Start / Magazin / GEO & KI-Suche
Google Ads vs. Meta Ads vs. ChatGPT Ads: Vergleich 2026
ArtikelGEO & KI-Suche03.10.2026/img/magazin/google-ads-vs-meta-ads-vs-chatgpt-ads-vergleich.webp
Alles auf einen Blick
- Die erste Frage lautet: Suchen Menschen schon nach deinem Angebot? Dann fängst du mit Google an. Wenn nicht, mit Meta. ChatGPT Ads ist im Herbst 2026 ein Testkanal mit zusätzlichem Budget, kein Ersatz für einen der beiden.
- Ein Klick bei Google Shopping kostet im europäischen E-Commerce im Mittel 0,36 €, bei Meta laut dem Median einer deutschen Agentur rund 0,40 €. Drei Shop-Tests mit ChatGPT Ads aus Deutschland und Spanien zahlten 0,24 bis 1,11 €, US-Shops eher 1,70 bis 4,40 $. Im B2B ist der ChatGPT-Klick dagegen oft billiger als der Google-Suchklick, bei Cargoboard 2,43 € statt 5,30 €.
- Ein billiger Klick ist kein billiger Kunde. Von 23 Gegenüberstellungen lag beim Ergebnis 9-mal Google vorn, je 2-mal Meta und ChatGPT, 10 Tests nennen nur Klickwerte oder kein Urteil.
- Gemeldet ist nicht gemessen. ChatGPT meldet oft mehr Klicks, als Besuche ankommen, in einem deutschen Shop 311 gegen 57. Google und Meta zählen gern denselben Kauf: In einem Shop standen 235 gemeldete gegen 71 echte Verkäufe.
- Unter 1.000 € im Monat bleibt es bei einem Kanal. Ein zweiter lohnt sich erst, wenn der erste genug Conversions zum Lernen hat, als Untergrenze rund 50 im Monat.
- Bei RYMHART melden Google und Meta beide einen ROAS von 6 bis 8. Die Markensuche liegt über 20. Der größte Hebel steckt in der Suche ohne Markennamen, die knapp über 1 liegt, und in Instagram-Beiträgen, die nur Klicks einkaufen. Seit dem 2. Oktober testet RYMHART zusätzlich ChatGPT Ads.
Inhaltsverzeichnis15 Abschnitte
- Drei Kanäle, drei Momente: suchen, scrollen, fragen
- Die Zahlen nebeneinander: Klickpreis, Klickrate, Tausenderpreis
- Was die veröffentlichten Direktvergleiche zeigen
- Billiger Klick, teurer Kunde: warum der Klickpreis täuscht
- Praxisbeispiel RYMHART: was Google und Meta in einem Modeshop leisten
- Google Ads 2026: was sich gerade ändert
- Meta Ads 2026: was sich gerade ändert
- ChatGPT Ads 2026: wo der Kanal steht
- Welcher Kanal passt zu dir?
- Warum du die Zahlen der Plattformen nie addieren darfst
- Was Reddit, LinkedIn und X über die drei Kanäle sagen
- Was noch niemand weiß
- Meine Einschätzung
- Häufige Fragen
- Quellen
Am 2. Oktober 2026 hat Romano Koch von der Agentur THRE3 auf LinkedIn eine Frage beantwortet, die gerade fast jeder stellt, der Werbung schaltet: Wie schlägt sich ChatGPT Ads gegen Google Ads? Gemeinsam mit dem Logistiker Cargoboard hat er je eine Kampagne zum Palettenversand verglichen, 30 Tage lang. Google bekam rund 30.000 €, ChatGPT rund 1.270 €. Der Klick kostete bei ChatGPT 2,43 € statt 5,30 €, die Conversion Rate lag 73 % höher, die Kosten je Bestellung 74 % niedriger. Und dann schreibt Koch den wichtigsten Satz des Beitrags: „Heißt aber nicht: ChatGPT Ads performt besser.“ Die ersten Stichproben zeigen eine deutlich schwächere Lead- und Kundenqualität.
Zwei Wochen vorher hatte der Schweizer Berater Rolf Jeger für einen Kunden denselben Vergleich gemacht und das Gegenteil gemessen: Der Klick bei ChatGPT war 43 % billiger, ein Kontakt aber mehr als doppelt so teuer. Zwei ehrliche Tests, zwei entgegengesetzte Ergebnisse. Genau deshalb hilft die Frage „Welcher Kanal ist der beste?“ nicht weiter. Hilfreich ist eine andere: In welchem Moment erreicht welcher Kanal deine Kunden, und was kostet dich am Ende ein Kunde?
Für diesen Vergleich habe ich 23 Gegenüberstellungen mit Zahlen für mindestens zwei Kanäle zusammengetragen, davon 20 veröffentlichte Tests, 208 Reddit-Threads mit ihren Kommentaren gelesen, dazu LinkedIn, X, YouTube, die Fachpresse und die Quartalszahlen von Alphabet und Meta. Die Argumente für jeden Kanal habe ich von drei KI-Agenten gegeneinander antreten lassen und eine vierte Instanz prüfen lassen, welche Behauptungen den Quellen standhalten. Was dabei durchfiel, steht nicht im Beitrag. Jede Zahl habe ich in der Originalquelle nachgesehen oder, wo diese gesperrt ist, in einem seriösen Bericht darüber. Die Screenshots sind vom 30. September und 2. Oktober 2026. Zur Einordnung: Ich stehe der Strickerei RYMHART bei Google Ads und Meta Ads beratend zur Seite. Ihre Zahlen aus dem September stecken gerundet in diesem Beitrag. Mit ChatGPT Ads ist RYMHART am 2. Oktober 2026 gestartet, die ersten Zahlen stehen im Praxisteil.
Drei Kanäle, drei Momente: suchen, scrollen, fragen
Google Ads, Meta Ads und ChatGPT Ads verkaufen dieselbe Sache, nämlich Aufmerksamkeit. Sie verkaufen sie aber in drei sehr verschiedenen Augenblicken. Der Marketingberater Manfred Gansterer hat es auf LinkedIn in drei kurzen Sätzen zusammengefasst: „Google weiß, wonach du suchst. Meta weiß, wer du bist. ChatGPT weiß, was du gerade lösen willst.“

Google Ads erreicht Menschen, die schon wissen, was sie wollen. Wer „merino troyer herren“ eintippt, hat Bedarf und meist auch ein Budget. In Deutschland läuft der Großteil dieser Suchen über Google: Im September 2026 kam Google laut StatCounter auf 87,8 % aller Suchen, auf dem Handy auf 96,2 %. Die Anzeige fängt Nachfrage ab, die schon da ist. Wo niemand sucht, kann Google nichts abfangen.
Meta Ads erreicht Menschen, die gerade nichts suchen. Instagram hat in Deutschland laut Metas Pflichtbericht nach dem Digital Services Act 49,8 Millionen monatlich aktive Empfänger, Facebook 32,2 Millionen. Das sind keine eindeutig gezählten Personen, aber eine gute Größenordnung. Die Anzeige im Feed weckt Bedarf, den es fünf Sekunden vorher nicht gab. Das funktioniert besonders gut bei Produkten, die man sehen muss, und bei Marken, die noch niemand kennt.
ChatGPT Ads erreicht Menschen, während sie mit einer KI über ein Problem reden. Die Anzeige steht als gekennzeichneter Eintrag unter der Antwort. Sie sehen nur Menschen, die ChatGPT kostenlos oder im günstigen Tarif Go nutzen. Weltweit zahlten im Februar 2026 laut OpenAI gut 50 Millionen der über 900 Millionen wöchentlichen Nutzer, also rund 6 %, darunter auch Go-Kunden, die weiter Werbung sehen. In Deutschland nutzen nach einer Bitkom-Umfrage rechnerisch rund 41 % der Menschen ab 16 Jahren ChatGPT, und 31,2 % der Onlinekäufer haben laut dem Handelsverband bevh schon einmal einen Chatbot nach Produkten gefragt. Nur 12,7 % würden der Empfehlung aber ohne eigene Suche folgen. Das beschreibt den Kanal gut: Er ist nah an der Entscheidung, aber selten der letzte Schritt.
Die Zahlen nebeneinander: Klickpreis, Klickrate, Tausenderpreis
Für Deutschland gibt es keine große, unabhängige Benchmark für alle drei Kanäle. Was es gibt, sind Mediane von Agenturen und Technikpartnern für Google und Meta und eine Handvoll Tests für ChatGPT. Die Tabelle stellt das Beste davon nebeneinander, jeweils mit Herkunft. US-Werte stehen nur zur Einordnung drin, als Absolutwerte taugen sie für Deutschland nicht.
| Kanal | Klickpreis | Klickrate | Tausenderpreis | Quelle und Stichprobe |
|---|---|---|---|---|
| Google Shopping | 0,36 € | um 2 % | k. A. | smec Market Observer, Median im europäischen E-Commerce, rund 650 Mio. € Werbebudget, Spätsommer 2026 |
| Google Performance Max | 0,41 € | k. A. | k. A. | smec, wie oben |
| Google Suche, E-Commerce | 0,43 € | k. A. | k. A. | smec, wie oben |
| Suchanzeigen, alle Branchen USA | 5,42 $ | 6,64 % | k. A. | LocaliQ und WordStream, 13.474 US-Kampagnen bei Google und Microsoft, April 2025 bis März 2026 |
| Meta, Deutschland | rund 0,40 € | k. A. | rund 6 € | Agentur zweidigital, Median über mehr als 100 eigene Kunden, veröffentlicht 01.10.2026, Zeitraum nicht genannt |
| Meta, Kunden von Triple Whale | k. A. | k. A. | 15,06 $ (+13,2 %) | Triple Whale, über 40.000 Marken, vor allem Shopify-Shops, Markt nicht genannt, August 2025 bis Juli 2026 |
| ChatGPT, Deutschland und Schweiz | 0,20 bis 3,50 €, meist um 1,50 € | 0,3 bis 3,8 % | rund 9 bis 50 €, ein Test 63 CHF | Eigenberichte von Werbetreibenden, September 2026, dazu Cargoboard und mylurch, siehe ChatGPT Ads: Erfahrungen aus Deutschland, Europa, USA |
| ChatGPT, USA | 1,50 bis 13 $ | 0,73 % im Panel | 25 bis 65 $, ein Test 120 $ | Tests, Similarweb-Panel bis 16.09.2026, Einkaufspreise ab April 2026 |
Die einzige Quelle, die alle drei Kanäle beim selben Werbetreibenden zur selben Zeit misst, kommt aus der Schweiz. Simon Flück hat am 7. September 2026 die Zahlen seiner ersten ChatGPT-Kampagne nach drei Tagen neben die laufenden Kampagnen bei Meta und Google gelegt. ChatGPT kam auf 1,32 % Klickrate, 1,28 CHF je Klick und 17,41 CHF je 1.000 Einblendungen. Meta lag bei 0,51 %, 1,17 CHF und 8,07 CHF. Die Google-Suche erreichte 24,03 % Klickrate bei 1,67 CHF je Klick. Flück selbst nennt den Vergleich „nicht fair“, weil ChatGPT erst drei Tage lief, und vermisst die wichtigste Kennzahl: was eine Buchung kostet. Nach 37 Klicks gab es aus ChatGPT noch keine. Google hätte nach seiner Erfahrung bei 37 Klicks schon ein bis zwei gehabt.


