pastaweb.de liegt sie auf dem Handy bei 5,2 und am Computer bei 26,7, bei denselben Seiten. Lies Verläufe, keine Nachkommastellen.
- Rund 44 % der Klicks von pastaweb.de stammen aus Suchanfragen, die Google nicht anzeigt. Sobald du nach Suchanfragen filterst, fallen sie aus allen Summen heraus. Der Export zeigt höchstens 1.000 Zeilen, bei pastaweb.de 32,5 % der Klicks.
- Regex steckt unter „Filter hinzufügen“, „Suchanfrage“, „Benutzerdefiniert (Regex)“. Google nutzt die RE2-Syntax, sucht standardmäßig Teiltreffer und ignoriert Groß- und Kleinschreibung. Du findest hier 16 Muster zum Kopieren und einen Baukasten.
- Longtail heißt wenig Suchvolumen, nicht viele Wörter. Die Wortzahl ist aber ein guter Ersatz: Bei pastaweb.de bringen Suchanfragen mit drei und mehr Wörtern 69 % der sichtbaren Klicks und die besseren Positionen.
- KI-Übersichten und der KI-Modus stecken im normalen Leistungsbericht. Folgefragen im KI-Modus zählt Google als neue Suchanfrage. Bei pastaweb.de tauchen deshalb Suchanfragen wie „ja“ (608 Impressionen) oder „gib mir ein einfaches, frisches chicorée-salat-rezept, das nicht bitter schmeckt.“ auf.
- Seit Ende 2024 neu: 24-Stunden-Ansicht, Wochen- und Monatsansicht, Anmerkungen, Suchanfragen-Gruppen, Markenfilter, KI-gestützte Konfiguration, Plattform-Properties für Instagram, TikTok, X und YouTube, der Bericht „Generative KI“ und der Suchtyp „Multimodal“.
Inhaltsverzeichnis20 Abschnitte
- Wie ist die Search Console aufgebaut?
- Wie lege ich eine Property an: Domain oder URL-Präfix?
- Was zeigen Übersicht, Statistiken und Erfolge?
- Wie lese ich den Leistungsbericht?
- Wie filtere ich mit Regex in der Search Console?
- Shorttail, Midtail, Longtail: Was zeigt die Search Console?
- Wie finde ich Fragen, Marke und Themen?
- Was zeigt die Search Console zu KI-Übersichten, KI-Modus und GEO?
- Was zeigen die Berichte Discover und Google News?
- Wie nutze ich die URL-Prüfung?
- Was zeigen Seiten, Videos, Sitemaps und Entfernen?
- Was prüfen Core Web Vitals und HTTPS?
- Was zeigen die Berichte unter Verbesserungen?
- Was steht unter Sicherheit, Links und Erfolge?
- Welche Einstellungen sollte ich kennen?
- Welche Fallen verzerren jede Auswertung?
- Welche Routine lohnt sich?
- Was zeigt die Search Console grundsätzlich nicht?
- Häufige Fragen
- Quellen
Die Google Search Console ist das einzige Werkzeug, das dir Googles eigene Zahlen zu deiner Website zeigt: wie oft du gefunden wurdest, bei welchen Suchanfragen, welche Seiten im Index sind und welche nicht. Sie ist kostenlos, und trotzdem nutzen die meisten nur zwei Kacheln und ein Diagramm. Dabei stecken links in der Leiste zwölf Bereiche, und im Leistungsbericht ein Filter, mit dem du Suchanfragen nach Mustern sortierst: nach Fragen, nach Wortzahl, nach Marke und inzwischen sogar nach Gesprächen aus dem KI-Modus.
In dieser Anleitung gehe ich die Search Console Menüpunkt für Menüpunkt durch, mit Screenshots, Klickwegen und drei kurzen Videos. Alle Beispiele stammen aus pastaweb.de, meinem Rezeptportal, das ich als KI-Testprojekt ohne große Optimierung aufgebaut habe. In 16 Monaten kamen dort 561.542 Klicks aus der Google-Suche zusammen, am 23.12.2025 allein 3.008 an einem Tag. Die Zahlen sind also echt und groß genug, dass jeder Filter etwas zeigt. Stand: 30. September 2026.
Den Einbruch am 21. August 2026 siehst du in fast jedem Diagramm dieses Beitrags: von 923 Klicks am Vortag auf 195. Er kam direkt nach dem August-Spam-Update von Google, das am 18.08.2026 begann und knapp drei Tage lief. Was dahintersteckt und warum pastaweb.de bei Bing und DuckDuckGo weiterläuft, habe ich in Google hat meine Affiliate-Seiten abgestraft, Bing nicht und im Beitrag zum Spam-Update aufgeschrieben. Für diese Anleitung ist der Einbruch sogar nützlich: An ihm lässt sich zeigen, wie Vergleiche, Filter und die KI-Berichte reagieren.
Wie ist die Search Console aufgebaut?
Alles, was du brauchst, erreichst du über die linke Leiste. Oben wählst du die Property, also die Website. Darunter folgen drei Einzelpunkte und dann Gruppen, die du auf- und zuklappen kannst. Welche Punkte unter „Verbesserungen“ stehen, hängt von deiner Website ab: Bei pastaweb.de stehen dort Rezepte, bei einem Online-Shop Produkt-Snippets, Händlereinträge und Händlermöglichkeiten. Einen Menüpunkt „Google News“ bekommst du nur, wenn deine Seiten dort überhaupt erscheinen.

| Nr. | Menüpunkt | Die Frage, die er beantwortet |
|---|---|---|
| 1 | Property-Auswahl | Welche Website sehe ich gerade, und wie lege ich eine neue an? |
| 2 | Übersicht | Ist gerade irgendetwas auffällig? Leistung, Indexierung, Empfehlungen auf einer Seite. |
| 3 | Statistiken | Welche Inhalte und Suchanfragen laufen gerade besser oder schlechter, ohne dass ich Filter setze? |
| 4 | URL-Prüfung | Kennt Google diese eine Adresse, wann wurde sie gecrawlt, welche kanonische URL gilt? |
| 5 | Leistung | Wie oft wurde meine Website gezeigt und geklickt, bei welchen Suchanfragen, auf welcher Position? Dazu Generative KI, Discover und Google News. |
| 6 | Indexierung | Welche Seiten und Videos sind im Index, welche nicht und warum? Dazu Sitemaps und das Werkzeug zum Entfernen. |
| 7 | Nutzerfreundlichkeit | Wie schnell und stabil laden meine Seiten für echte Chrome-Nutzer, läuft alles über HTTPS? |
| 8 | Verbesserungen | Hat Google meine strukturierten Daten verstanden, oder blockiert ein Fehler das Rich-Suchergebnis? |
| 9 | Sicherheit & manuelle Maßnahmen | Hat ein Mensch bei Google meine Website abgestraft, oder wurde sie gehackt? |
| 10 | Links | Welche Seiten verlinken auf mich, und wie verlinke ich intern? |
| 11 | Erfolge | Welche Meilensteine hat die Website erreicht? |
| 12 | Einstellungen | Wem gehört die Property, wer darf hinein, wie oft crawlt Google, darf Google meine Inhalte in KI-Antworten zeigen? |
Ganz oben neben dem Logo sitzt außerdem ein Suchfeld mit dem Text „Jede URL in … prüfen“. Das ist die Abkürzung zur URL-Prüfung, dazu weiter unten mehr.
Wie lege ich eine Property an: Domain oder URL-Präfix?
Eine Property ist in der Search Console die Einheit, für die Daten gesammelt werden. So legst du eine an:
- Klicke links oben auf die Property-Auswahl und dann auf Property hinzufügen.
- Wähle Website hinzufügen. Seit Juli 2026 stehen darunter auch Instagram, TikTok, X und YouTube, dazu gleich mehr.
- Entscheide dich zwischen Domain und URL-Präfix und trag die Adresse ein.
- Bestätige, dass die Website dir gehört. Für eine Domain-Property geht das nur über einen TXT-Eintrag im DNS, für ein URL-Präfix auch über eine HTML-Datei, ein Meta-Tag, Google Analytics oder den Tag Manager.



| Merkmal | Domain-Property | URL-Präfix-Property |
|---|---|---|
| Beispiel | pastaweb.de | https://pastaweb.de/ |
| Deckt ab | alle Subdomains und Protokolle, also auch www., m. und http | nur genau diese Adresse samt Protokoll und allem darunter |
| Bestätigung | nur DNS | HTML-Datei, Meta-Tag, Analytics, Tag Manager oder DNS |
| Wofür gut | die Gesamtsicht, Umzüge von http auf https oder von www. auf ohne | einzelne Bereiche wie /blog/ oder /de/, wenn kein DNS-Zugang da ist |
Zwei Dinge, die selten jemand weiß. Erstens sammelt Google Daten ab dem Moment, in dem die Property in irgendeinem Konto angelegt wurde, schon vor der Bestätigung, und so lange, wie mindestens ein Nutzer sie im Konto hat. Leg also lieber heute an als morgen. Zweitens kann ein Konto bis zu 1.000 Properties verwalten. Mein Rat: Leg eine Domain-Property an und zusätzlich URL-Präfix-Properties für die Bereiche, die du getrennt beobachten willst. Ein paar Auswertungen, etwa der Markenfilter, gibt es nur auf oberster Ebene, nicht für Unterpfade.
Neu: Plattform-Properties für Instagram, TikTok, X und YouTube
Seit dem 07.07.2026 kannst du auch Social-Media-Konten als Property anlegen, seit dem 29.07.2026 weltweit. Du siehst dann, bei welchen Suchanfragen deine Posts und Videos in der Google-Suche, in Discover und in Google News auftauchen, mit Klicks, Impressionen und einem eigenen Statistikbericht. Es ist die erste Property, für die du keine eigene Website brauchst.
Was zeigen Übersicht, Statistiken und Erfolge?
Diese drei Seiten sind für den schnellen Blick gedacht. Sie rechnen nichts Neues, sie fassen zusammen.
Übersicht
Die Übersicht ist die Startseite jeder Property. Oben steht der Klickverlauf der letzten drei Monate, darunter „Empfehlungen“, die Google selbst aus deinen Daten ableitet, dann die Zahl der indexierten und nicht indexierten Seiten, die Core Web Vitals, HTTPS und die erkannten strukturierten Daten. Jede Karte führt mit „Vollständiger Bericht“ in den passenden Bericht. Die Empfehlungen gibt es seit August 2024. Bei pastaweb.de steht dort gerade ein deutlicher Hinweis: Bei 100 % der Seiten verschiebt sich das Layout beim Laden. Dazu mehr bei den Core Web Vitals.

Statistiken
Statistiken ist der frühere Bericht „Search Console Insights“. Seit dem 30.06.2025 steckt er direkt in der Search Console. Er vergleicht immer mit dem Zeitraum davor und zeigt in Karten: Klicks und Impressionen, „Meine Inhalte“ mit den Reitern Top, Aufwärtstrend und Abwärtstrend, „Suchanfragen, die zu meiner Website führen“, die stärksten Länder, den Anteil markenbezogener Klicks und weitere Traffic-Quellen wie die Bildersuche.

