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Heatmap-Tools 2026: 10 Anbieter von kostenlos bis bezahlt
ArtikelKI, Automatisierung & Reporting06.10.2026/img/magazin/heatmap-tools-wutklicks-totklicks-vergleich-2026.webp
Das Wichtigste auf einen Blick
- Clarity ist für die meisten Shops der Start. Kostenlos, ohne Traffic-Grenze, mit Heatmaps, Aufzeichnungen sowie Wut- und Totklicks. Der Haken ist die Einwilligung: Für Besucher aus EWR, UK und Schweiz verlangt Clarity ein Einwilligungssignal.
- Der Markt hat sich seit Herbst 2025 verschoben. Hotjar ist in Contentsquare aufgegangen (Gratis-Tarif jetzt 200.000 Sitzungen im Monat), bei Smartlook war der 31.05.2026 der letzte Bestelltag, Lucky Orange hat den Gratis-Plan von der Preisseite genommen.
- Ein Wutklick ist nicht überall derselbe. Die Hersteller zählen von 2 Klicks in 3 Sekunden bis 5 Klicks in 0,5 Sekunden. Clarity, Fullstory, Lucky Orange und Plerdy nennen keine Zahl. Vergleiche Quoten nie zwischen zwei Tools.
- Totklicks sind das häufigere Signal. Im Clarity-Demo-Projekt haben 2.038 von 18.341 Sitzungen einen Totklick, nur 16 einen Wutklick. Auf Shop-Seiten sind das oft Bilder, Farbfelder und Text, der wie ein Link aussieht.
- Gratis hat unterschiedliche Preise. PostHog begrenzt Heatmaps im Gratis-Tarif auf 3 Seiten, Plerdy zählt Aufzeichnungen insgesamt, Fullstory Free räumt dem Anbieter Rechte an anonymisierten Daten ein.
- Selbst bauen geht, lohnt aber selten. Das Messskript ist überschaubar, den Aufwand machen Bot-Erkennung, Auswertung und Datenschutz.
- Plane für Heatmaps und Aufzeichnungen eine Einwilligung ein. Die Datenschutzbehörden haben Maus- und Wischbewegungen 2019 so eingeordnet, die CNIL sagt es im Entwurf von 2026 für Session Replay.
Inhaltsverzeichnis17 Abschnitte
- Die 10 besten Heatmap-Tools auf einen Blick
- Was sind Heatmaps und was zeigen sie?
- Was sind Wutklicks und Totklicks?
- So bewerte ich die Heatmap-Tools: Kriterien, Punkte und Rang
- Die 10 Tools einzeln: Preise, Grenzen und mein Urteil
- Von kostenlos bis bezahlt: die Preisliste
- Welches Heatmap-Tool passt zu meinem Shop?
- Brauchen Heatmaps und Aufzeichnungen eine Einwilligung?
- Was ist aus Hotjar und Smartlook geworden?
- So gehst du vor: mit Clarity zu den ersten Totklicks
- Was berichten Shop-Betreiber und Praktiker über Clarity und Co.?
- Selbst bauen: Heatmaps, Wutklicks und Totklicks ohne fertiges Tool
- Meine Einschätzung
- Grenzen der Daten
- Häufige Fragen zu Heatmap-Tools
- Fazit
- Quellen
Hotjar nimmt keine neuen Konten mehr an, und bei Smartlook war der 31. Mai 2026 der letzte Bestelltag. Trotzdem führen vier von sechs deutschsprachigen Vergleichslisten zu Heatmap-Tools Smartlook noch als wählbares Tool auf, ohne Hinweis auf das Verkaufsende. Das habe ich am 6. Oktober 2026 gesehen, als ich zehn Heatmap-Tools nebeneinandergelegt habe: Preise, Gratis-Grenzen, Datenschutz und die Frage, ab wann ein Tool einen Wutklick oder einen Totklick meldet.
Gerade die letzte Frage hat mich überrascht. Crazy Egg meldet schon den zweiten Klick auf dasselbe Element innerhalb von drei Sekunden als Wutklick, Hotjar erst fünf Klicks innerhalb von 500 Millisekunden. Wer Wutklick-Quoten aus zwei Tools vergleicht, vergleicht also zwei verschiedene Dinge. Dazu hat sich der Gratis-Markt in einem Jahr verschoben: Der Gratis-Tarif von Contentsquare, dem Nachfolger von Hotjar, erfasst 200.000 Sitzungen im Monat, bei Hotjar waren es noch 35 am Tag.
Daraus ist eine Rangliste von 10 Tools geworden, mit der Grenze, an die du bei jedem wirklich stößt. Dazu kommt eine eigene Messung: Ich habe 30 Shop-Seiten aus meinem Conversion-Check darauf geprüft, welche Verhaltens-Tools sie laden. Bei 12 von 30 läuft eines, in 9 Fällen ist es Clarity. Clarity taucht auch im Test kostenloser SEO-Tools auf, dort als Antwort auf die Frage, was passiert, wenn der Besucher nach dem Klick auf das Suchergebnis da ist.
Beim Abrufen und Auswerten hat mir KI geholfen (Claude Code): Sie hat die Preis-, Hilfe- und Dokuseiten abgerufen, Tabellen ausgelesen und Zitate gegen die gespeicherten Rohseiten geprüft. Auswahl, Gewichtung, Rangfolge, die Messung bei 30 Shops und die Empfehlungen sind meine. Microsoft Clarity und PostHog setze ich selbst ein. Die anderen acht Tools habe ich an Herstellerseiten und Dokumentationen geprüft, nicht in einem eigenen Konto. Die Clarity-Screenshots stammen aus dem öffentlichen Demo-Projekt von Microsoft, nicht aus Kundenkonten, die PostHog-Screenshots aus den Einstellungen meines Projekts ohne Nutzerdaten.
Die 10 besten Heatmap-Tools auf einen Blick
Die Reihenfolge folgt den Punkten, die ich unten erkläre. Wer nur wissen will, womit er anfängt, nimmt Platz 1.
- 1Microsoft ClarityFast jeden Shop zum Start0 €, ohne Limitkein bezahlter Tarif8,5
- 2Contentsquare FreeMehr Volumen gratis und EU-Region0 €, 200.000 Sitzungenab 39 €8
- 3MouseflowKleine Shops, die Reibung sofort sehen wollen0 €, 500 Sitzungenab 25 €8
- 4PostHogTeams mit Replay, Events und EU-Cloud5.000 Aufzeichnungennach Nutzung7,5
- 5PlerdyConversion-Werkzeugkasten, Server in Deutschland0 $, kleines Gesamtlimitab 21 $7,5
- 6FullstoryFrustsignale im Detail, Datenrechte beachten0 $, 30.000 Sitzungenauf Anfrage7
- 7Crazy EggKlassische Heatmaps mit Budgetkein Gratis-Planab 29 $7
- 8Zoho PageSenseZoho-Nutzer, Frustsignale erst angekündigt0 €, 5.000 Besucherab 12 €6
- 9Lucky OrangeShopify-Shops mit Budgetkein Gratis-Planab 32 $5
- 10MatomoDatenschutz zuerst, Frankfurt oder selbst hostenkein Gratis-Planab 18,33 € netto5
Sortiert nach Punkten aus dem Vergleich (Methode weiter unten), Stand der Herstellerseiten 06.10.2026. Ein Klick springt zur Prüfung des Tools. Preise in der Währung der Herstellerseite, nicht umgerechnet.
Was sind Heatmaps und was zeigen sie?
Eine Heatmap färbt eine Seite nach dem Verhalten der Besucher ein: Rot steht für viele Klicks oder viel Aufmerksamkeit, Blau für wenige. Die Werkzeuge messen dafür Klicks und Tipper, wie weit gescrollt wird und je nach Anbieter auch, wohin sich die Maus bewegt oder wie lange ein Abschnitt im Sichtfeld bleibt.
Welche Arten von Heatmaps gibt es?
Fast alle Anbieter kennen drei Grundtypen. Die Klickkarte zeigt, welche Elemente angeklickt werden. Die Scrollkarte zeigt, bei welcher Tiefe wie viele Besucher noch dabei sind. Die Aufmerksamkeitskarte zeigt, bei welchen Bereichen Besucher am längsten bleiben. Clarity kennt zusätzlich Bereichskarten und Konversionskarten, bei PostHog zeigt die Heatmap Mausbewegungen, Klicks, Totklicks und Wutklicks gemeinsam, bei Mouseflow gibt es eine Friction-Heatmap, die Reibungsereignisse direkt auf der Seite einfärbt.

Das Demo-Projekt gehört zur Marketingseite von Clarity selbst, kein Shop. Es zeigt aber, was du bekommst: links die Rangliste der Elemente mit Klickzahl und Anteil, rechts die eingefärbte Seite. Die Anmelde-Schaltflächen auf den Plätzen 2 bis 4 bringen es zusammen auf 36,22 Prozent der Klicks, Platz 1 ist in der Demo maskiert. In einem Shop wären es der Warenkorb-Button, das Suchfeld und die Varianten-Auswahl.
Was zeigen Heatmaps nicht?
Eine Heatmap zeigt wo, aber nicht warum. Sie mittelt viele Besuche und verdeckt dabei Einzelfälle, und sie zeigt nur, was auf der Seite tatsächlich angeklickt wurde. Ein Element, das niemand findet, bleibt blau, ohne dass du erfährst, ob es uninteressant oder unsichtbar ist. Deshalb gehören Heatmaps und Aufzeichnungen zusammen: Die Karte nennt die Stelle, die Aufzeichnung zeigt den Besucher dabei. Wie du aus beidem Tests und Änderungen ableitest, steht im Conversion-Ratgeber für Shops.
Was sind Wutklicks und Totklicks?
Beides sind Signale für Frust, die ein Tool automatisch aus dem Verhalten ableitet. Du musst dafür keine Aufzeichnung ansehen, das Tool markiert die Stellen. Clarity übersetzt die Begriffe in der deutschen Oberfläche nicht wörtlich: Wutklicks heißen dort „Übermäßige Klicks“, Totklicks „Tote Klicks“.
Was ist ein Wutklick (Rage Click)?
Ein Wutklick liegt vor, wenn ein Besucher mehrfach hintereinander auf dieselbe Stelle klickt oder tippt. Clarity beschreibt ihn als mehrere Klicks in einem eng begrenzten Bereich in kurzer Folge. Meist steckt ein Element dahinter, das aussieht, als reagiere es, und es nicht tut: ein Button, der erst nach Sekunden etwas lädt, ein Farbfeld ohne Wirkung, eine Schaltfläche, die auf dem Handy zu klein ist.
Was ist ein Totklick (Dead Click)?
Ein Totklick ist ein Klick, auf den nichts folgt. Clarity zählt ihn, wenn ein Besucher ein Element anklickt und in angemessener Zeit keine Rückmeldung bekommt: Die Seite ändert sich nicht, und es gibt keine Navigation. Das können ein kaputtes Element, eine langsame Anfrage oder irreführende Gestaltung sein. Im Shop sind es typischerweise Produktbilder, die nicht vergrößern, Farbmuster ohne Funktion, Preise oder Texte, die wie Links aussehen, und Filter, die zu langsam antworten.


Die beiden Auszüge zeigen die Größenordnung. Im Demo-Projekt hatten 2.038 von 18.341 Sitzungen einen Totklick, das sind 11,11 Prozent. Einen Wutklick hatten nur 16 Sitzungen, 0,09 Prozent. Das ist die Seite eines Softwareanbieters, keine Shop-Quote, und du solltest daraus keinen Richtwert ableiten. Das Verhältnis zeigt aber, warum ich bei der Auswertung nicht beim Wutklick anfange: Wutklicks sind selten und machen Eindruck, Totklicks sind häufig und zeigen dir in der Summe, wo Besucher etwas erwarten, das deine Seite nicht liefert.
Wie sehen Wut- und Totklicks in echten Shops aus?
Ich habe in zwei Konten nachgesehen, die ich selbst nutze, und nenne nur Anteile, keine absoluten Zahlen und keine Shopnamen. Bei einem Shop in Clarity, mit über 64 Prozent Besuchern aus mobilen Browsern (Mobile Safari und Chrome Mobile), lagen die Totklicks in den letzten 30 Tagen bei 0,36 Prozent der Sitzungen, die Wutklicks bei 0 Prozent. Auf der meistbesuchten Produktseite landen die Totklicks der mobilen Ansicht auf nur drei Elementen, zwei davon sind Produktbilder. Das meistgeklickte Element der Seite ist die Farbauswahl mit 10,7 Prozent der Klicks. Auffällig ist die „Schnelle Rückkehr“ mit 33,89 Prozent der Sitzungen, im Demo-Projekt waren es 0,31 Prozent. Meine Lesart: In einem Shop gehört das Blättern zwischen Kategorie und Produkt zum Stöbern, der Wert ist dort eher ein Maß fürs Vergleichen als ein Fehlersignal.