Aus diesen Zahlen folgt eine Beobachtung, die in fast jeder Diskussion untergeht: Ob ChatGPT „billig“ ist, hängt davon ab, womit du vergleichst. Für einen Shop, der bei Google Shopping 0,36 € je Klick zahlt, ist ein ChatGPT-Klick für 0,64 € fast doppelt so teuer. Für einen B2B-Anbieter, der bei Google 5,30 € zahlt, ist ein ChatGPT-Klick für 2,43 € ein Schnäppchen. Beides sagt noch nichts darüber, was am Ende ein Kunde kostet.

Was die veröffentlichten Direktvergleiche zeigen
In der Übersicht unten stehen alle Tests, die ich bis zum 2. Oktober 2026 gefunden habe und die eigene Zahlen für mindestens zwei der drei Kanäle nennen, dazu RYMHART und zwei Gegenüberstellungen von Benchmarks. Die meisten stammen aus Reddit-Threads und LinkedIn-Beiträgen, einige von Agenturen, die den neuen Kanal selbst verkaufen. Das ist in der Spalte Vorbehalt vermerkt. „Vorn“ richtet sich nach dem Ergebnis, also den Kosten je Kunde, Kontakt oder Bestellung, nicht nach dem Klickpreis.
Alle 23 Vergleiche als Tabelle
| Wer | Markt | Geschäft | Zeitraum und Budget | Google Ads | Meta Ads | ChatGPT Ads | Ergebnis | Vorn | Vorbehalt | Quelle |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Cargoboard über die Agentur THRE3 (Romano Koch) | Deutschland | Logistik, Online-Buchung von Palettenversand (B2B) | 30 Tage bis 02.10.2026; Google rund 30.000 €, ChatGPT rund 1.270 € (4,2 % davon) | Search: Klick ca. 5,30 €, ~123.000 Impr., CTR ~4,6 % (gerechnet), mehrere hundert Conversions | k. A. | Klick ca. 2,43 €, ~82.000 Impr., CTR ~0,64 % (gerechnet), Conversions im höheren zweistelligen Bereich | Bei ChatGPT lag die Conversion Rate rund 73 % höher und die Kosten je Bestellung rund 74 % niedriger als bei Google Search. Die Lead- und Kundenqualität war in Stichproben deutlich schwächer. | ChatGPT | Je eine Kampagne, sehr ungleiche Datenmengen; THRE3 verkauft ChatGPT-Ads-Betreuung; viele Wiederbesteller. Koch selbst: „Heißt aber nicht: ChatGPT Ads performt besser.“ | LinkedIn, 02.10.2026 |
| Rolf Jeger, Marketingberater | Schweiz | Kunde mit Terminbuchung und Telefon (Branche nicht genannt) | Vom ersten Schweizer Self-Service-Tag (Anfang September) bis 16.09.2026; Budget k. A. | Search: Klick 1,29 CHF, CTR 9,34 %, rund 7 CHF je Kontakt | k. A. | Klick 0,73 CHF, CTR 2,65 %, rund 15 CHF je Kontakt | 43 % günstigerer Klick, aber doppelte Kosten je Kontakt: Gerechnet führten rund 4,9 % der ChatGPT-Klicks zu einem Kontakt, bei Google rund 18,4 %. | Ein Kunde; „Kontakt“ heißt Besuch der Terminseite oder Anruf, kein Abschluss; Performance Max lief parallel, ohne veröffentlichte Zahlen. | LinkedIn, 16.09.2026 | |
| RYMHART | Deutschland | Onlineshop für Strickmode | 28 Tage, 04.09. bis 01.10.2026; Budget nicht veröffentlicht | Klick 0,45 bis 0,55 €, CTR um 2 %, TKP um 10 €, Conversion Rate um 1,5 %, ROAS 6 bis 8 (Markensuche über 20, Performance Max um 6, Suche ohne Markennamen knapp über 1) | Klick 0,40 bis 0,50 €, CTR um 2 %, TKP um 8 €, Conversion Rate um 1,5 %, ROAS 6 bis 8 (Verkaufskampagnen 6 bis 11; geboostete Beiträge rund 0,15 € je Klick, null Käufe) | seit 02.10.2026 im Test, erster Tag: 2.693 Impr., 61 Klicks, CTR 2,27 %, noch keine Conversion (anderer Zeitraum, nicht vergleichbar) | Beide Kanäle melden einen ROAS von 6 bis 8. Am stärksten sind die Google-Markensuche und Metas Verkaufskampagnen; Reserven liegen in der Suche ohne Markennamen und in den geboosteten Beiträgen. | offen | ROAS laut Plattform: Google und Meta können denselben Kauf zählen. Die Markensuche erntet auch Nachfrage, die Meta weckt; Metas Verkaufskampagnen enthalten eventuell Retargeting. | Eigene Auswertung, Stand 01.10.2026 |
| Sebastian Glöckner, techwanderer.de | Deutschland | GEO-Beratung für kleine Unternehmen, Ziel: Webinar-Anmeldungen | Zwei Wochen, veröffentlicht 02.10.2026; ChatGPT 261 € in der Webinar-Kampagne, Meta rund 3.000 € im Monat | k. A. | Klick 5 bis 7 €; mit 3.000 € im Monat „genügend Anmeldungen“ | Klick 0,50 bis 1,50 €, rund 200 Klicks je Anmeldung, 2 Anmeldungen, 130 € je Lead (Ziel: 30 €) | Der Klick kostete bei ChatGPT einen Bruchteil, der Lead aber mehr als bei Meta. Die Auslieferung stoppte mehrfach ohne Erklärung. | Meta | Zwei Anmeldungen; Metas Kosten je Lead nicht beziffert; Conversion-Tracking unsicher, weil die Danke-Seite auf einer fremden Domain liegt. | techwanderer.de, 02.10.2026 |
| Olaf Mergili, mylurch.com | Deutschland | B2B-Dienstleistung | Zwei Tests mit zusammen acht Testtagen, September 2026; ChatGPT rund 116 € (15 € am Tag) | Klick 2,93 €; rund 5 % der Klicks werden zur Conversion (dieselbe Website, Vergleichszeitraum) | k. A. | Klick 1,45 bis 3,50 € (Test 1) und rund 2 € (Test 2), CTR 0,26 bis 1,33 % bzw. 0,39 %, 62 Klicks, 0 Conversions | Günstigere Klicks, aber keine Conversion; eine Quote wie bei Google hält Mergili nach beiden Tests für „unwahrscheinlich geworden“. Fast alle Besucher sahen eine Seite und gingen nach Sekunden. | Sehr kleine Stichprobe (nach Test 1: null Leads bei 46 Klicks „ist keine Aussage“); ChatGPT-Besucher lehnen Cookies häufiger ab, das verzerrt die Messung. | mylurch.com, 11.09.2026, aktualisiert 27.09.2026 | |
| Wolfram Daur, Lemodo | Deutschland | Onlineshop, Produktfeed mit über 800 Produkten | Ab 24.09.2026, rund 5 Tage; ChatGPT rund 85 € (gerechnet) | Klick 0,26 € | k. A. | Klick 0,64 €, 7.773 Impr., 133 Klicks, CTR 1,71 %; Conversion „eher mau“ | Der ChatGPT-Klick kostete rund das 2,5-Fache von Google (Amazon: 0,23 €). Lohnen würde es sich laut Daur, wenn auch die Conversion dreimal so hoch wäre; danach sah es bisher nicht aus. | offen | Laut Diagramm verschiedene Zeiträume und Produktauswahlen; kleinstes erlaubtes Höchstgebot bei OpenAI 1,00 €; keine Kaufzahlen genannt. | LinkedIn, 29.09.2026 |
| Simon Flück, Digital Marketer | Schweiz | k. A. | 3 Tage bis 07.09.2026; ChatGPT rund 47 CHF (gerechnet aus 37 Klicks) | Search: Klick 1,67 CHF, CTR 24,03 %, TKP 401,59 CHF; Performance Max: Klick 1,47 CHF, CTR 6,58 %, TKP 96,61 CHF | Klick 1,17 CHF, CTR 0,51 %, TKP 8,07 CHF | Klick 1,28 CHF, CTR 1,32 %, TKP 17,41 CHF, 37 Klicks, noch keine Conversion | ChatGPT wurde häufiger geklickt als Meta, bei fast gleichem Klickpreis; den billigsten Klick hatte Meta, die höchste Klickrate Google Search. Die Kosten je Conversion fehlen noch. | offen | Drei Tage; Google und Meta hatten Lerndaten, laut Flück kein fairer Vergleich; das angekündigte Conversion-Fazit war bis 02.10.2026 nicht zu finden. | LinkedIn, 07.09.2026 |
| Kommentator in r/PPC, betreut Finanz-Leads | Großbritannien (Budget in £) | Lead-Generierung in der Finanzbranche | Zeitraum k. A.; über 3 Mio. £ im Jahr laut Kommentator | Offline-Conversion-Rate 18 % | Offline-Conversion-Rate 7 % | k. A. | Google-Leads wurden offline mehr als doppelt so oft zum Abschluss. Meta lief ebenfalls profitabel, brauchte dafür aber niedrigere Kosten je Lead; der Rohertrag aus Google lag laut Autor weit vorn. | Ein Kunde, Einzelaussage ohne Kampagnendaten; Zeitraum und Kosten je Lead nicht genannt. | Reddit r/PPC, 01.08.2026 | |
| Shop-Betreiber in r/FacebookAds | USA (Zielmarkt) | Onlineshop, Produkt für Frauen von 22 bis 32, Marke seit 16 Jahren | 24 Stunden; je 600 $ für Google, Meta und TikTok | Search und Display: 121 gültige Sitzungen, 19 Verkäufe (15,7 % der gültigen Sitzungen) | Nur Instagram gewählt: 29 gültige von 368 Sitzungen, 0 Verkäufe; 43 % des Budgets liefen auf abgewählten Platzierungen | k. A. | Bei gleichem Budget und gleichen Motiven brachte Google 19 Verkäufe, Meta keinen; TikTok lag mit 45 Verkäufen vorn. Der Autor stuft 92 % des Meta-Traffics als ungültig ein. | Nur 24 Stunden; eigene Bot-Erkennung des Autors; Kommentatoren vermuten aktive Advantage+-Platzierungen; junge Zielgruppe passt eher zu TikTok. | Reddit r/FacebookAds, 04.06.2026 | |