Die interessanteste Karte ist die mit den Suchanfragen. Seit dem 27.10.2025 fasst Google dort ähnliche Suchanfragen zu Gruppen zusammen, mit KI, samt Tippfehlern und Umformulierungen. Unter „pfifferlinge mit speck und zwiebeln“ stecken bei pastaweb.de 25 Varianten, von „pfifferling pfanne mit speck und zwiebeln“ bis „gebratene pfifferlinge mit speck und zwiebeln“. Das ist die schnellste Art, Themen statt Einzelbegriffe zu sehen. Laut Google verändern sich die Gruppen mit der Zeit und haben keinen Einfluss auf das Ranking.

Erfolge
Erfolge zeigt Meilensteine, etwa eine bestimmte Zahl an Klicks in 28 Tagen. Bei pastaweb.de steht dort der Meilenstein von 60.000 Klicks in 28 Tagen, erreicht am 31.12.2025, und der nächste bei 70.000. Für die Analyse bringt die Seite nichts, für die Motivation schon. Und sie ist ein schöner Beleg in einem Reporting, weil Google das Datum festhält.

Wie lese ich den Leistungsbericht?
Den Leistungsbericht öffnest du links unter Leistung, Google Suche-Ergebnisse. Er ist das Herz der Search Console. Auf dem Screenshot siehst du die sieben Bedienelemente, die du kennen musst:

- Zeitraum: 24 Stunden, 7 Tage, 28 Tage, 3 Monate oder über „Mehr“ 6, 12, 16 Monate und ein eigener Zeitraum. Standard sind drei Monate.
- Suchtyp: Web, Bild, Video oder News, bei Web zusätzlich textbasiert oder multimodal.
- Filter hinzufügen: nach Suchanfrage, Seite, Land, Gerät oder Darstellung in der Suche, auch mit Regex.
- KI-gestützte Konfiguration: Du beschreibst in einem Satz, was du sehen willst, und die Search Console stellt die Filter ein.
- Kennzahlen: Klicks, Impressionen, durchschnittliche CTR und durchschnittliche Position. Ein Klick auf eine Kachel blendet sie im Diagramm ein oder aus.
- Zeitliche Auflösung: stündlich, täglich, wöchentlich oder monatlich.
- Exportieren: Google Sheets, Excel oder CSV.
Unter dem Diagramm folgt die Tabelle mit sechs Reitern: Suchanfragen, Seiten, Länder, Geräte, Darstellung in der Suche und Tage. Die Tabelle ist das eigentliche Arbeitswerkzeug.
Zeitraum: von 24 Stunden bis 16 Monate
Die Chips oben decken die üblichen Zeiträume ab. Über Mehr öffnet sich ein Dialog mit zwei Reitern: Filtern für einen einzelnen Zeitraum und Vergleichen für zwei. Länger als 16 Monate geht nicht. Was du in zwei Jahren noch vergleichen willst, musst du heute exportieren.


Die 24-Stunden-Ansicht gibt es seit Dezember 2024. Sie zeigt Daten schon nach wenigen Stunden, stündlich und in deiner lokalen Zeitzone. Alle anderen Ansichten laufen in Pacific Time, neun Stunden hinter deutscher Zeit. Ein „Tag“ in der Search Console beginnt für dich deshalb um 9 Uhr morgens. Die jüngsten Werte sind vorläufig und erscheinen als gepunktete Linie, vollständig sind die Daten meist nach zwei bis drei Tagen. Wenn sich ein Wert über Nacht noch ändert, ist das keine Ranking-Bewegung, sondern Nachlieferung.
Suchtyp: Web, Bild, Video, News und multimodal
Der Chip Suchtyp entscheidet, welchen Teil der Google-Suche du siehst. „Bild“, „Video“ und „News“ sind die entsprechenden Tabs der Suche. „Web“ ist die normale Ergebnisseite, und dort gibt es seit dem 24.09.2026 zwei Unterpunkte: Textbasiert für getippte Suchen und Multimodal für Suchen mit einem Bild, etwa mit Google Lens oder Circle to Search. Voreingestellt ist „Web (Text)“. Was der neue Filter zeigt, steht ausführlich im Beitrag zum Multimodal-Filter.

Wichtig für jede Auswertung: Die Summen der Suchtypen darfst du nicht addieren, und im Diagramm gibt es keine Gesamtsumme über alle Suchtypen. Wer „die Klicks aus Google“ berichten will, muss sagen, welchen Suchtyp er meint.
Die vier Kennzahlen: Klicks, Impressionen, CTR, Position
Die vier farbigen Kacheln sind Schalter. Ein Klick blendet die Kennzahl im Diagramm ein oder aus. Mit allen vier wird das Diagramm unübersichtlich, weil jede Linie ihre eigene Skala hat. Für den Alltag reichen Klicks und Impressionen, für die Positionssuche Position und CTR.

| Kennzahl | Was Google zählt | Worauf du achten musst |
|---|---|---|
| Klicks | Klicks aus der Suche auf eine Seite außerhalb von Google. Klickt jemand, geht zurück und klickt denselben Treffer noch mal, bleibt es ein Klick. | Klicks auf Anzeigen zählen nicht, ebenso wenig Klicks, die innerhalb von Google eine neue Suche auslösen. |
| Impressionen | Ein Link zu deiner Seite stand auf der ausgelieferten Ergebnisseite, egal ob jemand bis dorthin gescrollt hat. | In Karussells und aufklappbaren Elementen muss der Link erst sichtbar werden. Eine Impression ist eine Gelegenheit, kein Beweis, dass jemand hingeschaut hat. |
| CTR | Klicks geteilt durch Impressionen. | So verlässlich wie die Impressionen darunter. Rankst du neu für einen allgemeinen Begriff auf Position 40, fällt die CTR, obwohl nichts schlechter wurde. |
| Position | Der Durchschnitt der jeweils obersten Position deiner Website über alle Impressionen. | Nur eine Position pro Suche zählt, und nur, wenn es eine Impression gab. Ein Ergebnis auf Seite drei, zu der niemand blättert, taucht gar nicht auf. |
Die Position ist die Zahl, die am häufigsten falsch gelesen wird. Googles eigenes Beispiel: Deine Website erscheint bei einer Suche auf 2, 4 und 6, bei einer zweiten auf 3, 5 und 9. Gezählt werden 2 und 3, der Durchschnitt ist 2,5. Ein zusammengesetztes Element belegt genau eine Position, eine KI-Übersicht zum Beispiel: Alle Links darin bekommen dieselbe. Und weil der Durchschnitt über sehr unterschiedliche Suchen läuft, trügt er schnell. Bei pastaweb.de liegt die Durchschnittsposition auf dem Handy bei 5,2, am Computer bei 26,7, bei denselben Seiten im selben Zeitraum. Warum, verrät der Bericht nicht, aber der Unterschied zeigt, wie wenig eine einzige Durchschnittszahl für die ganze Website sagt. Der Rechner zeigt, wie stark ein einziger neuer Begriff den Durchschnitt verschiebt:
Täglich, wöchentlich oder monatlich?
Rechts über dem Diagramm steht standardmäßig Täglich. Seit dem 10.12.2025 kannst du dort auf Wöchentlich oder Monatlich umstellen, in der 24-Stunden-Ansicht auf Stündlich. Die Wochenansicht glättet den Wochenrhythmus, den fast jede Website hat. Bei pastaweb.de liegen Samstag und Sonntag gut 20 % über den Werktagen, weil am Wochenende gekocht und gebacken wird. Wochen laufen in der Search Console von Sonntag bis Samstag, Monate sind Kalendermonate. Beginnt dein Zeitraum mitten in der Woche, sind der erste und der letzte Punkt unvollständig und fallen deshalb scheinbar ab.


Anmerkungen: Änderungen direkt im Diagramm festhalten
Seit dem 17.11.2025 kannst du eigene Anmerkungen ins Diagramm setzen: Rechtsklick auf einen Tag im Diagramm, Datum bestätigen, bis zu 120 Zeichen Text. Als Alternative nennt die Search Console selbst die Tastenkombination ⌘ und Enter auf dem Mac. Schreib dort hinein, was du geändert hast: neues Theme, Umzug, neue Kategorie, Beginn einer Agentur. Ein halbes Jahr später weißt du sonst nicht mehr, warum die Kurve an dieser Stelle knickt. Beachte: Jeder mit Zugriff auf die Property sieht deine Anmerkungen, also keine persönlichen Daten hineinschreiben. Die grauen Kreise mit einer Zahl unter der Zeitachse sind Vermerke: deine eigenen Anmerkungen oder Hinweise von Google, etwa zu Änderungen in der Datenerfassung. Ein Klick darauf zeigt den Text.

Die Tabelle: sechs Reiter
Unter dem Diagramm liegt die Tabelle. Sie ist nach Klicks sortiert, ein Klick auf eine Spaltenüberschrift sortiert um. Die Reiter:
- Suchanfragen: die Begriffe, bei denen du erschienen bist. Hier fehlen die anonymisierten Suchanfragen, dazu gleich mehr.
- Seiten: deine URLs. Google ordnet die Werte der kanonischen URL zu, nicht unbedingt der Adresse, die jemand angeklickt hat.
- Länder und Geräte: Computer, Mobil, Tablet. Bei pastaweb.de kommen 88 % der Klicks vom Handy.
- Darstellung in der Suche: in welcher Form du erschienen bist, etwa als Rezeptgalerie, Produkt-Snippet, Video oder mit Rezensionssternen.
- Tage, je nach Auflösung Wochen oder Monate: die Werte pro Zeiteinheit, ideal zum Kopieren in eine Tabelle.

Eine Eigenheit, die jede zweite Auswertung verwirrt: Das Diagramm zählt immer pro Property, die Tabelle je nach Reiter. Suchanfragen, Länder, Geräte und Tage zählen pro Property, Seiten und Darstellung in der Suche pro Seite. Stehen drei deiner Seiten auf den Plätzen 1, 2 und 3 und jemand klickt eine davon an, zählt die Property eine Impression, einen Klick, also 100 % CTR, und Position 1. Die Seitenansicht zählt drei Impressionen und einen Klick, also 33 % CTR, und jede Seite mit ihrer eigenen Position, im Schnitt 2. Beide Zahlen stimmen. Bei pastaweb.de ergeben „Rezeptgalerie“ (448.837 Klicks) und „Rich-Suchergebnisse für Rezept“ (161.493 Klicks) zusammen 610.330 Klicks, mehr als die 561.542 im Diagramm. Viele Klicks stecken in beiden Zeilen, weil eine Seite in derselben Suche in mehreren Formen erscheinen kann.
Filter setzen
Über Filter hinzufügen engst du alles ein, Diagramm und Tabelle zugleich. Zur Wahl stehen Suchanfrage, Seite, Land, Gerät und Darstellung in der Suche. Filter lassen sich kombinieren, etwa „Land: Deutschland“ und „Gerät: Mobil“. Einen Filter entfernst du über das x an seinem Chip, Suchtyp und Zeitraum bleiben immer gesetzt. Der schnellste Filter ist übrigens ein Klick auf eine Tabellenzeile: Er setzt genau diesen Wert als Filter.