PostHog läuft bei mir auf zwei weiteren Shops, vor allem zum Zählen von Besuchen und Klicks. Dort kommen Wutklicks als Ereignis an, in 0,6 Prozent der Sitzungen der letzten 30 Tage. Totklicks erfasst das Projekt nicht, weil der Schalter dafür aus ist.
Ab wann zählt ein Klick als Wutklick? Die Zahlen der Hersteller im Vergleich
Das ist der Teil, den ich bei der Recherche nirgends zusammengestellt gefunden habe. Das Ergebnis reicht von zwei Klicks in drei Sekunden bis zu fünf Klicks in einer halben Sekunde. Bei Clarity, Fullstory, Lucky Orange und Plerdy steht keine Zahl in den geprüften Seiten, bei Zoho PageSense nennt ein Hersteller-Ratgeber die Erkennung noch als „coming soon“.
Was die Hersteller als Wutklick und Totklick veröffentlichen. Stand der Dokumentationen: 06.10.2026. Fehlt eine Zahl, hat der Hersteller keine veröffentlicht. Auf dem Handy kannst du die Tabelle seitlich wischen.
| Tool | Wutklick | Totklick | Beleg |
|---|---|---|---|
| Crazy Egg | Zweiter Klick innerhalb von 3 Sekunden auf dasselbe Element, kein Doppelklick | Klick auf Elemente wie Text oder leere Fläche | Doku |
| Contentsquare Free | Dasselbe Element mindestens 3 Mal innerhalb von 2 Sekunden | In der Doku-Tabelle der Frustsignale nicht aufgeführt | Doku |
| PostHog | 3 Klicks, jeweils höchstens 30 Pixel und 1 Sekunde vom vorherigen entfernt (einstellbar) | Klick, auf den keine Änderung der Seite folgt (einschaltbar) | Doku |
| Mouseflow | 5 Klicks auf dasselbe Element in weniger als 1 Sekunde (laut Mouseflow-Blog, die Hilfeseite nennt keine Zahl) | Klick auf ein Element, das interaktiv wirkt, aber nichts auslöst; nur nicht klickbare Elemente, keine Buttons oder Links | Doku |
| Microsoft Clarity | Mehrere Klicks in einem eng begrenzten Bereich kurz nacheinander | Klick ohne sichtbare Rückmeldung in angemessener Zeit, keine Navigation | Doku |
| Fullstory | Mehrfaches schnelles Klicken oder Tippen an derselben Stelle, keine veröffentlichte Schwelle | Klick ohne Änderung der Seite innerhalb weniger Sekunden | Doku |
| Lucky Orange | Mehrfaches Klicken an derselben Stelle in kurzer Folge oder Mausschütteln, ohne veröffentlichte Schwelle | In den geprüften Seiten nicht belegt | Doku |
| Plerdy | Filter und Spalte für Wutklicks in den Aufzeichnungen, ohne veröffentlichte Schwelle | Als Ziel der Auswertung genannt, Erkennung nicht beschrieben | Doku |
| Zoho PageSense | Laut Hersteller noch nicht verfügbar (Ankündigung „coming soon“) | Laut Hersteller noch nicht verfügbar (Ankündigung „coming soon“) | Doku |
| Matomo | In den geprüften Seiten nicht dokumentiert | In den geprüften Seiten nicht dokumentiert | Doku |
| Hotjar (Altkonten) | 5 Klicks auf dasselbe Element innerhalb von 500 Millisekunden | In den geprüften Hilfeseiten nicht aufgeführt | Doku |
Der Prüfer unter der Tabelle wendet genau diese Regeln auf eine Klickfolge an. Nimm eine Vorlage oder klicke selbst schnell in die Fläche, dann siehst du, welcher Hersteller dieselbe Folge als Wutklick markiert und welcher nicht. Die Tabelle oben zeigt dieselbe Streuung bei den Totklicks: Clarity, Fullstory und PostHog zählen jeden Klick ohne sichtbare Folge, Mouseflow nur Klicks auf nicht klickbare Elemente, Crazy Egg Klicks auf Text oder leere Fläche.
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Crazy Egg schließt Doppelklicks aus, hier zählt der Doppelklick-Ereignis des Browsers. Die Elementzuordnung entspricht den vier Zielen oben. Die Totklick-Zeilen gelten für den letzten Klick: Clarity, Fullstory und PostHog zählen Klicks ohne sichtbare Folge, Mouseflow nur Klicks auf nicht klickbare Elemente, Crazy Egg Klicks auf Text oder leere Fläche. Contentsquare und Hotjar führen den Totklick in den geprüften Seiten nicht auf.






Was bedeutet das für deine Auswertung?
Drei Dinge folgen daraus. Erstens: Eine Wutklick-Quote ist nur innerhalb eines Tools über die Zeit vergleichbar, nie zwischen Tools. Zweitens: Wenn du das Tool wechselst, brichst du die Vergleichsreihe, auch wenn dieselbe Seite dieselben Besucher hat. Drittens: Verlass dich bei Wutklicks auf die Aufzeichnung, nicht auf die Zahl. Sieh dir die Stelle an, an der geklickt wurde, und frage, ob das Element etwas verspricht, das es nicht hält. Das ist auch die Reihenfolge, die ich dir empfehle: erst die Totklick-Liste der Produktseite, dann die Aufzeichnungen mit Wutklicks, zuletzt die Quote.
So bewerte ich die Heatmap-Tools: Kriterien, Punkte und Rang
Ich habe die Tools mit acht Fragen geprüft, jede an den Herstellerseiten vom 6. Oktober 2026: Gibt es Heatmaps? Gibt es Aufzeichnungen? Erkennt das Tool Wutklicks? Erkennt es Totklicks? Gibt es einen dauerhaft kostenlosen Plan, der für einen kleinen Shop nutzbar ist? Sind Preise öffentlich? Ist ein EU-Bezug belegt, also ein wählbares EU-Rechenzentrum oder ein Anbieter, dessen Speicherort in der EU liegt? Gibt es eine Anbindung für Shopify oder WordPress? Ein „ja“ zählt einen Punkt, „teils“ einen halben, „nein“ und „offen“ keinen. Das Gratis-Kriterium zählt doppelt, weil die Frage dieses Beitrags lautet, wie viel du ohne Budget erreichst. Maximal sind 9 Punkte möglich.
Bei Gleichstand steht das Tool mit dauerhaft nutzbarem Gratis-Plan vorn. „Offen“ zählt wie „nein“, damit die Punkte nicht von Annahmen leben: Ich habe die Funktion dann in den geprüften Seiten nicht gefunden. Hotjar und Smartlook sind nicht dabei, weil man sie nicht mehr neu starten kann. VWO Insights fehlt, weil ich auf den geprüften Seiten keinen Preis gefunden habe. Heap und LogRocket richten sich an Produkt-Teams, UXtweak an Usability-Studien.
Kriterien, Punkte und Rang. Stand der Herstellerseiten: 06.10.2026. Das Gratis-Kriterium zählt doppelt, „offen“ zählt wie „nein“. Auf dem Handy kannst du die Tabelle seitlich wischen.
| Rang und Tool | Heatmaps | Aufzeichnungen | Wutklicks | Totklicks | Gratis nutzbar | Preise öffentlich | EU-Bezug | Shop-Anbindung | Punkte von 9 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 Microsoft Clarity | ja | ja | ja | ja | ja | ja | teils | ja | 8,5 |
| 2 Contentsquare Free (Hotjar-Nachfolger) | ja | ja | ja | offen | ja | ja | ja | ja | 8 |
| 3 Mouseflow | ja | ja | ja | ja | teils | ja | ja | ja | 8 |
| 4 PostHog | ja | ja | ja | ja | teils | ja | ja | teils | 7,5 |
| 5 Plerdy | ja | ja | ja | teils | teils | ja | ja | ja | 7,5 |
| 6 Fullstory | teils | ja | ja | ja | ja | teils | teils | teils | 7 |
| 7 Crazy Egg | ja | ja | ja | ja | teils | ja | nein | ja | 7 |
| 8 Zoho PageSense | ja | ja | nein | nein | ja | ja | offen | ja | 6 |
| 9 Lucky Orange | ja | ja | ja | offen | nein | ja | nein | ja | 5 |
| 10 Matomo (Cloud) | ja | ja | offen | offen | nein | ja | ja | ja | 5 |
Die Rangfolge beantwortet eine Frage: Wie viel bekommst du für wenig Geld und wenig Überraschung? Sie ist keine Aussage über die Qualität der Auswertung.
Wie verbreitet sind die Tools?
Wappalyzer zählt Websites, die das jeweilige Skript laden. Microsoft Clarity liegt mit etwa einer Million Websites weit vorn, danach folgen Matomo, Hotjar und PostHog. Hotjar steht trotz der Umstellung noch bei etwa 360.000 Websites, du wirst das Skript also weiterhin auf fremden Seiten sehen und im Quellcode von Kunden finden.
Die 10 Tools einzeln: Preise, Grenzen und mein Urteil
1Microsoft Claritykostenlos, ohne Traffic-Grenze, mit Wut- und Totklicks
- Gratis
- Kostenlos, ohne Traffic-Grenze und ohne Sampling
- Bezahlt ab
- kein bezahlter Tarif
- Speicherdauer
- Aufzeichnungen 30 Tage, Heatmaps 9 Monate
- Haken
- Für Besucher aus EU, UK und Schweiz ist eine Einwilligung nötig, sonst werden Sitzungen zerstückelt und Aufzeichnungen eingeschränkt
Mein UrteilMein Startpunkt für fast jeden Shop. Es kostet nichts, hat keine Traffic-Grenze und bringt Heatmaps, Aufzeichnungen sowie Wut- und Totklicks mit. Zwei Dinge gehören dazu: ein Cookie-Banner, der die Einwilligung an Clarity weitergibt, und die Erwartung, dass du im Shopify-Checkout ohne Plus nichts siehst. Die Totklick-Liste lese ich als Hinweis und nicht als Fehlerprotokoll.
- Heatmapsja
- Aufzeichnungenja
- Wutklicksja
- Totklicksja
- Gratis nutzbarja
- Preise öffentlichja
- EU-Bezugteils
- Shop-Anbindungja
Shopify: App des Anbieters, 4,6 Sterne bei 2.318 Bewertungen; WordPress: offizielles Plugin, 200.000+ aktive Installationen, 4,5 Sterne bei 14 Bewertungen, zuletzt aktualisiert 01.10.2026. Verbreitung laut Wappalyzer: etwa 1.000.000 Websites.
Herstellerseite, Stand 06.10.2026Clarity ist die erste Wahl für die meisten Shops. Laut Hersteller-FAQ ist es ein kostenloser Dienst „forever“, ohne Traffic-Grenze und ohne Sampling. Aufzeichnungen sind 30 Tage abrufbar, Heatmaps bis zu 9 Monate. Pro Projekt werden bis zu 100.000 Sitzungen am Tag aufgezeichnet, pro Heatmap bis zu 100.000 Seitenaufrufe ausgewertet, das reicht für fast jeden Shop. Beim Checkout gilt eine Einschränkung: Die Dokumentation nennt die Checkout- und Danke-Seiten ausdrücklich für Shopify-Plus-Konten, die über das Shopify-Pixel angebunden werden. Clarity kenne ich aus meiner Arbeit, die Auswertung der Aufzeichnungen kostet vor allem Zeit, nicht Geld.
Der Haken ist der Datenschutz. Für Besucher aus dem EWR, dem Vereinigten Königreich und der Schweiz verlangt Clarity eine ausdrückliche Einwilligung vor dem Setzen von Cookies. Ohne sie wird jeder Seitenaufruf zu einer eigenen Sitzung, Trichter und vollständige Aufzeichnungen sind dann eingeschränkt. Einwilligung, Datenschutzerklärung und Maskierung gehören deshalb zum Einbau und nicht danach.

2Contentsquare Freeder Nachfolger von Hotjar mit 200.000 Sitzungen
- Gratis
- 200.000 Sitzungen im Monat, 1 Projekt, Heatmaps, Aufzeichnungen, Funnels
- Bezahlt ab
- Growth ab 49 € (Monatszahlung) oder 39 € (Jahreszahlung) im Monat, ab 7.000 Sitzungen
- Speicherdauer
- Free 1 Monat, ab Growth 13 Monate
- Haken
- Im Gratis-Tarif nur 1 Monat Datenzugriff und ein Projekt, Aufzeichnungen erfassen nur 5 Prozent der Sitzungen, höchstens 10.000 pro Monat; Hersteller darf Funktionen nach eigenem Ermessen ändern
Mein Urteil nach Herstellerseiten und BerichtenDer naheliegende Wechsel, wenn du Hotjar kennst: 200.000 Sitzungen im Monat gratis mit Heatmaps und Aufzeichnungen. Vor dem Einbau merke ich mir zwei Grenzen: Im Gratis-Tarif sind die Daten nur 1 Monat abrufbar, und in der Hilfe-Tabelle der Frustsignale steht keine Totklick-Erkennung, ein Herstellerguide nennt sie aber.