| B2B-Softwareanbieter in r/PPC | USA (Beta seit März 2026, damals nur USA) | B2B-Software (SaaS) | März bis Mitte Mai 2026; Budget k. A. | Kosten je Conversion: ein Drittel bis die Hälfte des ChatGPT-Werts | k. A. | CTR um 1 % (Anzeigengruppen 0,80 bis 1,20 %), Kosten je Conversion 2- bis 3-mal so hoch wie bei Google | ChatGPT brachte Conversions, aber jede kostete das Zwei- bis Dreifache von Google Ads. | Ein Kommentar ohne absolute Zahlen; Qualität der Conversions nicht genannt. | Reddit r/PPC, 15.05.2026 | |
| Werbetreibender in r/PPC | Australien | Reparaturdienste rund ums Haus | Bis 29.07.2026; Budget k. A. | Search: rund 20 AUD je Anfrage | k. A. | Rund 40 AUD je Anfrage | ChatGPT kostete je Anfrage etwa das Doppelte von Google Search; der Autor sieht den Kanal eher für Markenbekanntheit. | Ein Kommentar ohne Budget und Zeitraum. | Reddit r/PPC, 29.07.2026 | |
| Anthony Higman, Agentur für Kanzleiwerbung | USA | Kanzlei (Rechtsgebiet nicht genannt) | August 2026; ChatGPT 2.000 $ | Klick in dieser Nische rund 600 $ | k. A. | 12 Leads, rund 166 $ je Lead | Ein Lead über ChatGPT kostete weniger als ein einzelner Google-Klick. | ChatGPT | Ein Kunde; das Ergebnis schwankt laut Higman stark je Rechtsgebiet; Googles Kosten je Lead nicht genannt. In Deutschland nicht nachmachbar: OpenAI verbietet Werbung für Rechtsdienstleistungen außerhalb der USA. | X, 04.09.2026 |
| Lead-Generierer in r/googleads | k. A. (englischsprachig) | Leads mit Terminbuchung (Branche nicht genannt) | Juni 2026; Budget k. A. | Lead-Formulare mit Zusatzfragen und SMS-Bestätigung: 29 % der Leads buchen einen Termin | Sofortformulare: 8 % der Leads buchen einen Termin | k. A. | Mit Googles Lead-Formularen sanken die Kosten je qualifiziertem Lead um über 60 %, bei stabilem Lead-Volumen. | Das Google-Formular hatte mehr Hürden (Zusatzfragen, SMS-Code) als das Meta-Formular; absolute Kosten nicht genannt. | Reddit r/googleads, 24.06.2026 | |
| Grow My Ads, Google-Ads-Agentur (Eigentest) | USA | Agentur sucht Kunden (B2B) | Rund zwei Wochen, veröffentlicht 03.08.2026; ChatGPT rund 1.200 $ | Klick 100 bis 200 $ und mehr für dieselben Agentur-Begriffe, die dort „gut konvertieren“ | k. A. | Klick 13 $ (Gebot zeitweise 25 $), CTR 1 %, TKP 120 $, 92 Klicks, 0 Conversions | Trotz eines Bruchteils des Google-Klickpreises brachte ChatGPT keine Anfrage, während dieselben Begriffe bei Google für die Agentur konvertieren. | Eigenwerbung einer Google-Ads-Agentur; Google-Conversions nicht beziffert; ein UTM-Fehler störte die Messung in GA4. | growmyads.com, 03.08.2026 | |
| Gründer einer Modemarke in r/PPC | k. A. (Budget in $) | Neue Modemarke mit eigenem Onlineshop | September 2026; Performance Max 600 $, Meta-Budget k. A. | Performance Max: rund 2.000 Klicks, 0 Conversions, rund 90 % des Traffics über YouTube und Display; Markenkampagne: 37 Conversions in 30 Tagen, rund 5.000 $ Wert | Conversion Rate 3 bis 4 % | k. A. | Meta verkauft, Performance Max brachte aus 600 $ keinen Kauf. Die Google-Markenkampagne läuft gut; sie fängt laut Kommentar Menschen ab, die die Marke auf Instagram oder Facebook gesehen haben. | Meta | Neues Konto ohne Kaufdaten; Kommentare raten zu Standard-Shopping statt Performance Max; Metas Ausgaben nicht genannt. | Reddit r/PPC, 30.09.2026 |
| Launch10 in r/PPC | USA (Mai 2026, damals nur USA) | Marketing-Software (SaaS) | Zwei Wochen im Mai 2026; ChatGPT rund 187 $ (gerechnet) | Search mit derselben Landingpage: CTR 8 bis 10 % und mehr, ähnliche Conversion Rate | k. A. | 3.951 Impr., 60 Klicks, CTR 1,52 % (gerechnet; 0,43 bis 2,16 % je Anzeigengruppe), Klick 2,98 bis 3,23 $, 10 begonnene Anmeldungen | Google erreichte eine rund fünfmal so hohe Klickrate bei ähnlicher Conversion Rate. Aus den ChatGPT-Anmeldungen wurden laut Autor zahlende Kunden. | offen | Kleine Stichprobe; Conversions laut ChatGPT-Dashboard; Googles Klickpreis und Kosten je Anmeldung nicht genannt. | Reddit r/PPC, 15.05.2026 und 27.05.2026 |
| „robot 2.0“ (@alightinastorm) | k. A. | k. A. | Einige Wochen bis 29.09.2026; Budget k. A. | Vergleichswert, absolute Zahlen nicht genannt | k. A. | Klick rund 20 bis 30 % teurer als bei Google, Conversion Rate 60 % niedriger, CTR „very very low“ | Teurere Klicks und weniger Käufer: Gerechnet kostet eine Conversion rund dreimal so viel wie bei Google. Besser als X Ads, aber „absolute crap“. | Anonymer Beitrag ohne absolute Zahlen, Branche und Markt. | X, 29.09.2026 | |
| Werbetreibender in r/PPC | k. A. (Budget in $) | Nischen-B2B-Technologie | Einige Wochen bis 31.07.2026; einige hundert $ am Tag | Klick 3- bis 4-mal so teuer wie bei ChatGPT (gerechnet rund 12 bis 20 $) | k. A. | Klick 4 bis 5 $, Tagesbudget wird voll ausgegeben | Klicks kosten ein Drittel bis ein Viertel von Google; täglich kommen ein paar sehr passende Besucher. Kosten je Ergebnis nennt der Autor nicht. | offen | Viele Klicks vom Handy, laut Autor teils verschwendet; kaum Reporting. | Reddit r/PPC, 31.07.2026 |
| Shop-Betreiber in r/shopify | k. A. (englischsprachig) | Onlineshop | Ein Monat bis 04.08.2026; Budget k. A. | Vergleichswert, absolute Zahlen nicht genannt | k. A. | Klick dreimal so teuer wie bei Google, CTR unter einem Zehntel von Google | „Not worth it at all“: Der Händler bleibt bei Google Ads, bis ChatGPT Ads ausgereift ist. | offen | Nur Klickwerte ohne absolute Zahlen; Käufe nicht genannt. | Reddit r/shopify, 04.08.2026 |
| Agentur-Einsteiger in r/PPC | k. A. (englischsprachig) | Onlineshop (Shopify) | Derselbe Zeitraum, Juli 2026; Budget k. A. | 95 Verkäufe laut Google | 140 Verkäufe laut Meta | k. A. | Shopify zählte 71 Verkäufe, die Plattformen beanspruchten zusammen 235. Rat im Thread: Meta auf 1-Tag-Klick stellen und einen Kanal zwei Wochen lang in einigen Regionen abschalten. | offen | Doppelzählung: Beide Plattformen nehmen dieselben Bestellungen für sich in Anspruch; ein Kanalurteil ist so nicht möglich. | Reddit r/PPC, 28.07.2026 |
| Betreuer eines Shops in r/PPC | k. A. (englischsprachig) | Onlineshop | September 2026; Budget k. A. | 45 Käufe laut Google, davon 39 in GA4 | 22 Käufe laut Meta, davon 6 in GA4 | k. A. | 67 gemeldete gegen 45 Käufe in GA4: Google behält beim Abgleich 87 %, Meta 27 % (gerechnet). Ein Kommentar erklärt die Lücke mit fehlenden UTM-Parametern bei Meta. | offen | Tracking übernommen und ungeprüft; Budgets nicht genannt; GA4 unterschätzt Meta ohne UTM-Parameter. | Reddit r/PPC, 19.09.2026 |
| Adthena über Campaign | k. A. | Eine Marke, Branche nicht genannt | Bis Ende August 2026; Budget k. A. | Search-Benchmark derselben Branche: CTR 6,4 % | k. A. | CTR 0,91 % | Die Klickrate lag rund siebenmal unter dem Google-Search-Benchmark der Branche. | offen | Eine Marke; der Google-Wert ist ein Branchen-Benchmark, keine eigene Kampagne; Adthena verkauft Analysen für Such- und ChatGPT-Werbung. | Trending Topics, 31.08.2026 |
| Gupta Media und Media-Einkäufer über Digiday | USA | Durchschnittswerte, keine Branche | April 2026, ChatGPT noch im Piloten mit Festpreis | TKP Display 10,33 $ | TKP Facebook 4,82 $, Instagram 7,63 $ | TKP 60 $ zum Start, im April 25 bis 45 $ | Reichweite kostete bei ChatGPT das 2,4- bis 9-Fache von Google Display, Facebook und Instagram (gerechnet) und lag näher an LinkedIn (39,19 $). | offen | Durchschnittswerte, kein gemeinsamer Test; die ChatGPT-Preise nennen andere Einkäufer; Stand April 2026, Google-Wert ist Display, nicht Suche. | Digiday, 17.04.2026 |
Das Bild ist eindeutiger, als die Diskussionen auf LinkedIn vermuten lassen. Wo ein Test ein Ergebnis nennt, liegt meistens Google vorn, nämlich in 9 von 13 Fällen. Meta gewinnt dort, wo nicht gesucht wird: bei einer kleinen Modemarke, die auf Google nur über die Markensuche Geld verdient, und bei einem GEO-Berater, der seine Webinar-Anmeldungen über Meta günstiger bekommt als über ChatGPT. ChatGPT liegt in zwei Fällen vorn, bei Cargoboard und bei einer US-Kanzlei, die bei Google rund 600 $ je Klick zahlt. Kanzleiwerbung ist bei ChatGPT Ads außerhalb der USA allerdings verboten.