Für Suchanfragen und Seiten gibt es vier Arten:
- Suchanfragen mit und Suchanfragen ohne suchen eine Zeichenfolge irgendwo im Begriff. „airfryer“ findet auch „gänsekeule im airfryer“. Groß- und Kleinschreibung spielen keine Rolle, Leerzeichen schon.
- Exakte Anfrage findet nur genau diesen Begriff.
- Benutzerdefiniert (Regex) sucht nach einem Muster, dazu gibt es unten einen eigenen Abschnitt.
Sobald du nach Suchanfragen filterst, erscheint über dem Diagramm der Hinweis: „Wenn Filter angewendet werden, sind Summenwerte im Diagramm und Tabellenergebnisse möglicherweise unvollständig.“ Das ist ernst gemeint. Die anonymisierten Suchanfragen fallen in diesem Moment aus allen Summen heraus.
Vergleichen: zwei Zeiträume, zwei Länder, zwei Geräte
Fast jeder Filter-Dialog hat den Reiter Vergleichen. Damit stellst du zwei Werte gegeneinander: zwei Zeiträume, zwei Suchanfragen, zwei Länder, Mobil gegen Computer, textbasiert gegen multimodal. Es gibt immer nur einen Vergleich gleichzeitig, ein neuer ersetzt den alten. Das Video zeigt den Weg für zwei Zeiträume:
- Klicke auf den Zeitraum-Chip, bei drei Monaten heißt er Mehr.
- Wechsle auf den Reiter Vergleichen.
- Wähle eine Vorgabe, etwa „Letzte 3 Monate mit vorherigem Zeitraum vergleichen“ oder „mit dem entsprechenden Zeitraum im Vorjahr“, oder zwei eigene Zeiträume. Dann Anwenden.
- Die Kacheln zeigen beide Werte, das Diagramm eine durchgezogene Linie für jetzt und eine gestrichelte für vorher.
- Die Tabelle bekommt Spalten für beide Zeiträume und eine Spalte Differenz, nach der du sortieren kannst.


Zwei Regeln für saubere Vergleiche. Stell bei Zeiträumen auf wöchentlich oder monatlich, das empfiehlt Google selbst. Sonst vergleicht das Diagramm am Rand einen Montag mit einem Samstag. Und vergleiche Saisonthemen mit dem Vorjahr, nicht mit dem Vormonat. Dass „pfifferlinge“ im September gewinnt, sagt nichts über die Website und viel über den Wald.
Tabelle filtern und sortieren: die Chancen-Liste
Rechts über der Tabelle sitzt ein unscheinbares Filtersymbol, „Tabellenzeilen filtern“. Es filtert nur die Tabelle, nicht das Diagramm, und zwar nach Suchanfrage, Klicks, Impressionen, CTR oder Position, jeweils mit „Ist gleich“, „Ist nicht gleich“, „Größer als“ oder „Kleiner als“. Damit baust du die nützlichste Liste der ganzen Search Console: Suchanfragen mit Position größer als 4, sortiert nach Impressionen.


Die Liste zeigt, wo Arbeit sich lohnt. „orzo“ hatte bei pastaweb.de 82.082 Impressionen, aber nur 90 Klicks, bei Position 6,8. Die Frage „wie lange brauchen rohe kartoffeln in der heißluftfritteuse“ kam auf 21.034 Impressionen und 91 Klicks. Solche Begriffe sind nah dran: ein besserer Titel, eine direkte Antwort im ersten Absatz, ein eigener Abschnitt zur Frage. Wie viel ein paar Plätze bringen, zeigen die exportierten Suchanfragen von pastaweb.de, nach Position gruppiert:
Alle Werte als Tabelle
| Position | Suchanfragen | Klicks | Impressionen | Klickrate |
|---|---|---|---|---|
| 1,0 bis 1,5 | 203 | 46.412 | 401.220 | 11,6 % |
| 1,5 bis 2,5 | 345 | 78.702 | 706.430 | 11,1 % |
| 2,5 bis 3,5 | 191 | 25.366 | 410.787 | 6,2 % |
| 3,5 bis 5,5 | 171 | 20.741 | 397.505 | 5,2 % |
| 5,5 bis 10,5 | 80 | 10.277 | 417.559 | 2,5 % |
| 10,5 bis 20,5 | 10 | 753 | 16.941 | 4,4 % |
Eigene Daten aus der Google Search Console (pastaweb.de), Export vom 30.09.2026. Die letzte Gruppe hat nur zehn Suchanfragen und ist deshalb kaum aussagekräftig. Rezept-Suchen haben viele Rich-Suchergebnisse, die Werte lassen sich nicht auf andere Branchen übertragen.
Zwischen Position 6 und Position 3 liegt bei pastaweb.de mehr als das Doppelte an Klickrate, 2,5 gegen 6,2 Prozent. Auf den Plätzen 1 und 2 sind es rund 11 Prozent. „orzo“ liegt mit 0,1 Prozent weit unter dem Schnitt seiner Gruppe. Liegt ein Begriff so weit darunter, lohnt ein Blick auf die Suchergebnisseite selbst: Oft beantworten Bilder, Shops oder eine KI-Übersicht die Frage schon, dann hilft ein besserer Platz allein wenig.
Von der Suchanfrage zur Seite
Welche Seite rankt eigentlich für einen Begriff? Klick in der Tabelle auf die Suchanfrage. Die Search Console setzt sie als Filter und springt auf den Reiter Seiten. Stehen dort zwei Seiten mit ähnlich vielen Impressionen, konkurrieren sie womöglich miteinander. Umgekehrt geht es auch: Klick auf eine Seite, dann auf „Suchanfragen“, und du siehst alle Begriffe, mit denen diese eine URL gefunden wird.
KI-gestützte Konfiguration: Filter per Satz
Neben „Filter hinzufügen“ sitzt ein blaues Symbol mit einem kleinen Stern. Es öffnet die KI-gestützte Konfiguration, seit dem 04.12.2025 als Experiment bei einem Teil der Websites. Du schreibst in ein Feld, was du sehen willst, und bekommst einen Vorschlag für Filter, Vergleich und Kennzahlen, den du mit Anwenden übernimmst. Ich habe geschrieben: „Zeige mir Suchanfragen mit mindestens sechs Wörtern, letzte 3 Monate, Klicks und Impressionen“. Die Search Console hat daraus diesen regulären Ausdruck gebaut: ^([^ ]* ){5,}[^ ]*$. Er ist korrekt. Ergebnis bei pastaweb.de: 1.627 Klicks und 38.074 Impressionen aus Suchanfragen mit sechs und mehr Wörtern in drei Monaten.


Die Grenzen: höchstens 20 Anfragen pro Tag und Person, nur im Bericht für die Suchergebnisse, nicht für Discover oder News. Das Werkzeug kann nicht sortieren, nicht exportieren und keine Tabellenfilter setzen. Google schreibt selbst, dass es Filter falsch verstehen kann, und empfiehlt, jeden Vorschlag zu prüfen. Genau dafür lohnt es sich, Regex lesen zu können. Deine Eingaben nutzt Google laut Hilfe nicht zum Training seiner Modelle.
Exportieren: 1.000 Zeilen und eine Falle in Google Sheets
Oben rechts steht Exportieren mit drei Zielen: Google Sheets, Excel-Datei und CSV-Datei. Exportiert werden die Werte des Diagramms und die Reiter Suchanfragen, Seiten, Länder, Geräte und Darstellung in der Suche, dazu ein Blatt mit den gesetzten Filtern. Die Oberfläche gibt pro Reiter höchstens 1.000 Zeilen heraus. Über die Search-Console-API sind es bis zu 50.000 Zeilen pro Tag, Suchtyp und Property, über den Bulk-Datenexport nach BigQuery alles, was Google speichert.


Die Falle auf dem unteren Bild habe ich beim Schreiben selbst erwischt. Der Export nach Google Sheets schreibt Dezimalzahlen mit Punkt. In einer Tabelle mit deutschen Ländereinstellungen wird daraus Text, und Werte wie 2.01 werden als Datum gelesen. Mit dieser Spalte rechnet keine Formel richtig. Nimm für Auswertungen die CSV-Datei und stell beim Importieren das Dezimaltrennzeichen auf Punkt, oder prüf die Spalte Position vor dem ersten Diagramm. Die Klicks und Impressionen sind ganze Zahlen und davon nicht betroffen.
Wie filtere ich mit Regex in der Search Console?
Ein regulärer Ausdruck, kurz Regex, ist ein Suchmuster. Statt „enthält airfryer“ sagst du zum Beispiel: „beginnt mit einem Fragewort“, „hat mindestens fünf Wörter“ oder „enthält airfryer, air fryer oder heißluft“. Die Search Console kann das seit dem 07.04.2021, das Gegenstück „Stimmt nicht mit dem Regex überein“ kam am 02.06.2021 dazu. Für viele Auswertungen in diesem Beitrag ist Regex der einzige Weg.
- Klicke im Leistungsbericht oben auf Filter hinzufügen und wähle Suchanfrage oder Seite.
- Öffne die Auswahl Suchanfragen mit und wähle Benutzerdefiniert (Regex).
- Darunter entscheidest du zwischen Stimmt mit dem Regex überein und Stimmt nicht mit dem Regex überein.
- Trag das Muster ins Feld ein und klicke auf Anwenden. Oben erscheint der Chip „Suchanfrage: Benutzerdefiniert“.