- Heatmapsja
- Aufzeichnungenja
- Wutklicksja
- Totklicksoffen
- Gratis nutzbarja
- Preise öffentlichja
- EU-Bezugja
- Shop-Anbindungja
Shopify: App des Anbieters, noch ohne Bewertungen; WordPress: kein offizielles Plugin. Verbreitung laut Wappalyzer: etwa 45.000 Websites.
Herstellerseite, Stand 06.10.2026Wer Hotjar sucht, landet bei Contentsquare. Auf hotjar.com steht in einer Fußnote: Es sei nicht mehr möglich, ein neues Konto bei Hotjar zu erstellen, neue Nutzer könnten sich kostenlos bei Contentsquare anmelden. Der Gratis-Tarif ist dabei größer geworden: 200.000 Sitzungen im Monat statt 35 am Tag, mit Heatmaps, Aufzeichnungen, Funnels, Fehler- und Performance-Überwachung.
Die Grenzen im Free-Tarif: ein Projekt und nur ein Monat Datenzugriff, zonenbasierte Heatmaps erst ab Growth. Growth kostet bei Monatszahlung 49 Euro, bei Jahreszahlung 39 Euro im Monat und beginnt bei 7.000 Sitzungen.


3MouseflowReibungserkennung schon im Gratis-Plan, aber nur 500 Sitzungen
- Gratis
- 500 Sitzungen im Monat, 1 Website, Aufzeichnungen und Reibungserkennung
- Bezahlt ab
- Essential 39 € (Monatszahlung) oder 25 € (Jahreszahlung) im Monat, 5.000 Sitzungen
- Speicherdauer
- Free 1 Monat, Essential 3, Advanced 6, Premium 12 Monate
- Haken
- Die Friction-Heatmap und Aufmerksamkeitskarten gibt es erst ab dem Tarif Advanced
Mein Urteil nach Herstellerseiten und BerichtenEher ein Bezahltool mit Testmöglichkeit als ein Dauergratis-Tool. Gratis sind 500 Sitzungen im Monat, die Friction-Heatmap gibt es erst ab dem Tarif Advanced, der bei monatlicher Zahlung 149 Euro kostet. Wenn du Reibung auf einzelnen Seiten sehen willst, ist es die interessanteste Option für Geld.
- Heatmapsja
- Aufzeichnungenja
- Wutklicksja
- Totklicksja
- Gratis nutzbarteils
- Preise öffentlichja
- EU-Bezugja
- Shop-Anbindungja
Shopify: Drittanbieter-App, noch ohne Bewertungen; WordPress: offizielles Plugin, 7.000+ aktive Installationen, 3,8 Sterne bei 6 Bewertungen, zuletzt aktualisiert 26.09.2023. Verbreitung laut Wappalyzer: etwa 26.000 Websites.
Herstellerseite, Stand 06.10.2026Mouseflow packt viel in den kleinsten Plan: Aufzeichnungen, Klick-, Scroll- und Geo-Heatmaps und die automatische Reibungserkennung sind im Gratis-Plan enthalten, begrenzt auf 500 Sitzungen im Monat, eine Website und einen Monat Speicher. Die sieben Reibungsereignisse sind Wutklick, Klickfehler, Bounce, schnelles Blättern, 404-Seite, Totklick und eigene Ereignisse. Der Totklick zählt dort nur auf Elementen, die nicht klickbar sind, nicht auf Buttons und Links. Die Friction-Heatmap, die all das direkt auf der Seite zeigt, gibt es erst ab Advanced: 109 Euro bei Jahreszahlung, 149 Euro bei Monatszahlung, 25.000 Sitzungen.
Für deutsche Shops sprechen die EU-Speicherung für EU-Kunden und die Steuerung des Starts nach der Einwilligung, ein eigenes Einwilligungsprotokoll gibt es nicht. Das WordPress-Plugin des Anbieters wurde zuletzt 2023 aktualisiert, die Shopify-App ist eine Drittanbieter-App.
4PostHog5.000 Aufzeichnungen gratis und die genaueste Wutklick-Regel
- Gratis
- 5.000 Aufzeichnungen pro Monat, Heatmaps für 3 Seiten, Daten 1 Monat
- Bezahlt ab
- nutzungsabhängig: 0,005 $ je Aufzeichnung ab der 5.001., mit Staffelung
- Speicherdauer
- Free 1 Monat, bezahlt 3 Monate
- Haken
- Laut Doku erfasst PostHog im Gratis-Tarif Heatmap-Daten nur für bis zu 3 Seiten, die du auswählst. In meinem Projekt steht, die URL-Regeln würden noch nicht erzwungen
Mein UrteilBei mir ein Zähler für Besuche und Klicks, nicht mein Heatmap-Werkzeug. Wenn du Ereignisse ohnehin auswertest, sind Aufzeichnungen im selben System bequem. Für reine Shop-Heatmaps ist der Gratis-Tarif mit 3 Seiten und standardmäßig ausgeschalteten Totklick-Ereignissen enger als Clarity.
- Heatmapsja
- Aufzeichnungenja
- Wutklicksja
- Totklicksja
- Gratis nutzbarteils
- Preise öffentlichja
- EU-Bezugja
- Shop-Anbindungteils
Shopify: keine eigene App gefunden; WordPress: Drittanbieter-Plugin, 300+ aktive Installationen, 5,0 Sterne bei 1 Bewertung, zuletzt aktualisiert 20.05.2026. Verbreitung laut Wappalyzer: etwa 310.000 Websites.
Herstellerseite, Stand 06.10.2026PostHog ist ein Produkt-Analytics-Werkzeug, bringt aber Session Replay, Heatmaps und die Erfassung von Wut- und Totklicks mit. Im Gratis-Kontingent stecken 5.000 Aufzeichnungen pro Monat mit einem Monat Speicher. Heatmap-Daten sammelt PostHog im Gratis-Tarif nur für bis zu drei Seiten, die du auswählst. Mit hinterlegter Karte entfällt diese Grenze, und du zahlst erst über dem Kontingent: 0,005 Dollar je Aufzeichnung von der 5.001. bis zur 15.000., danach gestaffelt bis 0,0015 Dollar.
Die Wutklick-Regel ist die einzige, die sich bis auf den Pixel einstellen lässt: drei Klicks, jeder höchstens 30 Pixel und eine Sekunde vom vorherigen entfernt. Die Totklick-Erfassung schaltest du in den Projekteinstellungen ein. PostHog hat eine EU-Cloud in Frankfurt, einen Auftragsverarbeitungsvertrag zum Selbsterzeugen und im Cookieless-Modus ist Replay ohne Einwilligung aus. Für Shops ist der Aufwand höher als bei Clarity: keine eigene Shopify-App, nur Drittanbieter-Plugins. Dafür ist es das Tool, das wächst, wenn du später Events, Funnels und Experimente brauchst.
PostHog setze ich auf zwei Shops ein, vor allem zum Zählen von Besuchen und Klicks, in der EU-Cloud unter eu.posthog.com. Die Aufzeichnung ist im Projekt eingeschaltet, in den letzten 30 Tagen sind aber keine angekommen. „Dead clicks autocapture“ ist ein eigener Schalter, in meinem Projekt standardmäßig aus: Wer Totklicks in PostHog sehen will, muss ihn einschalten. Bei den Heatmaps steht der Hinweis, dass die URL-Regeln noch nicht erzwungen werden und Heatmap-Daten vorerst von jeder Seite kommen, die Grenze von drei Seiten aus der Doku zeigt mein Projekt also nicht als Sperre. Welcher Tarif bei dir gilt, siehst du im Einstellungsbereich selbst, verlass dich nicht auf die Doku allein.
Dazu passt ein Praxisbericht der Webanalyse-Beraterin Lisa Fellinger vom 06.10.2026. Sie richtete PostHog mit KI-Hilfe in etwa 30 Minuten im Gratis-Paket ein und hielt fest, dass „enabled“ in der Oberfläche nicht heißt, dass es auf der Live-Seite funktioniert, und dass der Einrichtungsassistent Einwilligung, Maskierung und Datenschutzerklärung nicht zur offensichtlichen Aufgabe machte. Bei mir zeigt sich dasselbe: Der Schalter für die Aufzeichnung ist an, es kommt aber nichts an.


5PlerdyGratis-Plan mit Gesamtlimit, Server in Deutschland
- Gratis
- Dauerhaft 0 Dollar: Heatmaps mit Tageslimit, 500 Video-Sitzungen insgesamt
- Bezahlt ab
- Startup 32 $ (Monatszahlung) oder 21 $ (Jahreszahlung) im Monat
- Speicherdauer
- Free 1 Monat Speicher, Startup 3 Monate
- Haken
- Das Limit der Aufzeichnungen gilt insgesamt, nicht pro Monat; Heatmaps haben ein Tageslimit
Mein Urteil nach Herstellerseiten und BerichtenZum Ausprobieren auf wenigen Seiten brauchbar. Das Gratis-Kontingent ist knapp: 100 Heatmap-Seitenaufrufe pro Tag und 500 Video-Sitzungen insgesamt, nicht pro Monat. Wie Plerdy Wutklicks erkennt, beschreibt der Hersteller nicht.
- Heatmapsja
- Aufzeichnungenja
- Wutklicksja
- Totklicksteils
- Gratis nutzbarteils
- Preise öffentlichja
- EU-Bezugja
- Shop-Anbindungja
Shopify: App des Anbieters, 4,2 Sterne bei 19 Bewertungen; WordPress: offizielles Plugin, 1.000+ aktive Installationen, 5,0 Sterne bei 6 Bewertungen, zuletzt aktualisiert 15.07.2025. Verbreitung laut Wappalyzer: etwa 3.200 Websites.
Herstellerseite, Stand 06.10.2026Plerdy ist ein Werkzeugkasten für Conversion-Arbeit mit Heatmaps, Aufzeichnungen, SEO-Audit, Pop-ups und A/B-Tests. Der Gratis-Plan heißt „$0 / Forever“ und enthält 100 Heatmap-Seitenaufrufe pro Tag und 500 Video-Sitzungen. Ein Hinweis auf der Preisseite erklärt, was das bedeutet: Die Video-Sitzungen haben ein Gesamtlimit, das du durch Löschen verwaltest, die Heatmaps ein Tageslimit, das sich täglich zurücksetzt. Du rechnest also nicht mit Sitzungen im Monat wie bei den anderen Tools, deshalb kann der Preisrechner unten Plerdy nicht in Euro pro Monat umrechnen.
Bezahlt startet Plerdy bei 21 Dollar im Monat bei Jahreszahlung, 32 Dollar bei Monatszahlung, mit 5.000 Video-Sitzungen. Die Server stehen laut Sicherheitsrichtlinie in Deutschland bei Hetzner. Wutklicks lassen sich in den Aufzeichnungen filtern, Totklicks nennt die Seite als Ziel der Auswertung, wie sie erkannt werden, steht dort nicht.
6Fullstory30.000 Sitzungen gratis, aber mit einem Preis in Daten
- Gratis
- FullstoryFree: 30.000 Sitzungen im Monat, Aufzeichnungen 12 Monate
- Bezahlt ab
- Bezahlpläne nur auf Anfrage
- Speicherdauer
- 12 Monate Aufzeichnungen und Analysen im Free
- Haken
- Im Gratis-Tarif hält Fullstory Eigentumsrechte an anonymisierten Daten und darf sie auch für KI-Training nutzen; Bezahlpläne nur auf Anfrage
Mein Urteil nach Herstellerseiten und BerichtenEin Werkzeug für größere Teams, kein Einstieg für den kleinen Shop. Der Gratis-Tarif bietet 30.000 Sitzungen, aber Fullstory hält die Rechte an anonymisierten Daten und darf sie für KI-Training nutzen, und Bezahlpläne gibt es nur auf Anfrage.
- Heatmapsteils
- Aufzeichnungenja
- Wutklicksja
- Totklicksja
- Gratis nutzbarja
- Preise öffentlichteils
- EU-Bezugteils
- Shop-Anbindungteils
Shopify: App nur für bestehende Fullstory-Kunden (Checkout); WordPress: kein offizielles Plugin. Verbreitung laut Wappalyzer: etwa 42.000 Websites.