Billiger Klick, teurer Kunde: warum der Klickpreis täuscht
Der Fall von Rolf Jeger zeigt den Mechanismus am klarsten. Gleicher Kunde, gleicher Zeitraum, gleiches Angebot, gezählt wurde jeder Besuch der Terminseite und jeder Anruf. Ein Klick kostete bei ChatGPT 0,73 CHF, bei der Google-Suche 1,29 CHF. Ein Kontakt kostete bei ChatGPT rund 15 CHF, bei Google rund 7 CHF. Jeger erklärt es mit einem Satz: „Wer sucht, hat ein Anliegen. Wer chattet, hat ein Thema.“ Die Klickrate lag bei Google bei 9,34 %, bei ChatGPT bei 2,65 %, und von den Klicks führten bei ChatGPT deutlich weniger zu einem Kontakt. Am ersten Testtag hatte Jeger noch 3,82 % Klickrate gemessen und schon da davor gewarnt, daraus etwas abzuleiten: Auf einer neuen Werbefläche sei noch niemand werbeblind.

Cargoboard ist der Gegenfall, und zwar der stärkste, den es aus Deutschland gibt. Rechnet man Kochs Zahlen nach, bekam ChatGPT mit gut 4 % des Budgets zwei Drittel so viele Einblendungen wie Google. Die Klickrate lag bei rund 0,64 % gegen rund 4,6 % bei Google, der Tausenderpreis bei rund 15,50 € gegen 244 €. Weil bei ChatGPT mehr Besucher buchten, kostete eine Bestellung rund drei Viertel weniger. Koch nennt selbst die Gründe, warum das noch kein Sieg ist: viel weniger Daten, andere Zurechnung, ein anderer Reifegrad der Plattform, schwächere Leads in den Stichproben. Ein Kommentator spricht von „young auction pricing“, Koch stimmt ihm zu. Dazu kommt, dass Cargoboard viele Stammkunden hat, die regelmäßig wieder bestellen. Sascha Wegner von der Agentur how performance bringt es in den Kommentaren auf den Punkt: „Bessere Kennziffern sind nicht immer das bessere Ergebnis.“ Und der Datenstratege Pierre Wolters, der bei Cargoboard das Tracking ausgebaut hat, schreibt, seine größten Bedenken bei Klicks und Zurechnung hätten sich bisher nicht bestätigt.


Ein dritter Fall zeigt, dass auch Meta gegen ChatGPT gewinnen kann. Sebastian Glöckner von Techwanderer hat in einem Video gezeigt, wie er zwei Wochen lang Webinar-Anmeldungen über ChatGPT beworben hat. Die Klicks kosteten unter 1,50 €, teils nur 50 bis 60 Cent. In einer Woche kamen für 261 € trotzdem nur zwei Anmeldungen zusammen, rund 130 € je Anmeldung bei einem Ziel von 30 €. Über Meta bekommt er bei 3.000 € im Monat nach eigener Aussage genug Anmeldungen, obwohl dort ein Klick in seinem Konto 5 bis 7 € kostet. Danach lieferte ChatGPT tagelang gar keine Anzeigen mehr aus.
Was du daraus mitnehmen kannst, ist eine einfache Rechnung. Der höchste Klickpreis, den ein Kanal tragen kann, ist dein Deckungsbeitrag je Kunde mal die Wahrscheinlichkeit, dass aus einem Klick ein Kunde wird. Wer 40 € an einer Bestellung verdient und 1,5 % seiner Besucher zu Käufern macht, kann höchstens 0,60 € je Klick bezahlen. Der Rechner macht das für alle drei Kanäle gleichzeitig, mit belegten Startwerten je Geschäftstyp.
Der Rechner braucht JavaScript. Die Startwerte und den Rechenweg findest du in der Tabelle darunter.
Startwerte und Quellen
| Geschäftstyp | Google Ads | Meta Ads | ChatGPT Ads | Grundlage |
|---|---|---|---|---|
| Online-Shop | Klick 0,40 €, Conversion Rate 2 % | Klick 0,45 €, Conversion Rate 1,5 % | Klick 0,70 €, Conversion Rate 1 % (Annahme), 60 % der Klicks kommen an | smec (Shopping 0,36 €, PMax 0,41 €, Search 0,43 €), zweidigital (Meta ≈0,40 €), Triple Whale (Meta 1,53 %), RYMHART (0,40 bis 0,55 €, um 1,5 %), Shop-Tests Daur 0,64 €, Seppeur 1,11 €. Eine deutsche Conversion Rate für ChatGPT-Shops ist nicht veröffentlicht |
| Lokaler Dienstleister | Klick 2,80 €, Conversion Rate 8 %, 30 % werden Kunde (Annahme) | Klick 1,00 €, Lead-Formular 8,5 %, 8 % werden Kunde | Klick 0,75 €, Conversion Rate 5 %, 15 % werden Kunde (Annahme) | visnakovs (SHK 2,80 €), Ostend (Handwerk 1,50 bis 4,50 €), LocaliQ (USA), WordStream (Meta-Formulare 8,54 %), Reddit 1ue66z6 (Termine je Lead 29 % gegen 8 %), Jeger (CHF 0,73, Kontaktquote ≈4,9 %) |
| B2B mit Anfragen | Klick 4,20 €, Conversion Rate 3,5 %, 15 % werden Kunde (Annahme, im Reddit-Fall 18 %) | Klick 1,50 €, Conversion Rate 5 %, 7 % werden Kunde | Klick 2,00 €, Conversion Rate 2 %, 10 % werden Kunde (Annahme) | visnakovs (B2B-Software 4,20 €), mylurch (Google 2,93 €, ChatGPT 1,45 bis 3,50 €), Cargoboard (Google 5,30 €, ChatGPT 2,43 €), Reddit 1vcqtuw (Abschluss 18 % Google gegen 7 % Meta) |
| Teures, erklärungsbedürftiges Angebot | Klick 4,00 €, Conversion Rate 3 %, 20 % werden Kunde (Annahme) | Klick 0,60 €, Conversion Rate 5 % und 5 % Abschluss (Annahmen) | Klick 2,00 €, Conversion Rate 1,5 %, 15 % werden Kunde (Annahme) | visnakovs und Ostend (Anwälte, Möbel), LocaliQ USA (Möbel 2,99 %), WordStream (Meta-Klick Reise und Möbel), León (CHF 1,80), Common Thread (USA) |
Rechenweg: Kosten je Anfrage oder Bestellung = Klickpreis ÷ (Anteil ankommender Klicks × Conversion Rate). Kosten je Kunde = Kosten je Anfrage ÷ Anteil, der Kunde wird. Höchster tragbarer Klickpreis = Deckungsbeitrag × Anteil ankommender Klicks × Conversion Rate × Anteil, der Kunde wird. Lernbedarf: Google nennt „bis etwa 50 Conversions“. Meta nennt für eine abgeschlossene Lernphase rund 50 Ergebnisse je Anzeigengruppe und Woche. Mit weniger liefert Meta trotzdem aus, im Status „Lernphase eingeschränkt“, aber unruhiger. Der Budgetplan rechnet deshalb für beide Kanäle mit rund 50 Conversions im Monat als Untergrenze und zeigt Metas volle Lernphase zusätzlich. ChatGPT Ads hat keine veröffentlichte Lernschwelle, ein Test braucht nach den vorliegenden Berichten 450 bis 1.000 € zusätzlich. Die Startwerte sind Einzelfälle und Mediane aus verschiedenen Märkten, keine Benchmarks für dein Konto. Wiederkäufe sind nicht eingerechnet.