Vier Regeln, die Google für den Filter festlegt:
- RE2-Syntax. Das ist die Regex-Variante von Google. Sie kennt keine Vorausschau wie
(?!…)und keine Rückverweise wie\1. Für „enthält nicht“ nimmst du deshalb die Auswahl „Stimmt nicht mit dem Regex überein“. - Teiltreffer. Das Muster muss nur irgendwo im Text vorkommen.
kuchenfindet „wolkenkuchen“ und „protein kuchen rezept“. Willst du den Anfang oder das Ende festlegen, nimm^und$. - Groß- und Kleinschreibung egal. Soll sie zählen, schreib
(?-i)an den Anfang. Bei Suchanfragen ist das unwichtig, bei URLs manchmal nicht. - Anonymisierte Suchanfragen fallen raus. Das gilt für jeden Suchanfragen-Filter. Die Summe aus „stimmt überein“ und „stimmt nicht überein“ ergibt deshalb nie die Gesamtsumme.
Die Zeichen, die du brauchst
| Zeichen | Bedeutung | Beispiel | Findet |
|---|---|---|---|
| | oder | airfryer|heißluft | „pollo fino airfryer“, „schweinshaxe heißluftfritteuse“ |
^ | Anfang des Textes | ^wie | „wie lange …“, nicht „so wie oma“ |
$ | Ende des Textes | rezept$ | „wolkenkuchen rezept“, nicht „rezept für wolkenkuchen“ |
( ) | Gruppe | ^(wie|was) | „wie …“ und „was …“ |
. | genau ein beliebiges Zeichen | gänse.eule | „gänsekeule“ |
* | das Vorige keinmal oder beliebig oft | pasta *web | „pastaweb“ und „pasta web“ |
+ | das Vorige mindestens einmal | \S+ | ein Wort ohne Leerzeichen |
? | das Vorige optional | gänsekeulen? | „gänsekeule“ und „gänsekeulen“ |
{n,m} | das Vorige n bis m Mal | (\S+\s){4,} | mindestens vier Wörter mit Leerzeichen dahinter |
[ ] | eines der Zeichen | hei[sß]+luft | „heißluft“ und „heissluft“ |
\s / \S | Leerzeichen / kein Leerzeichen | ^\S+$ | Suchanfragen aus genau einem Wort |
\d | eine Ziffer | 20\d\d | „2025“, „2026“ |
\b | Wortgrenze, nur für a bis z | ^kann\b | „kann man …“, nicht „kanne“ |
\. | ein echter Punkt | pastaweb\.de | die Domain, nicht „pastawebde“ |
Die Umlaut-Falle bei \b
In RE2 kennt die Wortgrenze \b nur die Buchstaben a bis z, Ziffern und den Unterstrich. Ein „ä“ gilt als Nicht-Buchstabe. Bei pastaweb.de habe ich das getestet: \bäpfel findet nur „bratäpfel im airfryer“ und ähnliche, 183 Klicks, also genau das Gegenteil dessen, was man wollte. (^| )äpfel findet dagegen „äpfel im airfryer“ und „äpfel und birnen zusammen lagern“, 55 Klicks und 4.417 Impressionen. Bei Wörtern, die mit Umlaut beginnen oder enden, nimm deshalb (^| ) und ( |$) statt \b.
Die zweite Falle betrifft URLs. Groß- und Kleinschreibung ist im Filter egal, in URLs aber nicht. pastaweb.de hat Kategorien unter „/Kategorie/“ mit großem K. /kategorie/ findet sie trotzdem, 314 Klicks in 16 Monaten. (?-i)/kategorie/ findet nichts, weil das kleine k jetzt zählt. Wenn du auf einer Website zwei Schreibweisen hast, etwa nach einem Umzug, ist (?-i) der Weg, sie zu trennen.
16 Muster zum Kopieren
Alle Suchanfragen-Muster habe ich an pastaweb.de ausprobiert, Zeitraum 16 Monate, Suchtyp Web (Text). Die Zahlen zeigen, was bei einem Rezeptportal herauskommt. Bei einem Shop oder Dienstleister sieht das anders aus, das Prinzip bleibt.
| Wofür | Regex | pastaweb.de, 16 Monate |
|---|---|---|
| 1. Fragen | ^(wie|was|warum|wieso|weshalb|wann|welche|welcher|welches|wo|wer|kann|darf|soll|muss|müssen)\b | 9.893 Klicks, 840.281 Impressionen, CTR 1,2 % |
| 2. Dauer und Mengen | ^wie (lange|viel|viele)\b | 3.073 Klicks, 317.869 Impressionen, CTR 1,0 % |
| 3. Ein Wort | ^\S+$ | 20.847 Klicks, Position 10,5 |
| 4. Zwei Wörter | ^\S+\s\S+$ | 75.072 Klicks, Position 9,0 |
| 5. Drei Wörter | ^(\S+\s){2}\S+$ | 112.204 Klicks, Position 6,7 |
| 6. Fünf und mehr Wörter | ^(\S+\s){4,}\S+$ | 42.797 Klicks, Position 6,3 |
| 7. Zehn und mehr Wörter | ^(\S+\s){9,}\S+$ | 6 Klicks, 2.354 Impressionen |
| 8. Marke mit Schreibvarianten | pasta *web | 629 Klicks, CTR 30,5 % |
| 9. Alles ohne Marke | Muster 8 mit „Stimmt nicht mit dem Regex überein“ | alles andere |
| 10. Thema mit Varianten | airfryer|air fryer|heißluft|heissluft | 96.061 Klicks, 1.747.536 Impressionen |
| 11. Wort am Anfang mit Umlaut | (^| )äpfel | 55 Klicks, 4.417 Impressionen |
| 12. KI-Modus: Antworten auf Rückfragen | ^(ja|nein|ok|okay|gerne|bitte|weiter|genau|danke)([ ,.!].*)?$ | zusammen mit Muster 13: 5 Klicks, 870 Impressionen |
| 13. KI-Modus: Aufträge | ^(gib mir|zeig mir|erklär|schreib|erstelle|ich möchte|ich suche|kannst du|hast du|nenne|sag mir|hilf mir)\b | siehe Muster 12 |
| 14. Kaufabsicht (Shops) | kaufen|bestellen|preis|kosten|günstig|angebot|shop | für Shops, bei Rezepten kaum Treffer |
| 15. Seiten eines Bereichs | Seitenfilter: ^https://pastaweb\.de/rezept- | alle Rezept-URLs |
| 16. Groß- und Kleinschreibung bei URLs | Seitenfilter: (?-i)/Kategorie/ | nur die Schreibweise mit großem K |
Für einen Shop lohnen sich außerdem Seitenfilter auf Produkt- und Kategorieseiten. Bei Opal-Schmiede, einem Schmuck-Shop, den ich betreue, enden Produkt-URLs auf eine Artikelnummer wie „-R00084“. -[a-z]{1,2}\d{5}$ findet alle Produktseiten, die Auswahl „Stimmt nicht mit dem Regex überein“ alles andere. Weil der Filter Groß- und Kleinschreibung ignoriert, reicht [a-z] auch für Großbuchstaben.
Wenn du nicht selbst basteln willst, nimm den Baukasten. Er baut das Muster, prüft es gegen deine eigenen Suchanfragen und öffnet auf Wunsch direkt die Search Console mit dem fertigen Filter:
Shorttail, Midtail, Longtail: Was zeigt die Search Console?
Ein Missverständnis zuerst: Longtail heißt nicht „viele Wörter“. Der Begriff kommt aus der Nachfrage-Kurve. Ein paar Begriffe werden sehr oft gesucht, der Kopf. Unzählige werden selten gesucht, der lange Schwanz. Ahrefs hat in seiner Datenbank gezählt: 94,74 % aller Keywords haben höchstens zehn Suchen im Monat. Ein Longtail-Begriff kann also aus einem einzigen seltenen Wort bestehen, „pizzoccheri“ zum Beispiel.
Die Search Console zeigt aber kein Suchvolumen. Sie zeigt Impressionen, und die hängen von deiner Position ab. Die Wortzahl ist deshalb der beste Ersatz, den du in der Oberfläche hast, weil lange Suchanfragen fast immer selten sind. Mit den Mustern 3 bis 7 oben teilst du die Suchanfragen in Gruppen. Bei pastaweb.de sieht das so aus:
Alle Werte als Tabelle
| Wortzahl | Klicks | Anteil der sichtbaren Klicks | Impressionen | Klickrate | Position |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 Wort | 20.847 | 6,7 % | 838.920 | 2,5 % | 10,5 |
| 2 Wörter | 75.072 | 24,0 % | 2.295.757 | 3,3 % | 9,0 |
| 3 Wörter | 112.204 | 35,8 % | 2.594.228 | 4,3 % | 6,7 |
| 4 Wörter | 62.147 | 19,9 % | 1.446.705 | 4,3 % | 6,0 |
| 5 und mehr | 42.797 | 13,7 % | 1.169.721 | 3,7 % | 6,3 |
Eigene Daten aus der Google Search Console (pastaweb.de), abgelesen am 30.09.2026. Klickrate aus Klicks und Impressionen berechnet. Bei der Position ist ein kleinerer Wert besser.
Drei Dinge fallen auf. Erstens bringen Suchanfragen mit drei und mehr Wörtern 69 % der sichtbaren Klicks. Die Einzelwörter mit 6,7 % sind ein kleiner Teil. Zweitens stehen die längeren Suchanfragen weiter oben: Position 6,0 bis 6,7 gegen 10,5 bei einem Wort. Bei „wolkenkuchen“ konkurriert pastaweb.de mit allen großen Rezeptportalen, bei „omas quarktaschen mit blätterteig“ mit viel weniger. Drittens sinkt die Klickrate bei sehr langen Suchanfragen wieder. Die acht Wörter lange Frage „wie lange brauchen rohe kartoffeln in der heißluftfritteuse“ hatte 21.034 Impressionen und 91 Klicks. Bei solchen Fragen steht die Antwort vermutlich schon auf der Ergebnisseite, in einer KI-Übersicht oder einem hervorgehobenen Snippet.
Was die Search Console bei Longtail verschweigt
Der lange Schwanz ist genau der Teil, den die Search Console am schlechtesten zeigt. Google blendet Suchanfragen aus, die in zwei bis drei Monaten nicht von mehr als ein paar Dutzend Menschen gestellt wurden. Das sind die anonymisierten Suchanfragen. Bei pastaweb.de steckt fast die Hälfte der Klicks dahinter:
Alle Werte als Tabelle
| Ebene | Klicks | Anteil | Impressionen | Anteil |
|---|---|---|---|---|
| Alle Klicks im Diagramm | 561.542 | 100 % | 20.201.089 | 100 % |
| mit sichtbarer Suchanfrage | 313.067 | 55,8 % | 8.345.331 | 41,3 % |
| in den 1.000 Exportzeilen | 182.251 | 32,5 % | 2.350.442 | 11,6 % |
Eigene Daten aus der Google Search Console (pastaweb.de), abgelesen am 30.09.2026. „Sichtbar“ ist der Filter . auf Suchanfragen, er trifft jede Suchanfrage mit Text und lässt die anonymisierten weg. Die Exportzeilen sind die Summe des Reiters Suchanfragen im Export.
Von 561.542 Klicks in 16 Monaten lassen sich 313.067 einer sichtbaren Suchanfrage zuordnen, das sind 55,8 %. 44,2 % kommen aus Suchanfragen, die Google nicht zeigt. Ahrefs kam 2022 bei knapp 150.000 Websites auf einen Schnitt von 46 %, pastaweb.de liegt also im üblichen Rahmen. Der Export ist noch knapper: Die 1.000 Zeilen, die die Oberfläche herausgibt, decken bei pastaweb.de 182.251 Klicks ab, 32,5 % aller Klicks. Mehr bekommst du über die API mit bis zu 50.000 Zeilen pro Tag oder über den Bulk-Datenexport nach BigQuery. Die anonymisierten Suchanfragen bleiben aber überall verborgen.
Was heißt das für die Arbeit? Die Summen im Diagramm sind vollständig, solange du nicht nach Suchanfragen filterst. Sobald du es tust, rechnest du nur mit dem sichtbaren Teil. Für Vergleiche ist das kein Problem, solange du immer denselben Filter nutzt. Für Aussagen wie „Longtail bringt X % meiner Klicks“ musst du dazusagen, dass es X % der sichtbaren Klicks sind.
Deine Suchanfragen sortieren
Mit dem Sortierer kannst du deinen eigenen Export einteilen: nach Wortzahl, Fragen, Marke, Kaufabsicht und Gesprächen aus dem KI-Modus. Füge die Tabelle „Suchanfragen“ aus dem Export ein oder lade das Beispiel mit 40 Suchanfragen von pastaweb.de. Alles läuft in deinem Browser, nichts wird gesendet oder gespeichert.
Wie finde ich Fragen, Marke und Themen?
Fragen
Fragen sind die Suchanfragen, bei denen du eine direkte Antwort liefern kannst, und die Suchanfragen, bei denen Google am ehesten selbst antwortet. Muster 1 findet alle, die mit einem Fragewort beginnen. Bei pastaweb.de sind es 9.893 Klicks bei 840.281 Impressionen, eine Klickrate von 1,2 %, weniger als die Hälfte des Durchschnitts von 2,8 %.