Herstellerseite, Stand 06.10.2026FullstoryFree erlaubt 30.000 Sitzungen im Monat, Aufzeichnungen und Analysen bleiben 12 Monate. Fullstory ist bei Frustsignalen stark: Rage Clicks, Dead Clicks, Error Clicks und Thrashed Cursor, ein hektisches Hin- und Herbewegen der Maus. In den FAQ des Gratis-Plans steht außerdem, was du dafür abgibst: Mit FullstoryFree räumst du Fullstory Eigentumsrechte an den anonymisierten, nicht personenbezogenen Daten ein, und Fullstory darf sie für Forschung, KI-Training, Produktverbesserung und den Austausch mit Geschäftspartnern nutzen.
Dazu kommt, dass Fullstory standardmäßig nicht maskiert: „Private by Default“ gibt es nur auf Anfrage beim Support. Heatmaps stehen nicht in der Funktionsliste des Gratis-Plans, Bezahlpläne gibt es nur auf Anfrage. Für einen kleinen Shop ist Fullstory deshalb eher ein Beobachtungsplatz für Frust als ein Heatmap-Werkzeug, und die Datenregel solltest du kennen, bevor du es einbaust.

8Zoho PageSenseGratis bis 5.000 Besucher, Frustsignale erst angekündigt
- Gratis
- Dauerhaft 0 Euro bis 5.000 Besucher im Monat, 5.000 Aufzeichnungen, 1 Monat Speicher
- Bezahlt ab
- Professional 20 € (Monatszahlung) oder 12 € (Jahreszahlung) im Monat, ab 10.000 Besuchen
- Speicherdauer
- Free 1 Monat, Professional 6 Monate
- Haken
- Wut- und Totklick-Erkennung steht beim Hersteller als „coming soon“
Mein Urteil nach Herstellerseiten und BerichtenKostenlos bis 5.000 Besucher im Monat mit 5.000 Aufzeichnungen, aber Wut- und Totklicks stehen beim Hersteller auf „coming soon“. Sinnvoll vor allem, wenn du ohnehin im Zoho-Umfeld arbeitest. Einen Praxisbericht aus einem Shop habe ich nicht gefunden.
- Heatmapsja
- Aufzeichnungenja
- Wutklicksnein
- Totklicksnein
- Gratis nutzbarja
- Preise öffentlichja
- EU-Bezugoffen
- Shop-Anbindungja
Shopify: keine eigene App gefunden; WordPress: offizielles Plugin, 70+ aktive Installationen, 5,0 Sterne bei 1 Bewertung, zuletzt aktualisiert 15.09.2026. Verbreitung laut Wappalyzer: etwa 16.000 Websites.
Herstellerseite, Stand 06.10.2026Der Gratis-Plan „Forever Free“ von Zoho PageSense umfasst laut Hersteller Heatmaps (Klick-, Scroll- und Aufmerksamkeitskarten) und Aufzeichnungen bis 5.000 Besucher im Monat, ein Projekt und einen Monat Speicher. Der Haken steht im eigenen Ratgeber des Herstellers: Die Überwachung von Wutklicks, Totklicks, JavaScript-Fehlern und Schnellrückkehr ist dort als „coming soon“ aufgeführt, auf der Gratis-Seite werden Wutklicks in den Aufzeichnungen dagegen erwähnt. Beides habe ich so gefunden und nicht in einem Konto geprüft. Für Zoho-Kunden ist es der bequemste Einstieg, für die Frustsignale dieses Beitrags ist es der schwächste Kandidat.
7Crazy Eggder Klassiker mit abgespecktem Gratis-Plan
- Gratis
- Gratis-Plan mit Web Analytics, Instant Heatmaps und Umfragen, ohne Aufzeichnungen und ohne die vollen Heatmap-Reports, 30 Tage Test des Bezahlplans
- Bezahlt ab
- Starter 29 $ im Monat bei Jahreszahlung, 5.000 Seitenaufrufe
- Speicherdauer
- Aufzeichnungen 6 Monate im Starter, sonst 2 Jahre
- Haken
- Aufzeichnungen sind stark begrenzt: 50 pro Monat im Starter, Preise gelten bei Jahreszahlung
Mein Urteil nach Herstellerseiten und BerichtenEin Klassiker, der für kleine Shops schwer zu rechtfertigen ist: der Gratis-Plan hat keine Aufzeichnungen und nicht die vollen Heatmap-Reports, und im Starter gibt es nur 50 Aufzeichnungen im Monat. Die Wutklick-Regel ist die empfindlichste der Liste, schon der zweite Klick innerhalb von 3 Sekunden zählt. Vergleiche die Quote deshalb nicht mit der eines anderen Tools.
- Heatmapsja
- Aufzeichnungenja
- Wutklicksja
- Totklicksja
- Gratis nutzbarteils
- Preise öffentlichja
- EU-Bezugnein
- Shop-Anbindungja
Shopify: App laut Store derzeit nicht verfügbar; WordPress: offizielles Plugin, 6.000+ aktive Installationen, 3,8 Sterne bei 5 Bewertungen, zuletzt aktualisiert 08.11.2024. Verbreitung laut Wappalyzer: etwa 52.000 Websites.
Herstellerseite, Stand 06.10.2026Crazy Egg gibt es seit Jahren, und die Preise waren am 08.12.2025 und am 06.10.2026 identisch: Starter 29 Dollar, Plus 99, Pro 249, Enterprise 599 im Monat, alle bei Jahreszahlung und ohne Überschreitungskosten, mit 30 Tagen kostenlosem Test. Gezählt werden Seitenaufrufe, nicht Sitzungen: 5.000 im Starter, 150.000 im Plus, 500.000 im Pro, eine Million im Enterprise. Die Aufzeichnungen sind knapp: 50 im Starter, 1.000 im Plus, 5.000 im Pro. Wer vor allem Aufzeichnungen sehen will, kommt mit dem Starter-Plan nicht weit.
Crazy Egg setzt Tags in den Aufzeichnungen: Wutklick bei einem zweiten Klick innerhalb von drei Sekunden auf dasselbe Element, Totklick bei einem Klick auf Text oder leere Fläche, dazu Quickback und übermäßiges Scrollen. Die Daten liegen laut Hersteller in den USA. Die Shopify-App war am 06.10.2026 laut App Store derzeit nicht verfügbar, das WordPress-Plugin ist offiziell, aber zuletzt im November 2024 aktualisiert.
9Lucky Orangedie stärkste Shopify-Präsenz, aber ohne Gratis-Plan auf der Preisseite
- Gratis
- Kein Gratis-Tarif auf der Preisseite, 7 Tage Test mit allen Funktionen
- Bezahlt ab
- Build 32 $ im Monat bei Jahreszahlung, 3.500 Sitzungen
- Speicherdauer
- mindestens 60 Tage, 90, 180 oder 365 Tage gegen Aufpreis
- Haken
- Zwei Preisreihen auf der Seite: 32 Dollar (jährlich bezahlt) und 39 Dollar in der Vergleichstabelle
Mein Urteil nach Herstellerseiten und BerichtenKein Gratis-Tarif, dafür eine Shopify-App und 7 Tage Test mit allen Funktionen. Ein Betreiber meldete im September 2026 knapp 600 Dollar Gebühren in einem Monat durch Bot-Sitzungen, der Anbieter antwortete und erstattete laut dem später bearbeiteten Bericht die strittigen Gebühren. Das ist ein Einzelfall, aber ein Grund, vor dem Start Sitzungslimit und Zählweise zu prüfen.
- Heatmapsja
- Aufzeichnungenja
- Wutklicksja
- Totklicksoffen
- Gratis nutzbarnein
- Preise öffentlichja
- EU-Bezugnein
- Shop-Anbindungja
Shopify: App des Anbieters, 4,7 Sterne bei 888 Bewertungen, „Built for Shopify“; WordPress: offizielles Plugin, 2.000+ aktive Installationen, 4,3 Sterne bei 24 Bewertungen, zuletzt aktualisiert 18.08.2026. Verbreitung laut Wappalyzer: etwa 9.900 Websites.
Herstellerseite, Stand 06.10.2026Lucky Orange bietet sieben Tage kostenlos mit allen Funktionen, danach Build für 32 Dollar im Monat bei Jahreszahlung (3.500 Sitzungen), Grow 72 Dollar (10.000), Expand 199 Dollar (ab 50.000) und Scale 839 Dollar (ab 300.000). In der Vergleichstabelle derselben Seite stehen 39, 249 und 1.049 Dollar, ohne dass der Zeitraum benannt wäre. Ich nenne deshalb nur die ausdrücklich als „paid annually“ bezeichneten Preise. Der Gratis-Plan mit 100 Sitzungen stand am 18.05.2026 noch auf der Preisseite und fehlte am 09.06.2026, das zeigen die Wayback-Schnappschüsse. Das Shopify-Listing zeigt ihn noch, du solltest dich also nicht auf einen Gratis-Plan verlassen.
Dafür ist es das einzige Tool dieser Liste mit der Auszeichnung „Built for Shopify“, die App hat 4,7 Sterne bei 888 Bewertungen. Wutklicks erkennt Lucky Orange über die Gruppe „Frustrated Visitors“ (Besucher, die die Maus schütteln oder mehrfach schnell an derselben Stelle klicken), eine Zahl nennt die Seite nicht. Ob es einen Totklick im Sinne dieses Beitrags kennt, habe ich in den geprüften Seiten nicht belegen können.

10Matomoder Datenschutz-Favorit, Heatmaps nur begrenzt
- Gratis
- Kein Gratis-Tarif in der Cloud, 21 Tage Test; die Software selbst ist Open Source
- Bezahlt ab
- Cloud ab 22 € im Monat netto, bei 50.000 Treffern
- Speicherdauer
- 24 Monate Rohdaten
- Haken
- Heatmaps und Aufzeichnungen haben im Cloud-Tarif Mengengrenzen (bei der Voreinstellung mit 50.000 Treffern: 1.500 Heatmap-Seitenaufrufe und 150 Aufzeichnungen pro Monat); Einwilligung nötig
Mein Urteil nach Herstellerseiten und BerichtenInteressant, wenn du Matomo ohnehin einsetzt und deine Daten in der EU halten willst. Heatmaps und Aufzeichnungen sind ein kostenpflichtiges Zusatzmodul mit Mengengrenzen, und Wut- und Totklicks nennt die Doku nicht. Als reines Heatmap-Werkzeug ist es auf dieser Liste nicht meine Wahl.
- Heatmapsja
- Aufzeichnungenja
- Wutklicksoffen
- Totklicksoffen
- Gratis nutzbarnein
- Preise öffentlichja
- EU-Bezugja
- Shop-Anbindungja
Shopify: keine eigene App gefunden; WordPress: offizielles Plugin, 100.000+ aktive Installationen, 4,6 Sterne bei 177 Bewertungen, zuletzt aktualisiert 15.09.2026. Verbreitung laut Wappalyzer: etwa 410.000 Websites.
Herstellerseite, Stand 06.10.2026Matomo ist eine Web-Analytics-Plattform, die Heatmaps und Aufzeichnungen als Funktion mitbringt. Die Cloud-Version kostet ab 22 Euro netto im Monat bei 50.000 Treffern (220 Euro im Jahr), 21 Tage lang kannst du sie testen. Die Daten liegen in Frankfurt, Backups in Dublin, und du kannst Matomo auch selbst hosten, dann kostet die Heatmap-Erweiterung laut Plugin-Seite 219 Euro im Jahr. Heatmaps und Aufzeichnungen sind im Cloud-Tarif enthalten, aber mengenbegrenzt: Bei der Voreinstellung mit 50.000 Treffern nennt die Preisseite 1.500 Heatmap-Seitenaufrufe und 150 Aufzeichnungen im Monat.
Wutklick und Totklick nennen die geprüften Matomo-Seiten nicht. Das ist der Grund für den letzten Platz, nicht die Qualität. Wenn du ohnehin mit Matomo misst und Datenschutz an erster Stelle steht, bekommst du Heatmaps im bekannten System. Wenn du Frustsignale suchst, gehörst du eher zu Clarity, Contentsquare oder PostHog.
Von kostenlos bis bezahlt: die Preisliste
Die Liste sortiert die Tools nach dem günstigsten bezahlten Einstieg bei Jahreszahlung. Davor stehen die, die sich ganz ohne Geld nutzen lassen. Die Preise stehen in der Währung der Herstellerseite, ich habe nichts umgerechnet, und Matomo nennt Netto-Preise.