Praxisbeispiel RYMHART: was Google und Meta in einem Modeshop leisten
RYMHART ist eine Strickerei aus Norddeutschland, die Troyer, Pullover und Jacken aus Wolle über einen eigenen Shop verkauft. Ich stehe dem Team bei Google Ads und Meta Ads beratend zur Seite. Für diesen Beitrag habe ich die Zahlen der 28 Tage vom 4. September bis zum 1. Oktober 2026 ausgewertet, gerundet und als Spannen. Ausgaben und Umsätze bleiben intern.
| Kennzahl | Google Ads | Meta Ads |
|---|---|---|
| Klickpreis im Schnitt | 0,45 bis 0,55 € | 0,40 bis 0,50 € |
| Klickrate | um 2 %, in der Suche um 2,5 % | um 2 % |
| Tausenderpreis | um 10 € | um 8 € |
| Conversion Rate | um 1,5 % | um 1,5 % |
| ROAS laut Plattform | 6 bis 8 | 6 bis 8 |
| Stärkste Kampagnenart | Markensuche, ROAS über 20 | Verkaufskampagnen, ROAS 6 bis 11 |
Beide Kanäle melden bei RYMHART fast denselben Umsatz je Werbe-Euro, deutlich über der Gewinnschwelle. Die Klickpreise liegen leicht über den europäischen Google-Medianen und beim Meta-Median der Agentur zweidigital, die Conversion Rate von rund 1,5 % entspricht dem Median, den Triple Whale über mehr als 40.000 Shops für Meta misst. Interessant wird es, wenn man den Durchschnitt aufteilt.

Die Markensuche erntet, was andere säen. Wenn jemand „RYMHART“ googelt, kostet der Klick rund 0,25 €, und der ROAS liegt über 20. Das sind keine neuen Kunden aus dem Nichts. Es sind Menschen, die die Marke schon kennen, aus dem Laden, von Instagram, von Freunden. Die Kampagne lohnt sich trotzdem, weil sie günstig den eigenen Namen schützt. Wie viel davon Meta angestoßen hat, zeigt nur ein Test, bei dem Meta in einer Region zwei Wochen pausiert.
Der größte Hebel steckt in der Suche ohne Markennamen. Wer nach „Merino Pullover“ sucht, kennt RYMHART noch nicht. Diese Klicks kosten rund 0,70 €, mehr als der europäische Median von 0,43 €, und der ROAS liegt knapp über 1. Am ersten Kauf verdient der Shop damit noch nichts, es sei denn, die Kunden kommen wieder. Hier liegt das meiste Potenzial: weniger und genauere Suchbegriffe, frei werdendes Budget für Performance Max und ein noch besserer Produktfeed. Performance Max liegt mit einem ROAS um 6 deutlich darüber. Wie viele dieser Käufer neu sind, zeigt sich, wenn man den Markennamen dort ausschließt und den Anteil der Neukunden misst.
Billige Klicks bringen keine Käufer. Bei Meta liefern die Verkaufskampagnen einen ROAS von 6 bis 11. Geboostete Instagram-Beiträge mit dem Ziel Link-Klicks kosten dagegen nur rund 0,15 € je Klick und haben im Zeitraum keinen einzigen Kauf gebracht. Meta liefert genau, was man bestellt: Wer Klicks bestellt, bekommt Menschen, die gern klicken. Das ist dasselbe Muster wie bei vielen ChatGPT-Tests, nur in einem Kanal, den alle zu kennen glauben.
Der ChatGPT-Test bei RYMHART läuft seit dem 2. Oktober
Kurz vor der Veröffentlichung dieses Beitrags ist RYMHART mit ChatGPT Ads gestartet. Die Kampagne „RYMHART Herbst“ und den Produktfeed dazu hat Codex, der Programmier-Agent von OpenAI, über die Anbindung an den ChatGPT Ads Manager angelegt. Nach den ersten Stunden standen 2.693 Einblendungen, 61 Klicks und eine Klickrate von 2,27 % im Bericht, noch ohne Conversion. Die Ausgaben wies der Ads Manager am Starttag noch mit 0,00 € aus. Gemessen wird der Test nach diesen Regeln:
- Laufzeit: bis kurz vor dem Black Friday am 27. November. Dann wird entschieden, ob der Kanal bleibt.
- Messung: Pixel, Conversions API und UTM-Parameter, Maßstab ist das Shop-Backend. Jeden Tag Klicks im Ads Manager mit den Besuchen im Shop abgleichen.
- Gebote: lieber je Klick mit Obergrenze als nach den vorgeschlagenen Geboten, damit einzelne Tage nicht ausreißen.
- Vergleichsmaßstab: die Suche ohne Markennamen, nicht der Kontodurchschnitt. ChatGPT muss eine Bestellung mindestens so günstig bringen wie dieser teuerste Teil des Google-Kontos.
- Abbruchregeln, vorher festgelegt: Stopp, wenn nach 14 Tagen weniger als 60 % der Klicks als Besuch ankommen oder nach 500 echten Besuchen keine Bestellung da ist. Bei Ergebnissen dazwischen vier Wochen verlängern, nicht aufstocken.
Die Zahlen trage ich hier nach, sobald der Test belastbare Ergebnisse liefert.
Google Ads 2026: was sich gerade ändert
Klickpreise steigen langsamer
Alphabet meldet für die Google-Suche weltweit steigende Kosten je Klick, aber mit sinkendem Tempo: plus 7 % im Jahr 2025, plus 5 % im ersten und plus 3 % im zweiten Quartal 2026, bei 13 % mehr bezahlten Klicks in beiden Quartalen. Im europäischen E-Commerce misst smec im dritten Quartal 2026 plus 2,5 % in der Suche, plus 2,2 % bei Performance Max und bei Shopping kaum einen Anstieg, je nach Auswertung 0 bis 1 %. Die Werbeplattform Skai misst bei vor allem großen Marken weltweit dagegen 14 % höhere Klickpreise in der Suche (zweites Quartal 2026). Für Shops ist das eine gute Nachricht: Der Anstieg beim Shopping-Klick ist von über 13 % Ende 2025 auf nahe null gefallen.
Anzeigen und KI-Antworten in Deutschland
KI-Übersichten (AI Overviews) zeigt Google in Deutschland seit dem 26. März 2025, den KI-Modus (AI Mode) seit Oktober 2025. Anzeigen erscheinen hierzulande über und unter den KI-Übersichten, aber nicht darin. Anzeigen in den KI-Übersichten gibt es laut Google nur auf Englisch in zwölf Ländern, Anzeigen im KI-Modus nur als Test in den USA. Einen Termin für Deutschland gibt es nicht.

Für Werbetreibende ist das vorerst eine gute Nachricht. Bezahlte Klicks leiden unter den KI-Übersichten weniger als organische: Die US-Agentur Seer Interactive misst bei 53 Marken, dass die Klickrate der Anzeigen bei Suchen mit KI-Übersicht von 14,6 % auf 16,2 % gestiegen ist. Ohne KI-Übersicht liegt sie mit 21,8 % allerdings weiter höher. Organisch sieht es anders aus: Laut SISTRIX sinkt die Klickrate auf Platz 1 in Deutschland von 27 % auf 11 %, wenn eine KI-Übersicht erscheint. Bei Shopping-Suchen erscheint sie in Deutschland bisher gar nicht. Deutschland ist außerdem unter sechs untersuchten Ländern das Land, in dem die meisten Suchen noch mit einem Klick enden, laut SparkToro und Similarweb 37,9 %, in den USA 32,0 %.
AI Max und das Gebots-Update vom 17. August
Google stellt Suchkampagnen schrittweise auf mehr Automatik um. Seit September 2026 wechseln Kampagnen mit kampagnenweitem Broad Match oder automatisch erstellten Anzeigen-Assets zu AI Max, dynamische Suchanzeigen folgen im Februar 2027. Google nennt 14 bis 15 % mehr Conversions bei ähnlichen Kosten. smec misst unabhängig in über 250 Handelskampagnen im Median 13 % mehr Conversion-Wert bei 16 % höheren Kosten je Conversion, und mehr als ein Viertel der Einblendungen auf „genau passende“ Begriffe passte nicht genau. Seit dem 17. August bieten Kampagnen mit Ziel-CPA oder Ziel-ROAS, deren Budget begrenzt ist, näher am Zielwert statt darunter. Ein deutscher Shop hat auf Reddit dokumentiert, wie sein Klickpreis danach von 0,22 € auf 0,67 € stieg und der ROAS von 33 auf 9,1 fiel. Ein anderer Betreuer sieht in mehr als zehn Konten keinen Unterschied. Wer ein kleines Konto mit Zielwerten fährt, sollte seine Klickpreise seit Mitte August genau ansehen.
Kostenlose Produkteinträge im EWR abgeschaltet
Am 23. Juli 2026 hat die EU-Kommission gegen Google wegen Selbstbevorzugung nach dem Digital Markets Act eine Geldbuße von 460 Millionen € verhängt, als Teil eines Pakets von 890 Millionen €. Mitte September 2026, je nach Messung zwischen dem 15. und 18. September, verschwanden die kostenlosen Produkteinträge und das Karussell „Beliebte Produkte“ aus der Suche im Europäischen Wirtschaftsraum, gemessen wurde ein Rückgang um 90 bis 100 % in Deutschland, Frankreich, Belgien, Schweden und den Niederlanden. Bezahlte Shopping-Anzeigen laufen weiter. Für Shops heißt das: Die kostenlose Sichtbarkeit in der Google-Produktsuche ist weg, die bezahlte ist die wichtigste Produktfläche bei Google.

Weniger Daten durch Einwilligungen
Seit März 2024 ist der Consent Mode v2 im EWR Pflicht. In Deutschland stimmen laut einer Studie über 500 Websites je nach Gestaltung des Banners 40 bis 54 % der Besucher dem Tracking zu (Daten bis Mai 2025). Google füllt die Lücke mit Modellen, aber erst ab 700 Anzeigenklicks in sieben Tagen je Land und Domain. Kleine Konten bekommen diese Modellierung also nicht. Wie du die Messung trotzdem sauber aufsetzt, steht im Ratgeber zu Tracking für Google Ads und Meta Ads.