Die Fragen sind eine Themenliste für neue Abschnitte und für Häufige Fragen. „wie lange braucht …“ und „wie viel … pro person“ tauchen bei pastaweb.de immer wieder auf, mit 3.073 Klicks über Muster 2. Wer solche Fragen im ersten Satz eines Abschnitts beantwortet, hat bessere Chancen, in einer KI-Übersicht als Quelle zu erscheinen.
Marke und Nicht-Marke
Für die Marke gibt es zwei Wege. Der erste ist ein Regex wie Muster 8. Der zweite ist der eingebaute Markenfilter: Filter hinzufügen, Suchanfrage, dann Markenbezogene Suchanfragen oder Suchanfragen ohne Markenbezug. Google hat ihn am 20.11.2025 angekündigt, seit dem 11.03.2026 steht er allen Websites zur Verfügung, die genug Daten haben. Er arbeitet mit KI: Er erkennt den Markennamen in allen Sprachen, Tippfehler und sogar Suchanfragen nach Produkten, die es nur bei dir gibt. Eine Liste eintragen kannst du nicht. Den Filter gibt es nur für Properties auf oberster Ebene, nicht für Unterverzeichnisse oder Subdomains.


Bei pastaweb.de zeigt der Vergleich beider Wege, wo die Unterschiede liegen. Der Markenfilter kommt auf 322 Klicks, allerdings nur ab dem 21.02.2026, das steht im Hinweis über dem Diagramm. Der Regex pastaweb|pasta web kommt über 16 Monate auf 629 Klicks. Dafür erwischt der Regex auch „site:pastaweb.de“ mit 537 Impressionen, also Abfragen von Leuten, die die Website prüfen, darunter vermutlich ich selbst. Für Berichte über lange Zeiträume ist der Regex deshalb besser, für die tägliche Sicht der Markenfilter. So oder so: Nur 0,2 % der sichtbaren Klicks von pastaweb.de kommen über die Marke. Ohne Marke hängt eine Website komplett an Rankings für allgemeine Begriffe. Warum das bei einem Update so wehtut, steht im Beitrag über Search Brand Optimierung.
Themen statt einzelner Begriffe
Ein Thema hat bei echten Nutzern immer mehrere Schreibweisen. Muster 10 fasst alles rund um die Heißluftfritteuse zusammen: 96.061 Klicks und 1.747.536 Impressionen, fast ein Drittel der sichtbaren Klicks von pastaweb.de. Ohne das Muster sähe man in der Tabelle nur einzelne Zeilen wie „gänsekeule im airfryer“ mit 2.680 Klicks und würde das Thema unterschätzen. Für den schnellen Überblick ohne Regex sind die Suchanfragen-Gruppen unter Statistiken gedacht, die ich oben gezeigt habe.
Was zeigt die Search Console zu KI-Übersichten, KI-Modus und GEO?
Die kurze Antwort: mehr, als viele denken, aber anders, als man es sich wünscht. Es gibt keinen Filter „nur KI-Übersichten“ im Leistungsbericht. Dafür gibt es drei Spuren, die du lesen kannst.
KI-Übersichten und KI-Modus stecken im normalen Leistungsbericht
Seit Juni 2025 zählt Google auch den KI-Modus im normalen Leistungsbericht mit, die KI-Übersichten schon länger. In Googles Hilfe steht dazu, wie gezählt wird:
- Klick: Ein Klick auf einen Link zu einer externen Seite in der KI-Übersicht oder im KI-Modus zählt als Klick.
- Impression: Es gelten die üblichen Regeln für Impressionen.
- Position: Eine KI-Übersicht belegt eine einzige Position, alle Links darin bekommen dieselbe. Im KI-Modus gilt dieselbe Methode wie auf der normalen Ergebnisseite.
- Folgefragen: „Wenn Nutzerinnen und Nutzer im KI‑Modus eine Folgefrage stellen, führen sie im Grunde eine neue Suche aus.“ Impressionen, Position und Klicks der neuen Antwort werden dieser neuen Suchanfrage zugeordnet.
Der letzte Punkt hat Folgen, die man erst im Sommer 2026 richtig bemerkt hat.
KI-Modus-Gespräche in deinen Suchanfragen
Anfang August 2026 postete die griechische SEO-Managerin Anastasia Kourou auf LinkedIn einen Screenshot ihres Leistungsberichts mit Suchanfragen wie „yes“, „yes go on“ und „yes, pricing“ und fragte John Mueller von Google, ob die Search Console jetzt Daten aus KI-Gesprächen erfasst. Muellers Antwort: „Search Console includes information on AI Overviews and AI Mode in the general performance report“, mit Verweis auf die Hilfeseite. Wer im KI-Modus auf eine Rückfrage mit „ja“ antwortet, erzeugt also eine neue Suchanfrage „ja“, und wenn deine Seite in der Antwort verlinkt ist, landet sie in deinem Bericht. Search Engine Roundtable berichtete am 06.08.2026 darüber, Glenn Gabe veröffentlichte am 13.08.2026 eine Methode, solche Suchanfragen über die API zu finden. Jean-Christophe Chouinard von Tripadvisor stellte einen ausführlichen englischen Regex für typische Prompt-Formulierungen auf LinkedIn.
Bei pastaweb.de habe ich nach deutschen Gegenstücken gesucht, mit den Mustern 12 und 13. Das Ergebnis:

„ja“ hat 608 Impressionen und 2 Klicks. Dazu „ja penne gorgonzola“, „ja frühlingsrollen airfryer“, „ja bitte“ und „ja, das möchte ich wissen.“, also Antworten auf eine Rückfrage des KI-Modus. Und Aufträge in ganzen Sätzen: „gib mir ein einfaches, frisches chicorée-salat-rezept, das nicht bitter schmeckt.“ mit 29 Impressionen, „hast du ein einfaches rezept für pangasiusfilet aus der pfanne oder dem ofen?“, „hast du bilder?“, „kannst du mir foto zeigen“. Zusammen sind es 870 Impressionen und 5 Klicks in 16 Monaten, mit dem Schwerpunkt zwischen Februar und Mai 2026. Den KI-Modus gibt es auf Deutsch seit Oktober 2025.
Das ist wenig, aber es ist das erste Mal, dass man echte Formulierungen aus KI-Gesprächen in der Search Console sieht. Drei Dinge solltest du dabei beachten:
- Klicks sind selten. Die meisten dieser Suchanfragen haben null Klicks. Sie zeigen, dass deine Seite als Quelle verlinkt war, nicht, dass jemand gekommen ist.
- Nicht jede lange Suchanfrage ist ein Mensch. Werkzeuge, die die KI-Sichtbarkeit messen, stellen automatisiert Prompts und erzeugen dabei Impressionen. Ann Smarty weist in Practical Ecommerce darauf hin, dass sehr viele Impressionen bei einem sehr langen Prompt eher auf so ein Werkzeug deuten. Auch das ist nützlich: Es zeigt, was andere beobachten.
- Der Anfang zählt nicht mit. Die erste Frage eines Gesprächs sieht aus wie eine normale Suchanfrage. Nur die Folgefragen erkennst du an ihrer Form.
Lange Suchanfragen sind die zweite Spur. Google-Chef Sundar Pichai hat im Mai 2025 gesagt, dass Anfragen im KI-Modus zwei- bis dreimal so lang sind wie normale Suchen. Bei pastaweb.de kommen Suchanfragen mit zehn und mehr Wörtern auf 2.354 Impressionen in 16 Monaten, ein kleiner Wert ohne klaren Trend. Beobachte ihn mit Muster 7 monatlich. Wenn er steigt, suchen deine Besucher gesprächiger.
Der Bericht „Generative KI“
Die dritte Spur ist ein eigener Bericht. Unter Leistung, Google Suche-Ergebnisse steht der Unterpunkt Generative KI, im Bericht selbst „Auf generativer KI basierende Funktion“ mit dem Zusatz Beta. Google hat ihn am 03.06.2026 angekündigt, seit dem 31.08.2026 gibt es ihn für alle Websites. Er zeigt, wie oft Links zu deiner Website in KI-Übersichten und im KI-Modus erschienen sind, aufgeteilt nach Seiten, Ländern, Geräten und Tagen.

Was er nicht zeigt, ist wichtiger: keine Klicks, keine CTR, keine Position, keine Suchanfragen und keine Trennung zwischen KI-Übersicht und KI-Modus. Und er ist eine Teilmenge des Suchtyps „Web“ im normalen Leistungsbericht, keine Ergänzung. Die Zahlen beider Berichte darfst du nicht addieren. Die KI-Klicks stecken im normalen Bericht, lassen sich dort aber nicht herausfiltern. Experimente aus Search Labs fehlen ganz.

Spannend ist der Reiter Seiten. Bei pastaweb.de liegen dort ganz andere Seiten vorn als im normalen Bericht: „Spaghetti bei Magen-Darm“ mit 7.153 KI-Impressionen, „Rohe Nudeln essen“, „Sind Yum-Yum-Nudeln gesund“, „Warum Bohnen zweimal einkochen“. Das sind Ratgeberseiten, die eine konkrete Frage beantworten. Die großen Rezepte wie Wolkenkuchen oder Proteinkuchen stehen nicht in den Top 10. Für die Planung heißt das: Wer in KI-Antworten vorkommen will, braucht Seiten, die eine Frage klar beantworten. Mehr dazu im Leitfaden zur KI-Sichtbarkeit.
Tipp
Schreib dir am Monatsanfang vier Zahlen in eine Tabelle: Klicks und Impressionen aus dem Leistungsbericht im Suchtyp Web, die Impressionen aus dem Bericht „Generative KI“ und die Impressionen für Muster 12 und 13. Die Search Console hält nur 16 Monate vor. In zwei Jahren willst du wissen, wann die KI-Anteile gestiegen sind, und dann gibt es die Daten nicht mehr.
Den Suchtyp Multimodal gibt es auch in diesem Bericht. Er zeigt KI-Impressionen nach einer Suche mit einem Bild. Die Details stehen im Beitrag zum Multimodal-Filter. Und unter Einstellungen steht seit dem 31.08.2026 ein Schalter, mit dem du festlegst, ob deine Inhalte in generativen KI-Funktionen erscheinen dürfen. Dazu mehr bei den Einstellungen.
Was die Search Console zu KI nicht zeigt
ChatGPT, Perplexity, Claude, Copilot und Gemini als eigene App tauchen hier nicht auf. Die Search Console zeigt nur Googles Suche. Nennt dich eine KI-Antwort, ohne auf dich zu verlinken, entsteht keine Impression. Bing zeigt in den Bing Webmaster Tools inzwischen eigene KI-Daten. Welche Werkzeuge es für den Rest gibt, steht im Beitrag zu SEO-Monitoring-Tools.
Was zeigen die Berichte Discover und Google News?
Unter Leistung stehen neben der Suche zwei weitere Berichte. Beide funktionieren wie der Leistungsbericht, mit drei Unterschieden: Es gibt keine Suchanfragen, weil niemand etwas eingetippt hat, keine Position, und die Reiter heißen anders.
Discover
Discover ist der Feed in der Google-App und auf der Startseite von Google auf dem Handy. Dort erscheinen Artikel, ohne dass jemand gesucht hat. Der Bericht zeigt Klicks, Impressionen und CTR, dazu die Reiter Seiten, Länder, Darstellung in Discover und Tage. Er erscheint erst, wenn deine Website eine Mindestzahl an Impressionen in Discover erreicht hat.