Von kostenlos bis bezahlt, sortiert nach dem günstigsten bezahlten Einstieg bei Jahreszahlung. Preise pro Monat in der Währung der Herstellerseite, nicht umgerechnet. Format: Monatszahlung / Jahreszahlung. Stand: 06.10.2026. Auf dem Handy kannst du die Tabelle seitlich wischen.
| Tool | Gratis | Bezahlt ab | Was gezählt wird |
|---|---|---|---|
| Microsoft Clarity | kostenlos, kein Traffic-Limit | kein bezahlter Tarif | Sitzungen, höchstens 100.000 aufgezeichnet pro Projekt und Tag |
| Zoho PageSense | 0 €, bis 5.000 Besucher im Monat | 20 € / 12 € | Besuche im Monat, ab 10.000 |
| Matomo | kein Gratis-Tarif, 21 Tage Test | 22 € / 18,33 € netto | Treffer im Monat, ab 50.000 |
| Plerdy | 0 $, 500 Aufzeichnungen insgesamt | 32 $ / 21 $ | Aufzeichnungen insgesamt und Heatmap-Seitenaufrufe pro Tag |
| Mouseflow | 0 €, 500 Sitzungen im Monat | 39 € / 25 € | Sitzungen im Monat, ab 5.000 |
| Crazy Egg | Gratis-Plan ohne Aufzeichnungen, 30 Tage Test | nur Jahreszahlung: 29 $ | Seitenaufrufe im Monat, ab 5.000, nur 50 Aufzeichnungen |
| Lucky Orange | kein Gratis-Tarif, 7 Tage Test | nur Jahrespreis genannt: 32 $ | Sitzungen im Monat, ab 3.500 |
| Contentsquare Free | 0 €, bis 200.000 Sitzungen im Monat | 49 € / 39 € (Growth) | Sitzungen im Monat, Growth ab 7.000 |
| PostHog | 5.000 Aufzeichnungen im Monat gratis | nutzungsabhängig: 0,005 $ je Aufzeichnung darüber | Aufzeichnungen im Monat, gestaffelt bis 0,0015 $ |
| Fullstory | 0 $, bis 30.000 Sitzungen im Monat | auf Anfrage | Sitzungen im Monat |
| Hotjar | Keine neuen Konten mehr, neue Nutzer starten bei Contentsquare Free | ||
| Smartlook | Verkaufsende 31.05.2026, Verlängerungen bis 31.08.2026, Support bis 31.08.2027 | ||
Was kostet ein Heatmap-Tool für meinen Shop?
Das hängt an der Einheit, die ein Anbieter zählt. Bei den einen sind es Sitzungen, bei Crazy Egg und Matomo Seitenaufrufe oder Treffer, bei PostHog einzelne Aufzeichnungen, bei Plerdy Gesamtmengen. Der Rechner rechnet deine Zahlen in diese Einheiten um und zeigt, welchen Tarif du bräuchtest.
So rechne ich: Sitzungen zählen bei Clarity, Contentsquare, Mouseflow, Lucky Orange, Fullstory und PostHog (dort als Aufzeichnungen, alle Sitzungen aufgezeichnet angenommen). Seitenaufrufe, also Sitzungen mal Seiten, zählen bei Crazy Egg und bei Matomo (als Treffer, Ereignisse kämen dazu). Zoho zählt Besuche. Plerdy zählt Aufzeichnungen insgesamt und Heatmap-Seitenaufrufe pro Tag und hat deshalb keine Monatsrechnung. Stufen, die ich nicht erfasst habe, rechne ich nicht: Dort steht „kein Preis erfasst“, oft gibt es dann nur Preise auf Anfrage. Contentsquare Growth, Zoho Enterprise und höhere Stufen sind nicht berechnet.
Welches Heatmap-Tool passt zu meinem Shop?
Der Finder wirft Tools heraus, die nicht zu deinen Angaben passen, und sagt, warum. Mit den Startwerten (12.000 Sitzungen, Budget bis 120) bleiben die Tools übrig, die für einen mittleren Shop plausibel sind. Stell das Budget auf null, dann bleiben nur Gratis-Pläne übrig.
Das Budget gilt in der Währung der Herstellerseite, Euro und Dollar sind nicht umgerechnet. „Belegt“ heißt: in den geprüften Herstellerseiten gefunden, Stand 06.10.2026. Ein fehlender Beleg beweist nicht, dass die Funktion fehlt. Die Shop-Anbindung zeigt, ob es eine App im Shopify App Store oder ein WordPress-Plugin des Anbieters gibt. Einbauen kannst du jedes dieser Tools auch per Skript im Theme.
Meine Empfehlung nach Shopgröße
Bis 10.000 Sitzungen im Monat: Starte mit Clarity und der Einwilligungslösung, die dein Shop ohnehin braucht. Du bekommst Heatmaps, Aufzeichnungen, Wut- und Totklicks ohne Budget, und die Auswertung bleibt eine Aufgabe für einen Nachmittag. Wenn du ein EU-Rechenzentrum brauchst, nimm PostHog (Frankfurt) oder Contentsquare Free statt Clarity.
10.000 bis 100.000 Sitzungen: Clarity trägt auch das, mit dem Tageslimit von 100.000 aufgezeichneten Sitzungen pro Projekt. Contentsquare Free deckt bis 200.000 Sitzungen ab, ist aber auf einen Monat Datenzugriff beschränkt. Zahlst du, ist Mouseflow Advanced mit Friction-Heatmap der klarste Schritt, bei Shopify-Shops Lucky Orange wegen der App.
Über 100.000 Sitzungen oder mehrere Shops: Hier lohnt sich ein Gespräch mit dem Datenschutzbeauftragten und ein Vergleich von Contentsquare Growth und PostHog nach Kosten pro Aufzeichnung. Preise stehen dann oft nicht mehr auf der Seite.
Datenschutz zuerst: Matomo mit Frankfurt-Hosting oder Selbsthosting. Du verzichtest dafür auf dokumentierte Wut- und Totklicks.
Brauchen Heatmaps und Aufzeichnungen eine Einwilligung?
Plane eine Einwilligung ein. Das ist keine Rechtsberatung, sondern das, was die Quellen hergeben, und es ist dünner, als viele Ratgeber behaupten: Das Gesetz und die aktuelle Orientierungshilfe nennen Heatmaps nicht, eine Gerichtsentscheidung dazu habe ich nicht gefunden.
- Gesetz: § 25 TDDDG erlaubt das Speichern von und den Zugriff auf Informationen im Endgerät nur, wenn der Nutzer auf Grundlage klarer und umfassender Informationen eingewilligt hat. Ausnahme ist, was unbedingt erforderlich ist, damit ein vom Nutzer ausdrücklich gewünschter Dienst funktioniert.
- Aktuelle Orientierungshilfe: Die Datenschutzkonferenz stellt in der OH Digitale Dienste, Version 1.2 vom November 2024, klar, dass die Norm technikneutral gilt, auch für Web-Storage und das Auslesen per JavaScript, und unabhängig vom Personenbezug. Sie nennt weder Heatmaps noch Session Replay und sagt ausdrücklich nichts dazu, ob Reichweitenmessung einwilligungsfrei sein kann.
- Ältere Aussagen: Die abgelöste DSK-Orientierungshilfe von 2019 nennt die Erfassung von Tastatur-, Maus- und Wischbewegungen als Beispiel für eine Verarbeitung außerhalb der Erwartungshaltung. Die Berliner Datenschutzbeauftragte schrieb in einer Pressemitteilung vom 14.11.2019, eine Einwilligung sei nötig, wenn Tastatureingaben, Maus- oder Wischbewegungen erfasst werden. Beides stammt aus der Zeit vor dem TDDDG.
- Frankreich: Die CNIL veröffentlichte am 25.02.2026 den Entwurf einer Empfehlung zu Session-Replay-Werkzeugen, nicht verbindlich, Konsultation bis 22.04.2026. Die Zwecke dieser Werkzeuge unterliegen demnach der vorherigen Einwilligung, als UX-Zweck nennt sie unter anderem Wutklicks und Fehlklicks. Matomo behauptet, die CNIL habe Heatmaps ausdrücklich von der Ausnahme für Reichweitenmessung ausgenommen. Ein CNIL-Dokument mit dem Wort Heatmap habe ich nicht gefunden, das bleibt eine Herstellerangabe.
- Gerichte: Eine deutsche oder europäische Entscheidung oder ein Bußgeld, das ausdrücklich Session Replay oder Heatmaps betrifft, habe ich für 2023 bis 2026 nicht gefunden.
Die Hersteller ziehen die Linie selbst. Clarity verlangt ein Einwilligungssignal für den EWR seit dem 31.10.2025. Mouseflow schreibt, Local Storage entbinde nicht von der Einwilligungspflicht, bei Contentsquare kann auch SessionStorage unter die Cookie-Regeln fallen, und der „Exemption Mode“ gilt nur in Frankreich. PostHog zeichnet im Cookieless-Modus ohne Einwilligung kein Replay auf, Matomo schreibt, Heatmaps und Aufzeichnungen erforderten eine vorherige Einwilligung.
Was dokumentieren die Hersteller zu Speicherort, Vertrag und Maskierung?
Die Tabelle fasst zusammen, was ich in der Dokumentation gefunden habe. Zwei Dinge fallen auf. Erstens gibt es bei Clarity keinen Auftragsverarbeitungsvertrag, denn nach den Nutzungsbedingungen sind du und Microsoft unabhängige Verantwortliche. Zweitens maskiert Fullstory Eingabefelder standardmäßig nicht, „Private by Default“ gibt es auf Anfrage.
Was die Hersteller zu Speicherort, Auftragsverarbeitung, Maskierung und Einwilligung dokumentieren. Stand: 06.10.2026. DPF: Eintrag im EU-US Data Privacy Framework laut dataprivacyframework.gov. Das ist Quellenmaterial, keine Rechtsberatung. Auf dem Handy kannst du die Tabelle seitlich wischen.
| Tool | Speicherort | Auftragsverarbeitung | Maskierung, Standard | Einwilligungssignal | Data Privacy Framework |
|---|---|---|---|---|---|
| Microsoft Clarity | Microsoft Azure, laut FAQ ohne wählbare EU-Region. EU-Kunden schließen den Vertrag mit Microsoft Ireland. | Keiner gefunden. Die Nutzungsbedingungen nennen beide Seiten unabhängige Verantwortliche. | Eingabefelder in allen Modi maskiert | Consent API und Google Consent Mode, Pflicht für den EWR seit 31.10.2025, laut FAQ auch für UK und Schweiz | Microsoft: aktiv |
| Contentsquare (Hotjar) | EU-Region für EU-Kunden, bei Hotjar bisher Irland | Ja, mit Standardvertragsklauseln | Formularwerte werden nie erhoben | Opt-out-Befehl, Replay-Einwilligung per Cookie | Contentsquare: aktiv |
| Mouseflow | Daten von EU-Kunden in der EU | Ja, eigene Seite | Keine Tastaturaufzeichnung in Formularfeldern | Start per Skript nach Einwilligung steuerbar | Mouseflow Inc: aktiv |
| PostHog | Cloud EU in Frankfurt wählbar | Ja, selbst erzeugbar und schon gegengezeichnet | Eingabefelder maskiert, Text nicht | Cookieless-Modus, Opt-in und Opt-out, Replay im Cookieless-Modus ohne Einwilligung aus | PostHog Inc: aktiv |
| Fullstory | EU-Rechenzentrum wählbar | Ja, gilt unter den Standardbedingungen | Standard: nicht maskiert, „Private by Default“ nur auf Anfrage | Capture-Start verzögerbar, Google Consent Mode über Tag-Manager | FullStory Inc: aktiv |
| Lucky Orange | Verarbeitung in den USA | Ja, in den Bedingungen enthalten | Tastatureingaben, Kreditkarten- und Sozialversicherungsnummern immer unterdrückt | Require Consent plus Statusfunktion, Standard ist Tracking beim Laden | Lucky Orange LLC: inaktiv |
| Crazy Egg | Alle Daten in den USA | Ja, auf Anfrage per E-Mail | E-Mail-, Passwort-, Zahlen- und Textfelder maskiert | Kein Consent-Signal gefunden | kein Eintrag gefunden |
| Matomo Cloud | Frankfurt, Backups in Dublin; Selbsthosting möglich | Ja, Matomo-Betreiber als Auftragsverarbeiter | Eingabefelder maskiert, Textknoten nur nach Freigabe | Heatmaps und Aufzeichnungen per Consent-Methoden schaltbar | kein Eintrag gefunden |
| Plerdy | Server in Deutschland (Hetzner) | nicht geprüft | nicht geprüft | nicht geprüft | nicht geprüft |
| Zoho PageSense | für PageSense nicht gesondert geprüft | nicht geprüft | nicht geprüft | nicht geprüft | nicht geprüft |
Zum Data Privacy Framework gilt der Stand von heute: Der Angemessenheitsbeschluss ist formal in Kraft. Das Gericht der EU hat die Klage Latombe am 03.09.2025 abgewiesen, die Berufung C-703/25 P ist seit 31.10.2025 anhängig. Wer auf einen US-Anbieter setzt, sollte seinen Datenschutzbeauftragten fragen, nicht dieses Magazin.