Meta Ads 2026: was sich gerade ändert
Wachstum mit steigenden Preisen
Meta hat im zweiten Quartal 2026 mit Werbung 59,36 Milliarden Dollar umgesetzt, 27 % mehr als ein Jahr zuvor. Die Zahl der ausgelieferten Anzeigen stieg um 14 %, der durchschnittliche Preis je Anzeige um 12 %. In Europa wuchs der Werbeumsatz nur noch um 23,9 % nach 39,6 % im ersten Quartal, und der Preis je Anzeige stieg um 10 % statt 19 %. Meta hatte vorab angekündigt, dass sich die neue EU-Wahl „weniger personalisierte Werbung“ ab dem zweiten Quartal voll bemerkbar macht. Einen Betrag nennt Meta nicht.

Bei den Tausenderpreisen zeigen die Werkzeuganbieter dasselbe Bild. Triple Whale misst über mehr als 40.000 Marken einen Median von 15,06 $, 13,2 % mehr als im Vorjahr. Die Agentur Tinuiti sieht in den USA plus 10 % im zweiten Quartal, nach drei Quartalen mit sinkenden Preisen. Eine unabhängige Zahl für Deutschland gibt es nicht. Der Median der Agentur zweidigital liegt bei rund 6 € je 1.000 Einblendungen.
Weniger personalisierte Werbung in der EU
Seit Januar 2026 müssen alle Nutzer in der EU wählen, ob sie personalisierte oder „weniger personalisierte“ Werbung sehen. Bei der zweiten Variante nutzt Meta nach eigenen Angaben 90 % weniger Daten. Wer gar keine Werbung will, zahlt 5,99 € im Monat im Browser oder 7,99 € in der App. Wie viele Menschen sich für die weniger personalisierte Werbung entschieden haben, haben weder Meta noch die EU-Kommission veröffentlicht. Im Januar 2027 erinnert Meta alle, die bisher nur bestätigt haben, noch einmal an die Wahl.
Das Werbemittel ist die Zielgruppe
Mit dem System Andromeda hat Meta die Logik der Ausspielung umgedreht. Früher hat man eine Zielgruppe festgelegt, und Meta suchte passende Anzeigen. Heute sucht Meta zu jeder Anzeige die Menschen, die am ehesten darauf reagieren. Praktiker fassen es so zusammen: Zehn wirklich verschiedene Anzeigen erreichen zehn verschiedene Käufertypen, fünfzig Varianten derselben Idee nur einen. Seit August 2026 bewertet eine eigene Spalte im Werbeanzeigenmanager die Vielfalt der Bilder. Was diese Spalte misst und was nicht, habe ich im Beitrag zum Creative Diversity Score mit 68 eigenen Anzeigenbildern getestet. Für kleine Shops heißt das: Ohne zwei bis drei neue Motive pro Woche wird Meta mühsam, und auch mit ihnen ist Erfolg nicht garantiert. Ein deutscher Kosmetikshop hat fünf Monate lang im Schnitt zwei bis drei neue Anzeigen pro Woche gebracht, kam bei knapp 30.000 € aber nur auf einen ROAS um 1,3. Pausiert hat er Meta vor allem, weil der Aufwand für ein Team aus zwei Personen auf Dauer nicht zu stemmen war.
Strengere Messung, neue Flächen
Seit dem 12. Januar 2026 liefert Metas Schnittstelle keine Zurechnung nach 7 oder 28 Tagen Ansicht mehr, seit März zählt als Klick nur noch der Klick auf den Link. Die gemeldeten Conversions sinken dadurch, ohne dass weniger verkauft wird. Neu dazugekommen sind Anzeigen im Status-Bereich von WhatsApp, die seit Ende Februar 2026 auch in der EU laufen, und Anzeigen in Threads. Seit dem 20. August testet Meta außerdem, bei Verkaufs- und Lead-Kampagnen keine Platzierungen mehr ausschließen zu lassen. Wer in Österreich wirbt, zahlt seit dem 1. Juli 2026 eine Gebühr von 5 % auf das Budget, Deutschland ist davon nicht betroffen.
ChatGPT Ads 2026: wo der Kanal steht
In Deutschland zeigt ChatGPT seit dem 24. August 2026 Werbung, seit dem 31. August können Werbetreibende sie selbst buchen. Ende September lief Werbung in 63 Ländern. Seit dem 23. September verbindet eine App Shopify-Shops mit dem Ads Manager, seit dem 30. September lassen sich Kampagnen aus dem Produktfeed per Tabelle anlegen. Nach Angaben von OpenAI gehören Feed-Anzeigen zu den stärksten im Programm, Zahlen dazu nennt das Unternehmen nicht. In seiner Hilfe schreibt OpenAI ausdrücklich, dass es noch keine Benchmarks über Werbekunden, Branchen oder Kampagnenarten gibt.
Vier Punkte unterscheiden ChatGPT Ads im Alltag von Google und Meta:
- Nur ein Teil der Nutzer sieht Werbung. Wer Plus, Pro oder einen Firmentarif bezahlt, sieht keine Anzeigen. Gerade im B2B fehlen damit viele Entscheider.
- Manche Branchen sind ausgeschlossen. Rechtsdienstleistungen sind außerhalb der USA verboten, Gesundheit und Finanzen grundsätzlich auch. Bei Google gelten für diese Branchen eigene Regeln, verboten sind sie dort nicht.
- Das Budget schwankt stärker. An einem Tag darf ChatGPT bis zum Doppelten des Tagesbudgets ausgeben, über die Woche höchstens sieben Tagesbudgets. Auf Reddit berichtet ein Werbetreibender mit 30 $ Tagesbudget trotzdem von 283 $ in 15 Stunden.
- Die Messung ist das größte Problem. Die Agentur Accuracast sah laut Digiday 100 Klicks im Ads Manager und 20 im eigenen Tracking, OpenAI konnte die Lücke nicht erklären. Eine andere Agentur sieht Conversions erst nach 24 bis 36 Stunden, bei Google nach wenigen Stunden. Ein Agenturchef sagt Digiday, seine Kunden gäben bei Google 10 Millionen Dollar im Monat aus und bei ChatGPT trotz Interesse weniger als 100.000 Dollar. Andere Agenturen sehen keine solchen Lücken.


Wie die Erfahrungen in Deutschland, im übrigen Europa und in den USA im Einzelnen ausfallen, steht in meiner Auswertung von 40 Tests: ChatGPT Ads: Erfahrungen aus Deutschland, Europa, USA.
Welcher Kanal passt zu dir?
Aus den Direktvergleichen, den Benchmarks und den Erfahrungen auf Reddit und LinkedIn ergibt sich für vier typische Geschäftsmodelle ein recht klares Bild. Die Faustregel, die in fast jedem Vergleich auftaucht, lautet: Google fängt Nachfrage ab, Meta weckt sie. Ein Werbetreibender bringt es auf Reddit so auf den Punkt: „I spend on meta only when I can't spend it all on Google.“ Das gilt für ihn. Für eine junge Modemarke gilt eher das Gegenteil.
Online-Shop mit Konsumgütern
Werden deine Produkte oder deine Marke gesucht, fängst du mit Google Shopping oder Performance Max an und schützt deinen Markennamen mit einer kleinen Suchkampagne. Der Shopping-Klick ist mit 0,36 € im Median einer der günstigsten Kaufklicks im europäischen E-Commerce, die Preise sind stabil, und seit dem Wegfall der kostenlosen Einträge ist er die Produktfläche bei Google. Werden deine Produkte kaum gesucht, etwa bei Mode, neuen Marken oder Spontankäufen, fängst du mit Meta an, mit Verkaufs- oder Katalogkampagnen, nie mit Kampagnen auf Klicks. Unter Andromeda war nach einer Auswertung des Katalog-Anbieters Confect über 3.014 Shops die mittlere Preisklasse die einzige, deren ROAS gestiegen ist. ChatGPT Ads testest du als Shop am ehesten mit einer Feed-Kampagne für Produkte, die bei Google Shopping schon gut laufen, und bei höheren Warenkörben. Einen veröffentlichten Test aus der Mode habe ich bisher nicht gefunden.
Lokaler Dienstleister
Prüfe zuerst, ob deine Leistung in deiner Region gesucht wird. Die Google-Ads-Beraterin Nina Zurawski lehnt nach eigener Aussage Kunden ab, bei denen das nicht der Fall ist, und rät ihnen zu Meta. Wird gesucht, sind die Google-Suche mit wenigen, genauen Begriffen und die Anzeigen für lokale Dienstleistungen, die je Anfrage abrechnen, der beste Start. Wird kaum gesucht, ist ein Lead-Formular bei Meta mit Fragen zur Vorqualifizierung der bessere Weg. Rechne mit dem Budget nüchtern: Bei 2,80 € je Klick, wie ein Google-Ads-Berater sie für Sanitär und Heizung nennt, ergeben 300 € rund 107 Klicks und bei einer Conversion Rate von 8 %, dem US-Median aller Branchen, etwa 9 Anfragen. Für die Automatik von Google ist das zu wenig. ChatGPT Ads lohnt sich für lokale Anbieter heute nicht: Bei 15 € Mindest-Tagesbudget je Kampagne kostet schon eine Kampagne rund 450 € im Monat, die Auslieferung kommt in Schüben, und ob sich die Anzeigen enger als auf ganz Deutschland eingrenzen lassen, ist widersprüchlich belegt.
B2B mit Anfragen
Für Leistungen an Firmen bleibt die Google-Suche der wichtigste Kanal, am besten mit Rückmeldung der echten Abschlüsse aus dem CRM, damit Google auf Kunden statt auf Formulare optimiert. Ein Lead-Generierer aus der Finanzbranche meldet auf Reddit, dass bei ihm 18 % der Google-Anfragen abschließen und 7 % der Meta-Anfragen. Meta dient im B2B meist dem Retargeting. ChatGPT erreicht Selbstständige und kleine Firmen, aber kaum Entscheider in großen Unternehmen, weil die meist bezahlte Tarife nutzen. Cargoboard zeigt, was trotzdem möglich ist. Die vielen Tests mit null Ergebnis aus Deutschland und den USA zeigen, dass es kein Selbstläufer ist.