Das Diagramm zeigt das typische Muster: eine Spitze, sonst Stille. Von 2.965 Discover-Klicks bei pastaweb.de gehen 2.592 auf einen einzigen Artikel, „Steinpilze zubereiten“, mit 48.988 Impressionen. Discover belohnt Aktualität, Bilder und Themen, die gerade viele interessieren. Planen lässt es sich kaum. Wenn du Discover auswertest, schau auf den Reiter Seiten und frag, was die erfolgreichen Artikel gemeinsam haben.
Google News
Google News zeigt Klicks und Impressionen aus news.google.com und der News-App, nicht aus dem Tab „News“ der normalen Suche. Den findest du im Leistungsbericht über den Suchtyp „News“. Bei pastaweb.de steht hier 0 Klicks und 1 Impression in 16 Monaten. Für ein Rezeptportal ist das normal. Für Nachrichtenseiten und Fachmagazine ist dieser Bericht dagegen wichtig.

Wie nutze ich die URL-Prüfung?
Die URL-Prüfung beantwortet eine Frage für genau eine Adresse: Was weiß Google über diese Seite? Du erreichst sie über den Menüpunkt URL-Prüfung oder schneller über das Suchfeld ganz oben „Jede URL in … prüfen“. URL hineinkopieren, Enter, ein paar Sekunden warten.


Oben steht das Urteil, hier „URL ist auf Google“. Darunter drei Knöpfe:
- Live-URL testen ruft die Seite jetzt sofort ab und zeigt, ob sie indexierbar wäre. Nützlich, wenn du gerade ein noindex entfernt oder einen Fehler behoben hast. Der Test zeigt auch einen Screenshot, wie Google die Seite rendert.
- Gecrawlte Seite anzeigen zeigt den HTML-Code, den Google beim letzten Crawling bekommen hat, dazu die HTTP-Antwort und unter „Weitere Informationen“ die geladenen Ressourcen und JavaScript-Fehler.
- Indexierung beantragen setzt die Seite auf Googles Liste für ein erneutes Crawling. Das ist keine Garantie für die Aufnahme, und pro Property gilt ein Tageslimit. Für viele Seiten ist die Sitemap der richtige Weg. Mehr dazu im Beitrag URL bei Google einreichen.
Klappst du Seitenindexierung auf, siehst du die Details, die bei Fehlern am meisten helfen:

- Auffindbarkeit: In welcher Sitemap die Seite steht und welche Seiten auf sie verlinken. Bei pastaweb.de steht hier „Vorübergehender Verarbeitungsfehler“ bei der Sitemap, obwohl der Sitemap-Bericht „Erfolgreich“ meldet. Solche Widersprüche sind in der URL-Prüfung nicht selten und meist harmlos.
- Crawling: Datum und Uhrzeit des letzten Abrufs, welcher Googlebot kam, ob robots.txt das Crawling erlaubt und ob der Abruf geklappt hat.
- Indexierung: ob ein noindex die Aufnahme verhindert und, am wichtigsten, welche kanonische URL du angegeben hast und welche Google gewählt hat. Steht bei Google eine andere Adresse, wertet Google deine Seite als Duplikat. Die Leistungsdaten landen dann bei der anderen URL.
Was zeigen Seiten, Videos, Sitemaps und Entfernen?
Seiten: Warum ist eine Seite nicht im Index?
Der Bericht Seiten unter Indexierung zeigt, wie viele deiner bekannten Seiten indexiert sind und warum die anderen fehlen. Bei pastaweb.de sind es 2.580 indexierte und 704 nicht indexierte Seiten, Stand 21.09.2026. Der Bericht hängt ein paar Tage hinterher, das Datum steht rechts oben.


Die Tabelle „Warum Seiten nicht indexiert werden“ ist der wichtigste Teil. Die Spalte Quelle sagt, wer verantwortlich ist: „Website“ heißt, du hast es selbst so eingestellt oder verursacht, „Google-Systeme“ heißt, Google hat entschieden. Die häufigsten Gründe und was sie bedeuten:
| Grund | pastaweb.de | Was er bedeutet | Was du tust |
|---|---|---|---|
| Durch „noindex“-Tag ausgeschlossen | 267 | Die Seite sagt Google selbst, dass sie nicht in den Index soll. | Prüfen, ob das gewollt ist. Bei Schlagwort-Seiten, Warenkorb und Konto meist ja. |
| Seite mit Weiterleitung | 146 | Die Adresse leitet auf eine andere weiter. | Nichts, solange die Weiterleitung Absicht ist. Interne Links auf das Ziel umstellen. |
| Alternative Seite mit richtigem kanonischen Tag | 2 | Die Seite zeigt per Canonical auf eine andere, und Google folgt dem. | Nichts, das ist der Normalfall für Varianten. |
| Gecrawlt, zurzeit nicht indexiert | 243 | Google hat die Seite abgerufen und sich gegen die Aufnahme entschieden. | Inhalt prüfen: zu dünn, doppelt, nicht hilfreich genug? Nicht einfach erneut einreichen. |
| Gefunden, zurzeit nicht indexiert | 46 | Google kennt die Adresse, hat sie aber noch nicht gecrawlt, laut Hilfe oft, um den Server nicht zu überlasten. | Interne Verlinkung stärken, Sitemap prüfen, Geduld. |
| Nicht gefunden (404) | 0 | Die Seite gibt es nicht mehr. | Bei wichtigen Seiten eine 301-Weiterleitung setzen, sonst nichts. |
Ein Klick auf einen Grund öffnet die Detailseite mit Beispiel-URLs und dem Knopf Fehlerbehebung überprüfen. Den klickst du erst, wenn du das Problem bei allen betroffenen Seiten behoben hast. Google prüft dann über einige Tage alle Beispiele neu. Bei „Gecrawlt, zurzeit nicht indexiert“ ist der Knopf fast sinnlos, weil Google hier kein technisches Problem sieht, sondern eine Qualitätsentscheidung trifft.

Videos
Der Bericht Videos unter Indexierung zeigt, ob Google Videos auf deinen Seiten indexiert. Bei pastaweb.de: 83 Seiten mit Video, 0 indexierte Videos, Grund „Das Video befindet sich nicht auf einer Wiedergabeseite“. Google indexiert Videos nur, wenn das Video der Hauptinhalt der Seite ist. Ein Rezeptvideo unter einem langen Rezepttext zählt nicht. Das ist kein Fehler, den man beheben muss, solange die Videos nur Beiwerk sind. Die strukturierten Daten für Videos stehen übrigens getrennt unter Verbesserungen.

Sitemaps
Unter Sitemaps reichst du die Adresse deiner Sitemap ein und siehst, wann Google sie zuletzt gelesen hat und wie viele Seiten darin stehen. Bei pastaweb.de ist es ein Sitemap-Index, eingereicht am 25.01.2025, zuletzt gelesen am 30.09.2026, Status „Erfolgreich“, 2.565 erkannte Seiten. Eine Sitemap darf höchstens 50.000 URLs und unkomprimiert 50 MB haben, größere teilst du über einen Sitemap-Index auf.

Achte auf die Spalte „Zuletzt gelesen“. Liegt das Datum Wochen zurück, obwohl du ständig neue Seiten veröffentlichst, stimmt etwas nicht. Und erschrick nicht, wenn direkt nach dem Einreichen „Konnte nicht abgerufen werden“ dasteht. Das ist oft nur der Zwischenstand, bevor Google die Datei tatsächlich abholt. Ein Blick ins Server-Log klärt es.
Entfernen: nur für Notfälle
Das Werkzeug Entfernen blendet Seiten für etwa sechs Monate aus den Suchergebnissen aus. Es löscht nichts aus dem Index, und es verhindert kein Crawling. Die Seite kommt nach Ablauf wieder, wenn du sie nicht dauerhaft entfernst: mit noindex, einem 404 oder 410 oder einem Passwortschutz. Gedacht ist das Werkzeug für echte Notfälle, etwa wenn versehentlich Kundendaten öffentlich waren.


Drei Reiter gibt es: Vorübergehend entfernt für eigene Anträge, Veralteter Inhalt für Anträge, die Nutzer über ein öffentliches Formular gestellt haben, weil ein Snippet nicht mehr zur Seite passte, und SafeSearch-Filter für Seiten, die als nur für Erwachsene gemeldet wurden. Im Dialog „Neuer Antrag“ wählst du zwischen „Nur diese URL entfernen“ und „Alle URLs mit diesem Präfix entfernen“. Die zweite Option ist gefährlich: Ein Präfix wie „https://beispiel.de/“ blendet die ganze Website aus. Alternativ gibt es den Reiter „Snippet löschen“, der nur die Beschreibung entfernt, bis Google die Seite neu crawlt. Den Cache zu löschen geht nicht mehr, Google zeigt keinen Cache mehr an. Mehr dazu im Beitrag URLs aus Google entfernen.
Was prüfen Core Web Vitals und HTTPS?
Unter Nutzerfreundlichkeit stehen zwei Berichte. Core Web Vitals zeigt, wie schnell und stabil deine Seiten für echte Besucher laden. Die Daten kommen aus dem Chrome-Nutzererfahrungsbericht, kurz CrUX: Messwerte von Chrome-Nutzern, die der Übertragung zugestimmt haben, zusammengefasst über 28 Tage. Bewertet wird der Wert, den 75 % der Besuche erreichen. Google fasst ähnliche Seiten zu Gruppen zusammen, deshalb stehen oft Hunderte URLs unter demselben Problem.


pastaweb.de ist hier ein gutes Lehrbeispiel, weil es durchfällt. Auf dem Handy gelten alle 1.259 erfassten URLs als „Langsam“: Die Layoutverschiebung CLS liegt über 0,25, der größte Inhalt LCP braucht länger als 2,5 Sekunden. Bei einem Testprojekt ohne Feinschliff ist das nicht überraschend. Die Grenzwerte für „Gut“:
| Messwert | Misst | Gut | Langsam |
|---|---|---|---|
| LCP (Largest Contentful Paint) | Wann das größte sichtbare Element geladen ist | bis 2,5 s | über 4 s |
| INP (Interaction to Next Paint) | Wie schnell die Seite auf Klicks und Tippen reagiert | bis 200 ms | über 500 ms |
| CLS (Cumulative Layout Shift) | Wie stark der Inhalt beim Laden verrutscht | bis 0,1 | über 0,25 |
Google zählt die Core Web Vitals zur Nutzerfreundlichkeit einer Seite, aber passende Inhalte ranken auch mit schwachen Werten. Besser sind gute Werte trotzdem, weil Besucher auf einer verrutschenden Seite danebenklicken. Wie du sie misst und verbesserst, steht im Beitrag zu den Core Web Vitals.
Der Bericht HTTPS zählt, wie viele deiner indexierten Seiten über HTTPS ausgeliefert werden. Bei pastaweb.de sind es 1.400 von 1.400. Steht hier etwas bei „Nicht-HTTPS-URLs“, gibt es noch alte http-Adressen im Index oder Seiten, die unsichere Inhalte nachladen.