Was kostet „kostenlos“ wirklich?
Ein Gratis-Tarif kostet Geld nicht, aber etwas anderes. Bei Clarity bist du nach den Nutzungsbedingungen unabhängiger Verantwortlicher neben Microsoft, und Microsoft darf Nutzerprofile unter anderem für Werbezwecke bilden. Bei FullstoryFree gehören Fullstory die Rechte an den anonymisierten Daten, bis hin zum KI-Training. Contentsquare darf Funktionen und Verfügbarkeit des Gratis-Tarifs nach eigenem Ermessen ändern, und Lucky Orange hat seinen Gratis-Plan zwischen dem 18.05. und dem 09.06.2026 von der Preisseite genommen. Das spricht nicht gegen Gratis-Tarife, es sind Eigenschaften, die in die Entscheidung gehören, und du kannst sie bei jedem Tool vor dem Einbau lesen.
Welche Verhaltens-Tools laden echte Shops? Meine Messung bei 30 Shops
Im Conversion-Ratgeber habe ich die ersten fünf deutschen Shops zu sechs Kaufanfragen geprüft. Auf diesen 30 Produktseiten habe ich am 06.10.2026 beobachtet, welche Heatmap- und Aufzeichnungsdienste Anfragen senden: einmal im frischen Browser ohne Klick auf das Banner, dann nach „Alle akzeptieren“. 12 von 30 Shops laden mindestens ein Tool. Clarity ist mit 9 Shops klar vorn, Hotjar kommt in 2 Fällen vor, Contentsquare in 2, ein Shop lädt beide.
3 der 12 laden Clarity schon, bevor jemand im Banner entschieden hat. Das beweist weder, dass dort Daten ohne Einwilligung ausgewertet werden, noch sagt es etwas über die rechtliche Lage dieser Shops, ich nenne sie deshalb nicht. Für dich ist es ein Prüfauftrag: Öffne deinen eigenen Shop in einem frischen Browserfenster, öffne die Entwicklerwerkzeuge (Netzwerk) und sieh nach, ob vor dem Klick im Banner eine Anfrage an clarity.ms, hotjar.com oder ein anderes Verhaltens-Tool geht.
Dazu passt ein Datenschutz-Audit einer deutschen E-Commerce-Seite von Norbert Eigner, Anfang Oktober 2026 auf LinkedIn und GitHub veröffentlicht: Auch dort feuerten Google Analytics, Meta Pixel, Microsoft Clarity und Klaviyo, bevor jemand eingewilligt hatte, obwohl das Banner diese Kategorien als standardmäßig deaktiviert darstellte.
schon vor der Entscheidung im Banner geladenerst nach „Alle akzeptieren“ geladen
Grenzen: Eine Anfrage an clarity.ms beweist nicht, dass Daten ausgewertet werden, und sagt nichts über die rechtliche Lage der einzelnen Shops. Dienste, die ein Tag-Manager erst nach längerer Zeit oder nach weiteren Klicks lädt, sehe ich nicht. Die Auswahl sind je Suchanfrage die ersten fünf Shops von DuckDuckGo, überwiegend größere Händler, keine Zufallsstichprobe. Bei den 15 Praxis-Websites habe ich in 4 Fällen das Banner bestätigen können und in keiner einen der Dienste gesehen. Shops werden bewusst nicht genannt.
Was ist aus Hotjar und Smartlook geworden?
Zwei bekannte Namen haben sich innerhalb eines Jahres aus der Auswahl für Neukunden verabschiedet. Hotjar wurde Teil von Contentsquare. Contentsquare bestätigt in einem Herstellervideo vom 04.11.2025, dass Rechnung, Rechtstexte und Support für Hotjar nun über Contentsquare laufen. Für deine Datenschutzdokumentation heißt das: Prüfe, mit wem dein Vertrag besteht. Heute steht auf der Seite: Neue Konten bei Hotjar sind nicht mehr möglich.
Smartlook hat Cisco am 31.03.2026 das Auslaufen angekündigt: letzter Bestelltag 31.05.2026, letzte Verlängerung 31.08.2026, Ende des Supports am 31.08.2027. Laut Smartlook-FAQ wird die Plattform am 30.09.2027 abgeschaltet. Als Nachfolger nennt Cisco Splunk Observability Cloud, das ist ein anderes Produkt für ein anderes Publikum. Wenn du Smartlook im Shop hast, plane die Ablösung vor Herbst 2027 und sichere, was du aus den Aufzeichnungen noch brauchst.

- HotjarGratis-Plan „Basic“: bis zu 35 Sitzungen pro TagWayback-Schnappschuss der Hotjar-Preisseite
- Microsoft ClarityClarity verlangt das Einwilligungssignal für Besucher aus dem EWR, laut FAQ auch aus UK und SchweizClarity-Dokumentation, Hersteller
- HotjarBanner „Hotjar is now part of Contentsquare“, Gratis-Plan bis zu 20.000 Sitzungen im MonatWayback-Schnappschuss
- HotjarGratis-Plan bis zu 200.000 Sitzungen im MonatWayback-Schnappschuss
- SmartlookCisco kündigt das Verkaufsende anCisco End-of-Sale-Bulletin
- Lucky OrangeDer Gratis-Plan mit 100 Sitzungen verschwindet von der PreisseiteWayback-Schnappschüsse vom 18.05. und 09.06.2026
- SmartlookLetzter Tag, an dem Smartlook bestellt werden kannCisco End-of-Sale-Bulletin
- Hotjarhotjar.com leitet auf Contentsquare um, neue Konten bei Hotjar sind nicht mehr möglichHotjar-Seite, abgerufen am 06.10.2026
Warum führen Vergleichslisten Smartlook noch?
Vier der sechs Listen führen Smartlook als wählbares Tool, keine nennt das Verkaufsende, und keine erwähnt, dass Hotjar keine neuen Konten annimmt. Für dich heißt das: Prüfe bei jedem Tool einer Liste Stand und Datum der Herstellerseite, auch bei dieser.
Stichprobe: sechs deutschsprachige Vergleichslisten aus den DuckDuckGo-Suchen (Region Deutschland) vom 06.10.2026, fünf aus „heatmap tools“ und eine (Platz 5) aus „heatmap tool dsgvo“, die ich ausgewertet habe. Gezählt habe ich im Seitentext das Wort „Smartlook“. Auf dem Handy kannst du die Tabelle seitlich wischen.
| Liste | Führt Smartlook auf | Umfang | Hinweis auf Verkaufsende (31.05.2026) |
|---|---|---|---|
| Geekflare (deutsche Fassung) | ja | 8 Nennungen | kein Hinweis auf das Verkaufsende |
| OMT Heatmap Tools, 18 Anbieter | ja | 6 Nennungen, mit Gratis-Variante | kein Hinweis auf das Verkaufsende |
| thecmo.com (deutsche Fassung) | ja | 15 Nennungen, Platz 4 | kein Hinweis auf das Verkaufsende |
| Varify.io | ja | 10 Nennungen, Platz 5 | kein Hinweis auf das Verkaufsende |
| CPO Club (deutsche Fassung) | nein | keine Nennung | nicht zutreffend |
| Contentsquare Ratgeber | nein | keine Nennung | nicht zutreffend |
So gehst du vor: mit Clarity zu den ersten Totklicks
Diese Schritte gelten für Clarity. Den Klickweg habe ich im öffentlichen Demo-Projekt und in meinem Konto geprüft (deutsche Oberfläche, Zustand 06.10.2026).
- Einwilligung klären. Dein Consent-Tool braucht die Kategorie, unter der Clarity startet, und Clarity muss das Signal bekommen. Die Dokumentation zum Consent Mode nennt die Wege: Consent API, Google Consent Mode und unterstützte Consent-Plattformen. Ergänze die Datenschutzerklärung um Clarity.
- Clarity einbauen. Bei Shopify installierst du die App „Microsoft Clarity“, bei WordPress das offizielle Plugin, sonst setzt du das Skript in das Theme.
- Nach etwa einer Woche die Totklicks öffnen. Im Dashboard steht die Karte „Einblicke“ mit „Tote Klicks“ und „Übermäßige Klicks“, daneben je ein Kamera-Symbol: Ein Klick darauf öffnet die Aufzeichnungen mit gesetztem Filter. Alternativ: Aufnahmen, Filter, Benutzeraktionen, Insights, „Tote Klicks“ ankreuzen.
- Auf eine Seite eingrenzen. Filtere über „Besuchte URL“ auf die Produktseite mit den meisten Besuchen und stelle den Zeitraum auf die letzten 30 Tage.
- Die Heatmap zur Stelle ansehen. Unter „Heatmaps“ wählst du die Seite und schaltest auf Handy. Neben „Tippen“ öffnest du die Auswahl und nimmst „Inaktiv Tippvorgänge“, die Totklicks. Dann listet Clarity links nur die Elemente mit Totklicks, in meinem Konto war das auf der meistbesuchten Produktseite eine Liste von drei Einträgen. Diesen Weg habe ich in meinem Konto geprüft. Die KI-Zusammenfassung der Aufzeichnungen (Schaltfläche „Aufzeichnungen zusammenfassen“) ersetzt das nicht: Sie nannte bei mir nur „Produktseiten oder Navigationslinks“, ohne ein Element zu benennen.
- 20 Aufzeichnungen ansehen. Das ist die Zahl aus dem Conversion-Ratgeber, in dem ich auch die Frage nach der Danke-Seite und Nutzertests erkläre. Achte auf das, was Besucher erwarten, nicht auf das, was du gebaut hast.
- Eine Sache ändern und im selben Tool zwei Wochen später vergleichen. Mach das Bild vergrößerbar, das Farbfeld anklickbar oder den Text nicht mehr linkartig. Wechsle das Tool nicht zwischendurch, sonst ist die Reihe unbrauchbar.

Wie du aus den Befunden einen Test machst und wann sich das lohnt, erklärt der Conversion-Ratgeber. Die Kennzahl, an der du die Änderung misst, rechnest du mit dem Conversion-Rate-Rechner, und was als guter Wert gilt, steht unter Gute Conversion Rate nach Branche.
Was berichten Shop-Betreiber und Praktiker über Clarity und Co.?
Ich habe Reddit (über das Archiv Arctic Shift) und Hacker News für Oktober 2025 bis Oktober 2026 durchsucht und mit KI-Unterstützung die Transkripte von 14 YouTube-Videos ausgewertet. Dazu kommen Beiträge aus der Shopify Community, Bewertungen im Shopify App Store und Support-Foren auf WordPress.org. Ein Hinweis vorab: Mehrere Konten, die pauschal Hotjar oder Clarity empfehlen, wirkten gleichförmig, und Beiträge mit Eigenwerbung für ein Produkt habe ich nicht verwertet.
Der Checkout ist die Lücke
Auf r/shopify schrieb ein Betreiber am 24.12.2025, er nutze Clarity, die Aufzeichnung breche aber ab, sobald Besucher in den Warenkorb gehen. Eine Antwort mit 15 Punkten sagt am 23.01.2026, den Checkout sehe man nur mit Shopify Plus, mit dem Zusatz „if I recall“. Die Erinnerung der Betreiber deckt sich mit der Clarity-Dokumentation, die den Checkout für Plus-Konten nennt. Wenn du nicht auf Plus bist, brauchst du für den Checkout eine andere Quelle als Aufzeichnungen, etwa die Berichte deiner Shop-Software. Ob andere Tools den Checkout ohne Plus erfassen, habe ich nicht geprüft.
Was Aufzeichnungen im Shop gefunden haben
Der konkreteste Totklick-Fall stammt vom 26.08.2026: Auf r/shopify beschrieb jemand, dass ein Klick auf die Bildvorschau von Bewertungen (Stamped) ins Leere läuft. Der Vorschlag in den Kommentaren: Bei einem Totklick ohne Konsolenfehler liegt meist etwas über dem Bild und nicht die App selbst. Das ist die Art Befund, für die der Totklick-Filter da ist: kein Absturz, nur ein Element, das nicht reagiert.
Ein Bericht aus r/ecommerce: Am 01.04.2026 stellte ein Team über Aufzeichnungen fest, dass mobile Besucher den Warenkorb-Button wegen eines CSS-Fehlers nicht sehen konnten.