Teures, erklärungsbedürftiges Angebot
Bei Küchen, Möbeln, Reisen oder Beratungen dauert die Entscheidung Wochen. Die Google-Suche bleibt der Kanal für die Abschlussphase, wenn jemand „Küchenstudio Hamburg“ sucht. Meta sorgt dafür, dass du während der langen Entscheidung im Kopf bleibst. Hier ist ChatGPT Ads am ehesten einen Test wert, weil Menschen vor großen Käufen oft lange recherchieren und ChatGPT dabei nutzen können. Für Anzeigen belegt ist das noch nicht: Ein Visa-Dienst mit rund 650 $ Warenkorb bekam für 707 $ keine einzige Bestellung. Der Vermarkter Criteo nennt Reisen, Möbel und Elektronik als Bereiche, in denen die Anzeigen besser laufen. Ob ein Produkt den Klick tragen kann, zeigt die Rechnung von oben, hier mit Beispielen von auffindbar.ai: Ein Set mit 195 € Deckungsbeitrag und 1,2 % Conversion Rate verträgt 2,34 € je Klick, ein Pflegeprodukt mit 14 € und 5 % nur 0,70 €.
Faustregel fürs Budget
Teile dein Monatsbudget durch die Kosten je Conversion. Als Faustregel rechne ich mit mindestens 50 Conversions im Monat je Kanal, denn Google braucht nach eigener Aussage bis zu etwa 50 Conversions, um eine Gebotsstrategie einzustellen. Meta nennt für eine abgeschlossene Lernphase sogar rund 50 Ergebnisse je Anzeigengruppe und Woche. Mit weniger liefert Meta trotzdem aus, im Status „Lernphase eingeschränkt“, aber unruhiger und meist teurer. Unter 1.000 € im Monat bleibt es bei einem Kanal und einer Kampagne. Ein zweiter Kanal lohnt sich erst, wenn der erste seine Lernmenge erreicht und danach noch einmal etwa 50 Conversions Budget übrig ist. Bei Shops mit 20 bis 30 € je Bestellung ist das ab etwa 2.000 bis 3.000 € im Monat der Fall. ChatGPT Ads kommt nur zusätzlich dazu, mit 450 bis 1.000 € Testbudget und erst ab etwa 1.500 € Gesamtbudget bei Shops, 3.000 € bei allen anderen.
Der Kanal-Finder setzt diese Regeln um. Er fragt nach Geschäft, Nachfrage, Budget, Zielgruppe, Branche, Werbemitteln und Messung und sagt dir, womit du anfängst, was als Zweites kommt, ob sich ein ChatGPT-Test lohnt und was du messen solltest.
Die Regeln hinter dem Finder
- Wird dein Angebot gesucht und ist es lokal oder dringend, fängst du mit der Google-Suche oder mit Anzeigen für lokale Dienstleistungen an.
- Wird es kaum gesucht und kaufen Privatleute, fängst du mit Meta an: Shops mit Verkaufs- oder Katalogkampagnen, Dienstleister mit einem Lead-Formular, das Fragen zur Vorqualifizierung stellt.
- Shops mit gesuchten Produkten starten mit Google Shopping oder Performance Max und schützen den Markennamen in der Suche. Meta kommt als zweiter Kanal.
- Unter 1.000 € im Monat bleibt es bei einem Kanal und einer Kampagne. Für Automatik fehlen sonst die Daten.
- Ein zweiter Kanal lohnt sich erst, wenn der erste seine Lernmenge erreicht und noch einmal etwa 50 Conversions Budget übrig ist. Bei Shops mit 20 bis 30 € je Bestellung ist das ab etwa 2.000 bis 3.000 € im Monat der Fall.
- Ohne neue Bilder oder Videos jede Woche taugt Meta nur mit Katalog-Anzeigen aus dem Produktfeed.
- Wer Entscheider in größeren Firmen erreichen will, setzt auf Google und LinkedIn. Meta dient dann nur dem Retargeting, ChatGPT erreicht diese Gruppe kaum, weil zahlende Nutzer keine Anzeigen sehen.
- Ein ChatGPT-Test lohnt sich nur, wenn die Branche zugelassen ist, du im eigenen System misst, mindestens 1.500 € (Shop) oder 3.000 € (andere) im Monat ausgibst und 450 bis 1.000 € zusätzlich mit Abbruchregeln testest. Sonst prüfst du in drei Monaten neu.
Warum du die Zahlen der Plattformen nie addieren darfst
Jede Plattform rechnet sich einen Kauf zu, sobald sie irgendwo auf dem Weg dabei war. Wer drei Kanäle fährt und deren Berichte addiert, zählt viele Käufe doppelt oder dreifach. In einem Shop auf Reddit meldete Meta 140 Verkäufe und Google 95. Im Shop waren es im selben Zeitraum 71. ChatGPT hat das umgekehrte Problem: Es meldet oft mehr Klicks, als Besucher ankommen.



Der E-Commerce-Berater Timo Daedrich beschreibt auf LinkedIn, was in vielen Firmen fehlt, sobald mehr als ein Kanal läuft. Ein ROAS von 5 klingt gut, sagt aber nichts darüber, was nach Wareneinsatz, Rabatten, Versand, Zahlungsgebühren und Retouren übrig bleibt. Ein Kunde sieht eine Anzeige bei Meta, sucht später bei Google nach der Marke und kauft direkt im Shop. Wer dann nur auf die Berichte schaut, schaltet womöglich genau den Kanal ab, der den Kauf angestoßen hat. Und ein Neukunde, der beim ersten Kauf weniger einbringt, als er gekostet hat, kann sich trotzdem lohnen, wenn er wiederkommt.
Daraus ergeben sich drei Regeln, die für alle drei Kanäle gelten:
- Gesamt-ROAS statt Plattform-ROAS. Teile den Umsatz im Shop durch alle Werbeausgaben zusammen. Diese Zahl kann keine Plattform schönrechnen.
- Deckungsbeitrag statt Umsatz. Die Gewinnschwelle eines Kanals liegt bei 1 geteilt durch deine Deckungsbeitragsquote. Bei 50 % sind das ein ROAS von 2.
- Testen statt glauben. Pausiere einen Kanal für zwei Wochen in einer Region und vergleiche die Verkäufe dort mit dem Rest. Nur so siehst du, wie viel ein Kanal wirklich zusätzlich bringt.
Was Reddit, LinkedIn und X über die drei Kanäle sagen
Die Stimmung in den Foren ist ein eigenes Datenstück. Ich habe 208 Threads aus Subreddits wie r/PPC, r/FacebookAds, r/googleads und r/selbststaendig gelesen, dazu die Diskussionen auf LinkedIn und X. Viele Ausgangsbeiträge sind Werbung für Agenturen oder Werkzeuge, das habe ich bei der Auswertung berücksichtigt.
Google gilt weiter als verlässlichster Kanal für lokale Anbieter und B2B. Die Kritik richtet sich gegen die Automatik: Performance Max und AI Max geben zu viel Budget für fremde Suchbegriffe aus, und seit dem Update vom 17. August melden viele Konten höhere Klickpreise. Andere sehen keinen Unterschied. Für neue, unbekannte Mode- und Beautymarken sei Google „brutally hard“, schreibt ein Kommentator.
Meta hat die schlechteste Stimmung. Unter den gelesenen Threads aus r/FacebookAds tragen die mit den meisten Kommentaren Titel wie „Meta Is Dead“ und „Meta isn't broken. It just doesn't need us anymore.“ Geklagt wird über Bots, steigende Tausenderpreise und Einbrüche seit Mitte September. Trotzdem lautet der Tenor: Für Shops ohne Suchnachfrage gibt es keinen Ersatz.
ChatGPT Ads wird neugierig bis enttäuscht diskutiert. Seit dem 29. September kamen vor allem ernüchternde Berichte dazu: ein Händler mit rund 3.000 $ ohne Ertrag, eine Agentur, deren Klicks für einen Küchengerätehändler „kinda random“ waren, ein EU-Pilot mit 150 €, 89 Klicks und keiner Conversion. Eine niederländische Agentur verortet den Klickpreis zwischen Meta und der Google-Suche. Positive Stimmen messen die Wirkung lieber über mehr Markensuchen als über direkte Käufe.
„Heißt aber nicht: ChatGPT Ads performt besser.“
Romano Koch, THRE3, nach dem Vergleich bei Cargoboard: 74 % niedrigere Kosten je Bestellung, aber deutlich schwächere Lead- und Kundenqualität in den Stichproben.
„Wer sucht, hat ein Anliegen. Wer chattet, hat ein Thema.“
Rolf Jeger erklärt damit, warum ChatGPT beim selben Kunden 43 % günstigere Klicks, aber doppelt so teure Kontakte lieferte. Sein Fazit: ein interessanter Ergänzungskanal, aber kein Grund, Budget bei Google abzuziehen.
„In the finance industry I had an 18% offline cvr for Google and a 7% cvr for Meta.“
Ein Lead-Generierer aus der Finanzbranche, der nach eigener Aussage über 3 Millionen Pfund im Jahr ausgegeben hat. Meta lohnt sich für ihn nur mit deutlich niedrigeren Kosten je Anfrage.
Was noch niemand weiß
Einige Fragen werden über die nächsten Monate entscheiden, wie sich das Budget zwischen den drei Kanälen verschiebt. Beantworten kann sie heute niemand sicher. Das wissen wir dazu:
- Kommen Anzeigen in Googles KI-Modus nach Deutschland? Bisher laufen sie nur als Test in den USA, Anzeigen in den KI-Übersichten nur auf Englisch in zwölf Ländern. Für Anzeigen in den KI-Übersichten verlangt Google heute Performance Max, AI Max oder Broad Match mit Smart Bidding, im KI-Modus testet Google in den USA auch Exact und Phrase Match. Das wäre neues Inventar in genau der Recherchephase, die heute ChatGPT bedient, aber nur für Konten mit viel Automatik.