Was zeigen die Berichte unter Verbesserungen?
Unter Verbesserungen steht für jede Art strukturierter Daten auf deiner Website ein eigener Bericht. Welche es gibt, hängt davon ab, was Google gefunden hat: bei pastaweb.de Navigationspfade, Rezepte, Rezensions-Snippets, Videos und „Strukturierte Daten, für die kein Parsen möglich ist“. Bei einem Shop kommen Produkt-Snippets, Händlereinträge und Händlermöglichkeiten dazu, bei einer Firmenwebsite vielleicht Veranstaltungen oder Stellenangebote.

Jeder Bericht hat zwei Tabellen, und der Unterschied ist wichtig:
- Warum Elemente ungültig sind: Fehler, die ein Rich-Suchergebnis verhindern. Bei pastaweb.de fehlt bei einem Rezept das Pflichtfeld „recipeYield“, die Anzahl der Portionen. Diese Fehler behebst du zuerst.
- Darstellung von Elementen verbessern: empfohlene Felder, die fehlen. Das Rezept wird trotzdem als Rich-Suchergebnis gezeigt, vielleicht nur mit weniger Details. Bei pastaweb.de fehlen „video“ bei 897 Rezepten, „keywords“ bei 896, „aggregateRating“ bei 893 und „nutrition“ bei 856.

Die Empfehlungen sind keine Pflicht. „aggregateRating“ zum Beispiel darfst du nur setzen, wenn es echte Bewertungen von Besuchern gibt. Erfundene Sterne verstoßen gegen Googles Richtlinien. Nach einer Korrektur klickst du auf den Fehler und dann auf „Fehlerbehebung überprüfen“, wie bei der Seitenindexierung.
Was steht unter Sicherheit, Links und Erfolge?
Sicherheit & manuelle Maßnahmen
Diese Gruppe hat zwei Berichte. Manuelle Maßnahmen zeigt, ob ein Mitarbeiter von Google deine Website wegen eines Verstoßes gegen die Spam-Richtlinien abgewertet hat. Sicherheitsprobleme zeigt, ob Google Schadsoftware, gehackte Inhalte oder Phishing gefunden hat. Im Idealfall steht in beiden „Keine Probleme erkannt“.

Das Bild ist interessanter, als es aussieht. pastaweb.de hat nach dem August-Spam-Update über 80 % der Klicks verloren, und trotzdem steht hier „Keine Probleme erkannt“. Spam-Updates und Core-Updates wirken algorithmisch. Sie erscheinen in keinem Bericht, und es gibt keinen Antrag auf erneute Überprüfung. Wer nach einem Einbruch nur hier nachschaut, zieht den falschen Schluss. Die Search Console sagt dir, dass etwas passiert ist, aber nicht, warum. Wie du einen Einbruch einordnest, steht im Beitrag zum Spam-Update.
Links
Der Bericht Links hat zwei Hälften: externe Links von anderen Websites und interne Links innerhalb deiner Website, jeweils mit den meistverlinkten Seiten. Bei den externen Links gibt es außerdem die top-verweisenden Websites und die häufigsten Linktexte.

Den externen Teil solltest du nicht als vollständige Linkliste lesen. Google schreibt selbst, dass der Bericht nur eine Auswahl zeigt, auf 1.000 Zeilen begrenzt ist, auch längst entfernte Links enthalten kann und nicht angibt, ob ein Link nofollow ist. Nützlicher ist die interne Seite. Bei pastaweb.de bekommen Datenschutz und Impressum je gut 2.600 interne Links, so viele wie die wichtigsten Kategorien. Das ist normal, weil sie im Footer jeder Seite stehen. Spannend wird es bei Seiten mit vielen Klicks, aber wenigen internen Links: Die kannst du von verwandten Seiten aus stärker verlinken.
Erfolge
Die Seite Erfolge habe ich oben schon gezeigt: Meilensteine für Klicks in 28 Tagen. Sie ist das freundlichste Stück der Search Console.
Welche Einstellungen sollte ich kennen?
Die Einstellungen öffnet kaum jemand, dabei steht dort einiges, das Folgen hat.

- Bestätigung der Inhaberschaft: wie du die Property bestätigt hast. Es gibt bestätigte und delegierte Inhaber, beide mit fast vollen Rechten. Wenn eine Agentur geht, reicht es nicht, ihren Zugang zu entfernen, solange ihr Bestätigungstoken noch als Datei, Meta-Tag oder DNS-Eintrag existiert.
- Nutzer und Berechtigungen: Inhaber, uneingeschränkte und eingeschränkte Nutzer. Gib Dienstleistern nur „eingeschränkt“, wenn sie nur lesen sollen.
- Verknüpfungen: welche Google-Dienste verbunden sind, etwa Analytics, Ads oder Merchant Center. Bei pastaweb.de ist es Google Analytics.
- Adressänderung: nur für einen Domainumzug, zusätzlich zu den Weiterleitungen. Für einen Wechsel von http auf https oder von www. auf ohne brauchst du sie nicht. Die ganze Vorbereitung steht in der Relaunch-Checkliste.
- Bulk-Datenexport: ein täglicher Export aller Leistungsdaten nach BigQuery. Das ist der einzige Weg, mehr als 16 Monate aufzubewahren und die 1.000-Zeilen-Grenze zu umgehen. BigQuery kostet ab einer gewissen Datenmenge Geld.
- Generative KI in der Google Suche: der Schalter aus dem nächsten Abschnitt.
- robots.txt: der Bericht über die robots.txt-Dateien, die Google gefunden hat, mit Datum und Fehlern. Er ersetzt den alten robots.txt-Tester. Wie eine gute robots.txt aussieht, steht im Beitrag zur robots.txt.
- Crawling-Statistiken: wie oft Googlebot vorbeikommt, dazu gleich mehr.
- Property entfernen: ganz unten. Das löscht nur die Property aus deinem Konto, nicht die Website aus Google.
Generative KI in der Google Suche
Seit dem 31.08.2026 kannst du für jede Property festlegen, ob Links und Inhalte deiner Website in generativen KI-Funktionen der Google-Suche erscheinen dürfen, also in KI-Übersichten, im KI-Modus und in den KI-Funktionen von Discover. Standard ist „Einschließen“, so steht es unter „Aktuelle Einstellung“. Eine untergeordnete Property übernimmt die Einstellung der übergeordneten, bei pastaweb.de steht deshalb „Einstellung übernehmen von: pastaweb.de“.

Schließt du aus, erscheinst du dort weder als Link noch als Quelle, und du bekommst über diese Funktionen keine Impressionen und keine Zugriffe mehr. Laut Google wirkt der Schalter nicht als Ranking-Signal für den Rest der Suche und steuert kein KI-Training, dafür gibt es in der robots.txt den Eintrag für Google-Extended. Für fast jede Website ist „Einschließen“ die richtige Wahl. Ausschließen lohnt sich nur, wenn KI-Antworten deine Inhalte so vollständig wiedergeben, dass niemand mehr klickt, und du das nachweisen kannst.
Crawling-Statistiken
Die Crawling-Statistiken zeigen für die letzten 90 Tage, wie oft Googlebot Dateien von deinem Server abgerufen hat, wie viele Daten und wie schnell dein Server geantwortet hat. Bei pastaweb.de waren es 129.979 Anfragen, rund 10,3 GB und eine durchschnittliche Antwortzeit von 564 Millisekunden. Darunter folgen Aufschlüsselungen nach Antwortcode, Dateityp, Zweck und Googlebot-Typ.