Was Praktiker auf YouTube zeigen
Von den 14 Videos erschienen zwölf zwischen Oktober 2025 und Juni 2026, zwei sind älter und nur wegen eines einzelnen Punktes aufgenommen. Fünf behandeln Clarity, zwei Hotjar und Contentsquare, die übrigen je ein Tool. Die meisten zeigen die Installation und hören dort auf, der Shopify-Berater Fabian Bauer sagt das selbst: Ganz häufig enden die Tutorials genau hier. Vier Aussagen haben mir für die Praxis geholfen.
- Totklicks sind nicht immer Fehler. Die Shopify-Agentur Clean Commit warnt in ihrem Clarity-Leitfaden vom 07.10.2025, dass Clarity auch Dinge als Totklick wertet, die keine sind. Lies sie als Hinweis und nicht als Fehlerprotokoll, und sieh dir die Aufzeichnung an, bevor du etwas änderst.
- Der Screenshot hinter der Heatmap stimmt nicht immer. Bei Clarity überdeckt oft ein Popup die Seite, Clean Commit zeigt das und nennt den Ausweg „Screenshot ändern“. Bauer beschreibt, dass der Screenshot anders aussieht als der echte Shop. Prüfe also bei jeder Heatmap, ob der Hintergrund deine Seite vollständig zeigt.
- Ein echter Fund war ein Scroll-Befund. Clean Commit sah bei einem Kundenshop, dass Besucher die Bestseller auf der Kollektionsseite kaum erreichten: Der Autor schätzt aus der Scrolltiefe, dass fast 75 bis 80 Prozent der möglichen Betrachter sie nie sehen. Das ist eine Schätzung aus einer Scroll-Heatmap und kein exakter Messwert, aber genau die Art Erkenntnis, für die Heatmaps da sind. Ein Klickproblem war es nicht.
- Ereignisse zuerst, Aufzeichnungen danach. Die PostHog-Beratung Vision Labs sagt in einem Video vom 18.12.2025, sauber benannte Ereignisse lieferten 90 bis 95 Prozent der Erkenntnis, und man sehe in der Praxis nur etwa 1 Prozent der Aufzeichnungen an. Das sind Erfahrungswerte einer Agentur, die ein PostHog-Audit verkauft. Bei mir läuft PostHog genau so, als Zähler für Besuche und Klicks.
Einbau und Pflege: Was in Foren auffiel
Beim Einbau sind sich Betreiber bei der Einwilligung im Shopify-Banner uneinig. Eine Antwort in der Shopify Community vom 30.09.2025 sagt, das eingebaute Cookie-Banner gebe keine Einwilligungsdaten an Skripte wie Clarity weiter, am 27.10.2025 widerspricht ein Nutzer und verweist auf Microsofts Dokumentation, nach der das Shopify-Banner Signale an Clarity sendet. Ich konnte das in den von mir gespeicherten Seiten der Clarity-Doku nicht entscheiden. Prüfe es in deinem Shop: Banner ablehnen und im Netzwerk-Tab der Entwicklerwerkzeuge nachsehen, ob Anfragen an clarity.ms laufen.
Bei Bezahltools lohnt ein Blick auf die Zählweise. Ein Händler mit nach eigener Angabe 1.000 bis 2.000 Besuchern im Monat kündigte Lucky Orange, weil er der Abrechnung nicht mehr traute, nachdem Bot-Sitzungen knapp 600 Dollar Gebühren in einem Monat verursacht hatten. Der Anbieter hat am 23.09.2026 öffentlich geantwortet und laut dem am 05.10.2026 bearbeiteten Bericht die strittigen Gebühren erstattet. Prüfe vor dem Start, ob und wie das Tool Bot-Sitzungen filtert.
Gegenstimmen: „nicht handlungsleitend“ und Analytics zuerst
Eine Antwort mit 8 Punkten aus r/ecommerce vom 20.01.2026 sagt, Clarity sei kostenlos, aber nicht besonders handlungsleitend. Das stimmt, wenn du die Daten nicht routinemäßig ansiehst: Clarity liefert Material, keine Entscheidung. Genau deshalb gibt es oben die kurze Routine.
Eine zweite Gegenposition kommt aus der Shopify Community vom 25.08.2026: Zuerst in Shopify Analytics den Trichter nach Gerät trennen und erst danach ein Heatmap-Werkzeug einsetzen. Das halte ich für richtig, weil du so weißt, auf welchem Gerät und an welchem Schritt du überhaupt suchst. Im Conversion-Ratgeber steht, wie das geht.
Selbst bauen: Heatmaps, Wutklicks und Totklicks ohne fertiges Tool
Du kannst Heatmaps, Wutklicks und Totklicks auch selbst bauen. Technisch ist das überschaubar: Ein kleines Skript misst Klicks, Scrolltiefe und die Reaktion der Seite, ein Server speichert die Daten, ein Dashboard zeichnet das Wärmebild. Die Aufzeichnung ganzer Besuche lasse ich dabei bewusst weg. Session Replays sind der Teil, der in den Quellen oben am häufigsten eine Einwilligung auslöst: Clarity verlangt sie seit dem 31.10.2025, die CNIL schreibt es im Entwurf von 2026.
Aus welchen Bausteinen besteht ein Eigenbau?
Rechne damit, dass das Messskript der kleinere Teil ist. Den größeren Aufwand machen Bot-Erkennung, Auswertung, Datenschutztext und laufende Pflege.
Die Bausteine eines Eigenbaus für Heatmaps, Wutklicks und Totklicks: was dazugehört und worauf du achten musst. Auf dem Handy kannst du die Tabelle seitlich wischen.
| Baustein | Was dazugehört | Worauf du achten musst |
|---|---|---|
| Messskript | Ein kleines Skript auf jeder Seite, das nichts im Browser speichert und die Messwerte gesammelt in kurzen Abständen und beim Verlassen der Seite meldet. | Halte es klein und lade nichts von Dritten nach. Zähle nur echte Klicks, keine ausgelösten Ereignisse und keine Tastaturklicks, denn die haben keine Position. |
| Klickposition | Speichere das Element (feste Namen an wiederkehrenden Bausteinen) und die Position darin als Anteil von Breite und Höhe, dazu die Version der Seite. | Pixel von der Seitenecke passen nach jedem Umbau nicht mehr. Mit Position im Element und Seitenversion kannst du Klicks auch nach einem Relaunch zuordnen. |
| Gerätegröße | Teile die Fenstergröße in drei Klassen ein: klein, mittel, groß. | Handy und Desktop haben verschiedene Layouts, deshalb brauchst du eine Heatmap je Klasse. Die genaue Auflösung wäre ein Fingerabdruck und ist unnötig. |
| Wutklick | Eine feste Regel, zum Beispiel die von PostHog: 3 Klicks, jeder höchstens 1 Sekunde und 30 Pixel nach dem vorigen. | Schreibe die Regel auf, sonst vergleichst du später nichts. Ein Dreifachklick zum Markieren eines Absatzes ist kein Frust, verwirf die Serie, wenn danach Text markiert ist. |
| Totklick | Ein Klick ohne Reaktion der Seite innerhalb weniger Sekunden. Als Reaktion gelten eine Änderung im Seitenaufbau, Scrollen, Textauswahl oder ein Wechsel von Fokus oder Sichtbarkeit. Links nimmst du aus. | Ständige Animationen täuschen Reaktionen vor, lass Elemente aus, die sich laufend ändern. Klicks auf Fließtext zählen ebenfalls als tot, lies deshalb die Liste der Elemente und nicht die Quote. |
| Besucher zählen | Wenn du Besucher zählen willst, ohne sie wiederzuerkennen: eine Kennung aus IP-Adresse und Browser mit einem zufälligen Tagesschlüssel, der nur im Arbeitsspeicher liegt und nachts ersetzt wird. Die IP-Adresse speicherst du nicht. | Besucher heißt dann nur „pro Tag“, wiederkehrende Besucher kannst du nicht erkennen. Der Schlüssel darf nie auf die Festplatte. |
| Bots | Zwei Quellen: das Server-Protokoll und der Nachweis per Skript, dass ein Mensch Maus oder Tastatur nutzt. Dazu Bot-Listen, Rechenzentrumsnetze und die Prüfung angeblicher Suchmaschinen gegen die veröffentlichten Adressen. | Der User-Agent allein genügt nicht, und die Listen veralten. Plane eine monatliche Pflege ein. Zeige „unklar“ ehrlich an, statt alles dem Menschen oder dem Bot zuzuschlagen. |
| Datenschutz | Eine Datenschutzerklärung, die jede Messgröße nennt, dazu feste Löschfristen. | Erfasse keine Eingaben und keinen Text. Filtere Suchbegriffe, die wie E-Mail-Adressen oder Telefonnummern aussehen, und passe die Erklärung an, sobald du etwas Neues misst. |
| Auswertung | Ein kleiner Server mit Datenbank und ein Dashboard. Das Wärmebild zeichnet zum Beispiel die freie Bibliothek simpleheat (BSD-Lizenz). | Plane Zeit für die Pflege ein und teste jeden Meldeweg einzeln: Meldungen gehen beim Wegnavigieren leicht verloren. |
Wie ist das rechtlich?
Cookielos heißt nicht einwilligungsfrei. § 25 TDDDG gilt grundsätzlich für jedes Speichern und jedes Auslesen von Informationen auf dem Endgerät, mit wenigen Ausnahmen, auch per JavaScript. Der LfDI Baden-Württemberg schreibt in seiner FAQ (Stand März 2022, noch zum TTDSG), die Einwilligungspflicht gelte unabhängig davon, ob die Informationen personenbezogen sind. Ein Skript, das Fenstergröße und Klicks im Browser ausliest, ist deshalb ein solcher Zugriff. Klickpositionen, Wutklicks und Totklicks gehen darüber hinaus, und Heatmaps nennt weder die FAQ noch die Orientierungshilfe der DSK.
Die EU-Kommission schlägt in ihrem Digital Omnibus einen neuen Art. 88a DSGVO vor, der aggregierte Statistiken des Betreibers für den eigenen Gebrauch ohne Einwilligung erlauben würde. Das ist ein Vorschlag und kein geltendes Recht. Für einen Shop empfehle ich deshalb: Lade ein selbst gebautes Skript erst nach der Einwilligung und lass die Einordnung von einer Datenschutzbeauftragten oder einem Anwalt prüfen. Das ist keine Rechtsberatung.
Lohnt sich der Eigenbau?
Für die meisten Shops nicht. Clarity ist kostenlos, und selbst gebaut musst du Bot-Erkennung, Auswertung, Datenschutztext und die Pflege der Listen laufend erledigen. Der Eigenbau lohnt, wenn du keine Daten an Dritte geben willst, wenn du Entwicklerzeit hast oder von der KI geschriebenen Code selbst prüfen kannst und wenn du vorher festlegst, welche Fragen die Auswertung beantworten soll. Wenn du die Daten bei dir halten willst, ohne zu bauen, ist Matomo der Weg auf dieser Liste: Die Software ist Open Source, für Heatmaps gibt es eine kostenpflichtige Erweiterung.
Meine Einschätzung
Starte mit einem Tool, nicht mit dreien. Der häufigste Fehler ist nicht das falsche Tool, sondern dass nach vier Wochen niemand Aufzeichnungen ansieht. Clarity ist für den Start das richtige, weil es dich nichts kostet und weil Wut- und Totklicks schon drin sind. Wenn dir das EU-Rechenzentrum wichtiger ist als das Preisschild, nimm Contentsquare Free oder PostHog. Wenn du zahlen willst, nimm bei Shopify Lucky Orange wegen der App und bei Reibungsanalyse auf der Seite Mouseflow Advanced.
Nach den Praxisberichten verschiebt sich meine Frage. Viele Probleme, die Betreiber melden, betreffen nicht das Tool, sondern den Einbau: ein Banner, das die Einwilligung nicht weitergibt, ein Checkout, den das Skript nicht erreicht, ein Plugin ohne Pflege, eine Abrechnung, die Bot-Sitzungen mitzählt. Das Ranking oben sagt dir, welches Tool die meisten Funktionen zum besten Preis bietet. Ob es bei dir sauber läuft, entscheidet der Einbau, und den prüfst du in der ersten Woche: Banner ablehnen, Netzwerk-Tab ansehen, Checkout durchspielen, Ladezeit messen.
Vier Einwände liegen nahe, und sie haben teils recht und teils nicht:
- „Analytics reicht doch.“ Analytics sagt dir, auf welcher Seite Besucher abspringen. Es sagt nicht, ob sie am Preis, am Bild oder an einem Button gescheitert sind. Für die Frage „warum“ brauchst du die Aufzeichnung.
- „Wutklicks zeigen mir die Fehler.“ Teils. Wutklicks sind selten, und die Schwelle ist bei jedem Tool anders. Totklicks sind häufiger und zeigen dir Erwartungen. Wenn du eine Zahl nehmen willst, nimm die Totklick-Liste je Seite, nicht die Wutklick-Quote.