Drei Dinge lohnen den Blick. Der Hoststatus zeigt, ob Google Probleme mit robots.txt, DNS oder der Serververbindung hatte. Die Aufteilung nach Antwort zeigt, wie viel Crawling auf Weiterleitungen und Fehler geht: bei pastaweb.de 70 % „OK (200)“, 19 % „Dauerhaft verschoben (301)“ und 11 % „Nicht geändert (304)“. Fast jeder fünfte Abruf landet also auf einer Weiterleitung. Ein Teil davon lässt sich mit aktuellen internen Links vermeiden. Und die Aufteilung nach Zweck: 97 % „Aktualisieren“, 3 % „Auffindbarkeit“, also bekannte Seiten neu abrufen gegen neue Seiten finden. Die Crawling-Statistiken gibt es nur für Properties auf oberster Ebene.
Welche Fallen verzerren jede Auswertung?
Sechs Punkte, an denen die meisten Search-Console-Auswertungen scheitern, mit den Zahlen von pastaweb.de:
| Falle | Was passiert | pastaweb.de |
|---|---|---|
| Anonymisierte Suchanfragen | Seltene Suchanfragen fehlen in der Tabelle, stecken aber in den Summen, bis du nach Suchanfragen filterst. | 44,2 % der Klicks ohne sichtbare Suchanfrage |
| 1.000 Zeilen | Tabelle und Export enden nach 1.000 Zeilen. | Die 1.000 Zeilen decken 32,5 % der Klicks ab |
| Property oder Seite | Diagramm und Seiten-Tabelle zählen unterschiedlich, die Summen passen nicht zusammen. | Darstellungen in der Suche: 610.330 Klicks gegen 561.542 im Diagramm |
| Durchschnittsposition | Ein Mittelwert über sehr unterschiedliche Suchen. | Handy 5,2, Computer 26,7 |
| Zeitzone | Tage laufen in Pacific Time, die 24-Stunden-Ansicht in deiner Zeit. | Ein Tag beginnt um 9 Uhr deutscher Zeit |
| 16 Monate | Ältere Daten sind weg, wenn du sie nicht exportierst. | Daten ab 28.05.2025 |
Wichtig: Der Bruch bei den Impressionen im September 2025
Wer über den September 2025 hinweg vergleicht, muss eine Bruchstelle kennen. Mitte September 2025 hat Google den Parameter num=100 abgeschaltet, mit dem sich 100 Ergebnisse auf einer Seite abrufen ließen. Werkzeuge, die damit massenhaft Rankings abfragten, erzeugten dabei Impressionen. Search Engine Land berichtete am 18.09.2025 über 319 ausgewertete Websites: 87,7 % verzeichneten weniger Impressionen, 77,6 % weniger eindeutige Suchanfragen, während sich die Durchschnittsposition sprunghaft verbesserte. Die Klicks blieben stabil. Google hat die Änderung nicht in der Search Console dokumentiert. Behandle das als Branchenbeobachtung und setz bei Vergleichen von Impressionen über diesen Punkt hinweg einen Hinweis in den Bericht.
Dazu kommt eine neue Falle: Werkzeuge, die KI-Sichtbarkeit messen, stellen laufend Prompts in Googles KI-Modus. Diese Anfragen erscheinen wie echte Suchanfragen mit vielen Impressionen und fast keinen Klicks. Eine sehr lange Suchanfrage mit Tausenden Impressionen ist eher ein Werkzeug als ein Mensch.
Welche Routine lohnt sich?
Ich werte die Search Console für Kundenshops und eigene Portale aus. Bewährt hat sich kein tägliches Nachschauen, sondern ein fester Rhythmus:
| Rhythmus | Was du anschaust |
|---|---|
| Wöchentlich, 15 Minuten | Neue Meldungen bei manuellen Maßnahmen und Sicherheitsproblemen. Seitenindexierung auf neue Gründe, nicht auf absolute Zahlen. Leistungsbericht, sieben Tage gegen die Vorwoche, in der Wochenansicht. |
| Monatlich, eine Stunde | Leistungsbericht über drei Monate. Die Chancen-Liste mit Position größer als 4. Die Muster für Fragen, Longtail und KI-Gespräche. Export von Suchanfragen, Seiten und dem Bericht „Generative KI“. Sitemaps: „Zuletzt gelesen“. Core Web Vitals auf neue Gruppen mit „Langsam“. |
| Quartalsweise, ein halber Tag | 16 Monate in der Monatsansicht. Kategorie- gegen Produkt- oder Ratgeberseiten per Seitenfilter. Links-Bericht, interne Links. Einstellungen durchgehen: Nutzer, KI-Schalter, Verknüpfungen, alte Bestätigungstoken. |
Für ein Reporting an eine Geschäftsführung reichen drei Werte auf der obersten Ebene: Klicks gesamt, Klicks ohne Markenbezug und die Zahl der Seiten mit Klicks. Der dritte zeigt, ob die Sichtbarkeit auf vielen Seiten steht oder an drei Rezepten hängt. Die Durchschnittsposition gehört als Verlauf hinein, nie als Einzelwert. Und neben jede Zahl gehört ein Satz, was sie nicht misst. Mehr dazu auf der Seite zu Reporting und Auswertungen. Wenn du einen Außenblick auf deinen Shop willst, gibt es den Shop-Check.
Was zeigt die Search Console grundsätzlich nicht?
- Andere Suchmaschinen. Die Search Console zeigt nur Google. Bei pastaweb.de kam laut Matomo schon vor dem Einbruch 44 % der Suchbesuche nicht von Google, sondern aus dem Bing-Umfeld mit Bing, DuckDuckGo und Ecosia. Für Bing gibt es die Bing Webmaster Tools.
- KI-Antworten ohne Link. Nennt eine KI-Antwort deine Marke, ohne zu verlinken, entsteht keine Impression. ChatGPT, Perplexity und Co. kommen gar nicht vor.
- Umsatz. Die Search Console kennt keine Bestellungen und keinen Warenkorb. Ein Klick auf eine Ratgeberseite und einer auf eine Produktseite sind für sie gleich. Die Brücke zum Geld schlagen Webanalyse und Shopdaten.
- Suchvolumen. Impressionen sind kein Suchvolumen. Sie hängen davon ab, wo du rankst. Für die Planung neuer Themen brauchst du ein Werkzeug für die Keyword-Recherche.
- Zahlen anderer Werkzeuge. Warum Ahrefs, Semrush und Sistrix andere Werte zeigen, steht im Beitrag Warum Ahrefs andere Zahlen zeigt als die Search Console.
Häufige Fragen
Warum zeigt die Search Console weniger Klicks als meine Webanalyse?
Google nennt mehrere Gründe: Seltene Suchanfragen fehlen aus Datenschutzgründen, die Rohdaten werden entdoppelt, die Daten kommen zwei bis drei Tage verzögert, die Tage laufen in Pacific Time, und Werkzeuge wie Google Analytics zählen nur Besucher mit JavaScript und Zustimmung. Eine Abweichung ist normal, ein plötzlicher Bruch nicht.
Warum steht meine Seite nicht auf der Position, die im Bericht steht?
Weil der Bericht einen Durchschnitt über alle Impressionen zeigt und deine eigene Suche ein Einzelfall ist, abhängig von Ort, Gerät, Sprache und Verlauf. Dazu zählt nur die oberste Fundstelle deiner Website.
Wie lange bleiben die Daten verfügbar?
Die Oberfläche bietet höchstens 16 Monate. Für längere Zeiträume exportierst du regelmäßig selbst oder richtest den Bulk-Datenexport nach BigQuery ein. Dort bleiben die Daten, solange du sie nicht löschst.
Wie finde ich Suchanfragen aus dem KI-Modus?
Direkt kennzeichnet Google sie nicht. Folgefragen im KI-Modus zählt Google als eigene Suchanfragen, und die erkennst du an ihrer Form: kurze Antworten wie „ja“ oder „ja bitte“, Aufträge wie „gib mir …“ oder „hast du …“ und sehr lange Sätze. Die Muster 7, 12 und 13 in diesem Beitrag finden sie.
Was ist der Unterschied zwischen Suchanfragen-Filter und Tabellenfilter?
„Filter hinzufügen“ oben filtert Diagramm und Tabelle, entfernt dabei aber die anonymisierten Suchanfragen aus den Summen. Das Filtersymbol rechts über der Tabelle filtert nur die angezeigten Zeilen, etwa nach Position größer als 4. Die Summen oben bleiben dabei unverändert.
Soll ich meine Seite aus den generativen KI-Funktionen ausschließen?
In den allermeisten Fällen nein. Ausschließen heißt, dass du dort weder verlinkt wirst noch Impressionen bekommst. Prüf den Schalter einmal und lass ihn auf „Einschließen“, solange du keinen belegbaren Grund hast.
Kann ich Regex auch für Seiten nutzen?
Ja. Der Seitenfilter hat dieselben vier Varianten wie der Suchanfragen-Filter. Mit Regex trennst du etwa Blog, Kategorien und Produkte. Denk daran, Punkte in Domains mit \. zu schreiben, und nimm (?-i), wenn Groß- und Kleinschreibung in deinen URLs einen Unterschied macht.
Quellen
- Google Search Console-Hilfe: Leistungsbericht, Übersicht und grundlegende Einrichtung
- Google Search Console-Hilfe: Was sind Impressionen, Position und Klicks? (mit den Abschnitten KI-Modus und Übersichten mit KI)
- Google Search Console-Hilfe: Leistungsbericht, Daten
- Google Search Console-Hilfe: Dimensionen und Datengruppierungen
- Google Search Console-Hilfe: Erweiterte Filterung und Vergleich, Regex, KI-gestützte Konfiguration
- Google Search Console-Hilfe: Abweichungen zwischen den Daten
- Google Search Console-Hilfe: Leistungsbericht zu generativen KI-Funktionen
- Google Search Console-Hilfe: Freigabe von Inhalten für generative KI managen
- Google Search Console-Hilfe: Website- oder Plattform-Property hinzufügen
- Google Search Console-Hilfe: Statistikbericht
- Google Search Console-Hilfe: URL-Prüftool
- Google Search Console-Hilfe: Bericht zur Seitenindexierung
- Google Search Console-Hilfe: Sitemaps-Bericht
- Google Search Console-Hilfe: Tool zum Entfernen und für SafeSearch-Meldungen
- Google Search Console-Hilfe: Core Web Vitals-Bericht
- Google Search Console-Hilfe: Bericht „Links“
- Google Search Console-Hilfe: Bericht „Crawling-Statistik“
- Google Search Console-Hilfe: Leistungsbericht Discover
- Google Search Console-Hilfe: Leistungsbericht Google News
- Google Search Central Blog, 07.04.2021: Regex-Filter und neuer Vergleichsmodus
- Google Search Central Blog, 02.06.2021: Regex „stimmt nicht überein“
- Google Search Central Blog, 19.10.2022: Filterung und Grenzen der Leistungsdaten
- Google Search Central Blog, 12.12.2024: 24-Stunden-Ansicht
- Google Search Central Blog, 30.06.2025: neuer Statistikbericht
- Google Search Central Blog, 27.10.2025: Suchanfragen-Gruppen
- Google Search Central Blog, 17.11.2025: Anmerkungen
- Google Search Central Blog, 20.11.2025 mit Nachtrag vom 11.03.2026: Markenfilter
- Google Search Central Blog, 04.12.2025: KI-gestützte Konfiguration
- Google Search Central Blog, 10.12.2025: Wochen- und Monatsansicht
- Google Search Central Blog, 03.06.2026: Berichte zu generativen KI-Funktionen
- Google Search Central Blog, 07.07.2026: Plattform-Properties
- Google Search Central Blog, 29.07.2026: Plattform-Properties weltweit
- Google Search Central Blog, 24.09.2026: Suchtyp Web multimodal
- Search Engine Roundtable, 06.08.2026: Google Shows AI Mode Queries In Search Console
- Glenn Gabe, GSQi, 13.08.2026: How To Find And Organize AI Mode Queries
- Ann Smarty, Practical Ecommerce, 24.08.2026: Filter AI Mode Prompts in Search Console
- Anastasia Kourou auf LinkedIn, August 2026, mit der Antwort von John Mueller
- Search Engine Land, 16.06.2025: AI Mode traffic data comes to Search Console
- Ahrefs, Patrick Stox, 24.06.2022: Nearly Half of GSC Clicks Go to Anonymous Queries
- Ahrefs: Long-tail Keywords
- Search Engine Land, 18.09.2025: Folgen der Abschaltung von num=100
- web.dev: Web Vitals, Grenzwerte für LCP, INP und CLS
- Eigene Daten: Google Search Console von pastaweb.de, Suchtyp Web (Text), 28.05.2025 bis 27.09.2026, abgelesen und exportiert am 30.09.2026.
Das für deinen Shop umsetzen?
Drei Fragen, sofort eine Einschätzung, danach drei konkrete Punkte von mir persönlich. Kostenlos.
Weitere Artikel
aus dem Magazin.
Alle ArtikelClaude Code unter Windows einrichten: nativ, WSL oder Container
Claude Code ist ein Werkzeug fürs Terminal. Du startest es in einem Projektordner, sagst in normaler Sprache, was passieren soll, und es liest Dateien, schreibt Code und führt Befehle aus. Lange galt unter Windows: …
Context Engineering: so gibst du der KI den richtigen Kontext
Du gibst einem Sprachmodell zweimal dieselbe Anweisung und bekommst zweimal ein anderes Ergebnis. Beim ersten Mal stimmen die Maße im Produkttext, beim zweiten Mal erfindet das Modell eine Materialangabe dazu. Am …
Warum Ahrefs andere Zahlen zeigt als die Search Console
Stell dir folgende Lage vor, die Zahlen sind ausgedacht, der Fall ist Alltag: Die Google Search Console zeigt 412 Klicks im letzten Monat. Ahrefs zeigt für dieselbe Domain 3.100 Besucher aus der organischen Suche. …