- „Gratis ist gratis.“ Nicht ganz: Heatmaps im PostHog-Gratis-Tarif für 3 Seiten, 500 Sitzungen bei Mouseflow, Fullstory-Daten, Clarity-Profile für Werbung. Lies vor dem Einbau die FAQ.
- „Die Punkte sind objektiv.“ Sind sie nicht. Das Gratis-Kriterium zählt doppelt, weil es in diesem Beitrag zählt. Wer EU-Hosting über alles stellt, sortiert anders. Lies die Matrix, nicht nur den Rang.
Nicht belegt ist, wie gut die Frustsignale der Tools im Vergleich erkennen. Das könnte nur ein Test mit derselben Seite und denselben Klicks in allen Tools beantworten. Das habe ich nicht gemacht, und die Hersteller veröffentlichen es nicht. Der Wutklick-Prüfer oben bildet nur die veröffentlichten Regeln nach.
Grenzen der Daten
- Stand und Methode: Die Herstellerangaben habe ich am 06.10.2026 von Herstellerseiten und Dokumentationen abgerufen, ältere Stände sind mit Datum genannt. Abgerufen und ausgelesen hat sie KI, Zitate und Zahlen sind gegen die gespeicherten Rohseiten geprüft. Ich habe die Tools nicht in eigenen Konten getestet, außer Clarity und PostHog, die ich selbst einsetze.
- „Offen“ ist kein „nein“. Wenn ich eine Funktion nicht belege, habe ich sie in den geprüften Seiten nicht gefunden. Ein ausgebliebener Fund beweist nicht, dass sie fehlt, er zählt aber ohne Punkt.
- Wutklick-Prüfer: Er bildet die veröffentlichten Regeln nach, nicht die Algorithmen der Hersteller. Dazu gehören Details wie die Zuordnung zu Elementen und die Zeitfenster, die nicht in jeder Doku stehen.
- Clarity-Demo: Das Demo-Projekt ist eine laufend aktualisierte Marketingseite. Meine Screenshots zeigen den Stand der Aufnahme am 06.10.2026, eine spätere Ansicht hat andere Zahlen.
- Preise: Währung wie auf der Seite, nichts umgerechnet. Lucky Orange zeigt zwei Preisreihen, ich nenne nur die als „paid annually“ bezeichnete. Matomo nennt Netto-Preise, und die Mengen für Heatmaps hängen an der gewählten Stufe. Plerdy zählt anders als alle anderen.
- Datenschutz: Quellenmaterial, keine Rechtsberatung. Für Plerdy und Zoho PageSense habe ich nur den Speicherort geprüft. Die Datenbanken juris und beck-online habe ich nicht durchsucht.
- Messung bei 30 Shops: Frischer Browser, 390 Pixel, 9 Sekunden Wartezeit ohne Klick und 10 Sekunden nach dem Klick, nur Netzwerkanfragen. Den Zustimmen-Knopf im Banner habe ich nur bei 26 von 30 Shops gefunden, bei den anderen 4 ist die Messung nach dem Klick unvollständig. Die Shops sind die ersten Treffer bei DuckDuckGo, überwiegend größere Händler.
- Praktikerstimmen: 27 Funde aus Reddit (über Arctic Shift) und Hacker News, Oktober 2025 bis Oktober 2026, alle Zitate gegen die gespeicherten Rohdaten geprüft. Die Suche ist nicht vollständig: Kommentare in r/shopify, r/ecommerce, r/analytics und r/SEO sind durchsucht, r/webdev nur für Oktober 2025, weitere Subreddits und Beitragssuchen scheiterten an Ratenbegrenzungen. Es sind anonyme Einzelberichte ohne Beleg, einige von Anbietern mit Eigeninteresse, und zu Hotjars Ende für Neukunden und den meisten Bezahl-Tools gibt es nichts.
- Verbreitung und Bewertungen: G2 und Gartner Peer Insights waren ohne Anmeldung nicht abrufbar, deshalb fehlen sie. Bewertungsportale fließen nicht in die Punkte ein, sie liegen weit auseinander: Hotjar steht bei Capterra bei 4,6 Sternen (545 Bewertungen) und bei Trustpilot bei 1,6 (60).
Häufige Fragen zu Heatmap-Tools
Was ist das beste kostenlose Heatmap-Tool?
Für die meisten Shops ist es Microsoft Clarity: kostenlos, ohne Traffic-Grenze, mit Heatmaps, Aufzeichnungen sowie Wut- und Totklicks. Wenn du ein EU-Rechenzentrum brauchst, sind Contentsquare Free (200.000 Sitzungen im Monat) und PostHog (5.000 Aufzeichnungen gratis, EU-Cloud in Frankfurt) die Alternativen.
Ist Microsoft Clarity wirklich kostenlos?
Ja. Der Preis liegt woanders: Du brauchst die Einwilligung der Besucher aus dem EWR, UK und der Schweiz, und nach den Nutzungsbedingungen bist du mit Microsoft unabhängiger Verantwortlicher, Microsoft darf Profile unter anderem für Werbung bilden.
Was ist die beste Hotjar-Alternative?
Der offizielle Nachfolger ist Contentsquare Free, auf das hotjar.com verweist. Wer Hotjars Einfachheit wollte, findet sie am ehesten bei Clarity (kostenlos) oder Mouseflow (ab 25 Euro bei Jahreszahlung).
Was ist ein Wutklick (Rage Click)?
Ein Wutklick ist eine Folge schneller Klicks auf dieselbe Stelle, meist weil ein Element nicht reagiert. Die Schwelle legt jedes Tool selbst fest: von 2 Klicks in 3 Sekunden (Crazy Egg) bis 5 Klicks in 0,5 Sekunden (Hotjar). Clarity, Fullstory, Lucky Orange und Plerdy nennen keine Zahl.
Was ist ein Totklick (Dead Click)?
Ein Totklick ist ein Klick, auf den nichts folgt: kein Seitenwechsel, keine sichtbare Änderung. Mouseflow zählt nur Klicks auf nicht klickbare Elemente, Crazy Egg Klicks auf Text oder leere Fläche, Clarity, Fullstory und PostHog jeden Klick ohne Folge. Contentsquare führt den Totklick in der Hilfe-Tabelle der Frustsignale nicht auf, ein Herstellerguide nennt ihn aber im Frustration Score.
Brauche ich für Heatmaps einen Cookie-Banner?
Plane eine Einwilligung ein. Die Datenschutzbehörden haben Maus- und Wischbewegungen 2019 so eingeordnet, die CNIL sagt es 2026 im Entwurf für Session Replay, und Clarity verlangt das Signal für Besucher aus dem EWR. Die aktuelle DSK-Orientierungshilfe nennt Heatmaps nicht. Das ist keine Rechtsberatung, frag bei Zweifeln deinen Datenschutzbeauftragten.
Funktioniert Clarity mit Shopify?
Ja, über die App „Microsoft Clarity“ im Shopify App Store. Sie hatte am 06.10.2026 4,6 Sterne bei 2.318 Bewertungen. Für WordPress gibt es ein offizielles Plugin mit über 200.000 aktiven Installationen.
Kann ich ein Heatmap-Tool selbst bauen?
Ja, technisch ist das Skript überschaubar. Rechtlich bleibt § 25 TDDDG: In einem Shop solltest du das Skript erst nach der Einwilligung laden.
Verlangsamen Heatmap-Tools meine Seite?
Das Skript des Tools lädt zusätzlich. Clarity schreibt in der FAQ, dass die Heatmaps selbst die Seite nicht verlangsamen, weil sie Daten nutzen, die ohnehin gesammelt werden. Wie stark das Skript deinen Shop bremst, hängt von deinem Theme ab. Miss die Ladezeit vor und nach dem Einbau.
Was kostet ein Heatmap-Tool?
Von 0 Euro (Clarity, Contentsquare Free, Zoho Free, kleine Gratis-Pläne bei Mouseflow, PostHog, Plerdy und Fullstory) bis zu mehreren hundert Euro im Monat bei großem Volumen. Der günstigste bezahlte Einstieg dieser Liste ist Zoho PageSense Professional mit 12 Euro im Monat bei Jahreszahlung, bei Mouseflow Essential sind es 25 Euro, bei Lucky Orange Build 32 Dollar, bei Crazy Egg Starter 29 Dollar.
Fazit
Nutzeranalyse beginnt mit zwei Fragen: Wo klicken Besucher auf etwas, das nicht reagiert, und wo geben sie auf? Beides beantwortet Clarity kostenlos, wenn du die Einwilligung sauber löst. Alles andere in dieser Liste ist ein Schritt für einen besonderen Fall: EU-Hosting, Shopify-App, Friction-Heatmap oder Datenschutz zuerst. Prüfe jede Liste, auch diese, auf Stand und Datum, denn zwei der bekanntesten Namen sind im vergangenen Jahr für Neukunden verschwunden.
Quellen
Alle Quellen abgerufen am 06.10.2026, soweit nicht anders genannt. Rohseiten und Screenshots liegen in meinen Recherche-Unterlagen.
Hersteller: Preise und Funktionen
- Microsoft Clarity: FAQ, Semantic Metrics (Wut- und Totklicks), Heatmaps, Consent Mode, Nutzungsbedingungen, öffentliches Demo-Projekt
- Contentsquare und Hotjar: Preise, hotjar.com mit Hinweis auf Contentsquare, Frustration Score, Hotjar-Hilfe zu Aufzeichnungsfiltern
- Mouseflow: Preise, Reibungsereignisse, Blog zu Click-Rage
- PostHog: Preise, Preise Session Replay, Autocapture mit Wut- und Totklicks, Heatmaps
- Plerdy: Preise, Session Replay, Sicherheitsrichtlinie
- Fullstory: FullstoryFree, Pläne, Frustsignale
- Zoho PageSense: Preise, Gratis-Plan, Ratgeber mit Hinweis „coming soon“
- Crazy Egg: Preise, Tags in Aufzeichnungen
- Lucky Orange: Preise, Frustrated Visitors, Wayback-Schnappschüsse der Preisseite vom 18.05.2026 und 09.06.2026
- Matomo: Preise, Heatmap-Funktion, Plugin Heatmap und Session Recording, FAQ zu Datenschutz
- Smartlook: Cisco End-of-Sale-Bulletin, Smartlook mit Zeitplan
- Hotjar-Preisseite im Wayback: 09.10.2025, 08.11.2025, 09.12.2025
Recht und Datenschutz
- Hersteller zu cookielosen Modi: Mouseflow, Contentsquare FAQ, Contentsquare Exemption Mode, PostHog, Clarity-Nutzungsbedingungen
- § 25 TDDDG, Bundesministerium der Justiz, Stand: zuletzt geändert am 10.03.2026
- DSK: Orientierungshilfen, OH Digitale Dienste Version 1.2, November 2024, und die abgelöste OH Telemedien von 2019
- Berliner Beauftragte für Datenschutz, Pressemitteilung vom 14.11.2019
- CNIL: Entwurf der Empfehlung zu Session-Replay-Werkzeugen, 25.02.2026 (französisch, nicht verbindlich)
- Amtsblatt der EU C/
2025/ , und die Liste des Data Privacy Framework6610: Berufung Latombe gegen das Urteil T-553/ 23
Markt, Bewertungen und eigene Daten
- Shopify App Store: Microsoft Clarity, Lucky Orange, Plerdy; WordPress-Plugin von Clarity
- Wappalyzer: Verbreitung von Microsoft Clarity und die Seiten der anderen Tools, Abruf 06.10.2026
- Capterra und Trustpilot: Hotjar bei Capterra, Hotjar bei Trustpilot
- Stichprobe der Vergleichslisten: Geekflare, OMT, thecmo.com, Varify.io, CPO Club, Contentsquare
- Praktikerstimmen: Shopify Community, Clarity und Banner, 30.09. und 27.10.2025, Shopify Community, Analytics zuerst, 25.08.2026, Shopify App Store, Lucky Orange, Anbieterantwort vom 23.09.2026, Bewertung bearbeitet am 05.10.2026, YouTube, Clean Commit, Clarity für Shopify, 07.10.2025, YouTube, Fabian Bauer, Clarity installieren, 02.02.2026, YouTube, Vision Labs, PostHog Session Recordings, 18.12.2025, YouTube, Contentsquare, Hotjar wird Teil von Contentsquare, 04.11.2025, LinkedIn, Norbert Eigner, Datenschutz-Audit, LinkedIn, Lisa Fellinger, 06.10.2026, Reddit 24.12.2025, Reddit 23.01.2026, Reddit 26.08.2026, Reddit 01.04.2026, Reddit 20.01.2026
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