- Kaufen die Menschen, die ChatGPT-Werbung sehen? Die Werbung erreicht nur Free- und Go-Nutzer. Wie viele davon in Deutschland leben und wie kaufkräftig sie sind, veröffentlicht OpenAI nicht. Die einzige veröffentlichte Conversion Rate über null aus einem Shop-Konto, 2,35 %, stammt von einer US-Agentur.
- Ersetzen Marken-Chats die Website? In den USA testet OpenAI „Sponsored Agents“, bei denen der Klick zuerst in einen Chat mit der KI des Werbetreibenden führt, die Website kommt erst danach. Was im Chat passiert, sehen weder Google Analytics noch ein Pixel.
- Wie viele EU-Bürger wählen bei Meta die weniger personalisierte Werbung? Die Zahl ist unveröffentlicht. Der Preis je Anzeige in Europa steigt seit dem zweiten Quartal deutlich langsamer. Ob das die Ursache ist, ist nicht belegt.
- Gehört die Markensuche noch Google? Laut DemandSphere erschien Ende September bei über 80 % der von dem Dienst beobachteten Markensuchen eine KI-Übersicht, einen Markt nennt DemandSphere nicht. Wie sich das auf die Klicks auswirkt, hat noch niemand gemessen. Für Shops wie RYMHART, bei denen die Markensuche den besten ROAS liefert, ist das die wichtigste offene Frage.
- Kaufen bald KI-Agenten statt Menschen? Metas Shopping-Agent Muse macht laut HUMAN Security bereits rund 72 % der Agenten-Anfragen bei deren Kunden aus, allerdings nur in den USA und Kanada. In Deutschland finden es 68,6 % der Onlinekäufer undenkbar, einem KI-Agenten ihre Zahlungsdaten zu geben.
- Werden ChatGPT-Klicks teurer? Die Zahl der US-Werbetreibenden wuchs laut Sensor Tower von Mai bis August im Schnitt um 43 % im Monat, in der US-App sahen Nutzer im August 163 % mehr Anzeigen je Stunde als im April. Gleichzeitig erwartet eMarketer sinkende Tausenderpreise bis 2030. Wer jetzt testet, sichert sich keinen Preis, sondern Wissen.
- Wie misst man drei Kanäle ehrlich? Google und Meta zählen Käufe eher doppelt. ChatGPT meldet mehr Klicks, als ankommen, und erfasst Conversions mal zu wenig, mal zu viel. Die Zurechnungsfenster unterscheiden sich. Einen veröffentlichten Test mit Kontrollregion aus Deutschland habe ich nicht gefunden.
Meine Einschätzung
Die Debatte „Google gegen Meta gegen ChatGPT“ wird so geführt, als müsste man sich entscheiden. Das muss man nicht, man muss nur die richtige Reihenfolge finden. Für fast alle kleinen und mittleren Firmen in Deutschland beginnt sie mit einer einzigen Frage: Wird mein Angebot gesucht? Daraus folgt der erste Kanal. Der zweite kommt, wenn der erste lernt und Geld verdient. ChatGPT Ads kommt danach, als Versuch mit eigenem Budget und festen Abbruchregeln. Kurz gesagt: Google erntet, Meta sät, ChatGPT ist ein Versuchsbeet.
Bei RYMHART sehe ich das jeden Monat. Google und Meta liefern beide einen ROAS von 6 bis 8. Den besten Wert hat die Markensuche, und die profitiert davon, dass Meta, der Laden und gute Produkte die Marke bekannt machen. Mehr Wachstum kommt deshalb nicht aus mehr Budget für den Durchschnitt, sondern aus den Teilen, die noch nicht tragen: der Suche ohne Markennamen und den Beiträgen, die nur Klicks einkaufen. Dort würde ich zuerst ansetzen. Den ChatGPT-Test lassen wir mit festen Regeln parallel laufen, damit er nicht vom Wesentlichen ablenkt.
Bei ChatGPT Ads bin ich vorsichtig optimistisch. Die Klickpreise liegen in Deutschland unter den US-Werten und im B2B oft unter dem Google-Suchklick, die Werkzeuge entwickeln sich im Wochentakt, und für erklärungsbedürftige Produkte ist der Moment der Anzeige ideal. Aber solange ein Test 311 bezahlte Klicks und 57 Besuche zeigen kann, gehört vor jede Entscheidung der Abgleich mit dem eigenen Shop. Wer heute testet, kauft Wissen, keine Kunden zum Schnäppchenpreis. Wenn du Google Ads und Meta Ads in diese Reihenfolge bringen willst oder einen sauber gemessenen ChatGPT-Test planst, schreib mir. Was ich dabei mache, steht auf der Seite zu Google Ads und Meta Ads.
Stand: 3. Oktober 2026. Ich aktualisiere den Beitrag, sobald der ChatGPT-Test bei RYMHART belastbare Zahlen liefert, spätestens vor dem Black Friday, wenn Google Anzeigen in den KI-Modus nach Deutschland bringt und wenn es unabhängige Benchmarks für ChatGPT Ads gibt.
Häufige Fragen
Google Ads oder Meta Ads: Was ist besser?
Das hängt davon ab, ob dein Angebot gesucht wird. Wird es gesucht, fängst du mit Google an, weil die Anzeige vorhandene Nachfrage abfängt. Wird es kaum gesucht, etwa bei neuen Marken, Mode oder Spontankäufen, fängst du mit Meta an. Ein Klick bei Google Shopping kostet im europäischen E-Commerce im Mittel 0,36 €, bei Meta laut dem Median einer deutschen Agentur rund 0,40 € (Stand Herbst 2026).
Sind Google Ads 2026 noch sinnvoll?
Ja. Google hatte im September 2026 in Deutschland 87,8 % Suchanteil, auf dem Handy 96,2 %. Anzeigen laufen in Deutschland über und unter den KI-Übersichten, und die Klickrate bezahlter Anzeigen ist bei Suchen mit KI-Übersicht laut der US-Agentur Seer Interactive sogar gestiegen. Die Klickpreise steigen langsamer als in den Vorjahren, weltweit um 3 % im zweiten Quartal 2026.
Kann man bei ChatGPT Werbung schalten?
Ja. In Deutschland zeigt ChatGPT seit dem 24. August 2026 Anzeigen, seit dem 31. August können Werbetreibende sie im Ads Manager selbst buchen. Shopify-Shops können seit dem 23. September eine eigene App nutzen. Rechtsdienstleistungen sind außerhalb der USA ausgeschlossen, Gesundheit und Finanzen grundsätzlich auch.
Was kosten ChatGPT Ads im Vergleich zu Google und Meta?
In deutschen und Schweizer Tests kostete ein Klick im September 2026 zwischen 0,20 und 3,50 €, meist um 1,50 €, in drei europäischen Shop-Tests 0,24 bis 1,11 €. Das ist meist mehr als bei Google Shopping (0,36 €) und Meta (rund 0,40 €), im B2B aber oft weniger als bei der Google-Suche, etwa 2,43 € statt 5,30 € bei Cargoboard. OpenAI veröffentlicht keine Benchmarks.
Lohnen sich ChatGPT Ads?
Als Test mit zusätzlichem Budget ja, als Hauptkanal ist das bisher nicht belegt. Der stärkste deutsche Fall, Cargoboard, zeigt 74 % niedrigere Kosten je Bestellung als Google, aber schwächere Lead-Qualität. In Shop-Tests kamen bisher kaum Käufe zustande, und die gemeldeten Klicks kommen oft nur zum Teil als Besuche an.
Welche Werbung eignet sich für einen Onlineshop?
Für gesuchte Produkte Google Shopping oder Performance Max, dazu eine kleine Kampagne auf den Markennamen. Seit Mitte September 2026 sind die kostenlosen Produkteinträge bei Google im EWR weg, die bezahlten Anzeigen sind damit die Produktfläche. Für Mode, neue Marken und Spontankäufe eignen sich Verkaufs- und Katalogkampagnen bei Meta.
Welche Werbeplattform eignet sich für B2B?
Die Google-Suche, am besten mit Rückmeldung der echten Abschlüsse aus dem CRM, dazu LinkedIn. Meta dient im B2B meist dem Retargeting. ChatGPT Ads erreicht Entscheider in größeren Firmen kaum, weil zahlende Nutzer keine Anzeigen sehen.
Wie viel Budget brauche ich für Google Ads oder Meta Ads?
Teile dein Budget durch die Kosten je Conversion. Pro Kanal sollten als Faustregel mindestens 50 Conversions im Monat herauskommen, weil Google bis zu etwa 50 Conversions braucht, um eine Gebotsstrategie einzustellen. Meta nennt für eine abgeschlossene Lernphase rund 50 Ergebnisse je Anzeigengruppe und Woche, liefert mit weniger aber trotzdem aus. Unter 1.000 € im Monat bleibt es bei einem Kanal und einer Kampagne.
Kann ich Google Ads und Meta Ads gleichzeitig nutzen?
Ja, die beiden ergänzen sich oft gut: Meta weckt Interesse, Google fängt die spätere Suche nach der Marke ab. Addiere aber nie die Zahlen der Plattformen. In einem dokumentierten Fall meldeten Meta 140 und Google 95 Verkäufe, echt waren 71. Maßstab ist der Umsatz im Shop geteilt durch alle Werbeausgaben.
Gibt es Werbung im KI-Modus von Google in Deutschland?
Nein, Stand 2. Oktober 2026 nicht. Anzeigen im KI-Modus testet Google nur in den USA, Anzeigen in den KI-Übersichten gibt es nur auf Englisch in zwölf Ländern. In Deutschland erscheinen Anzeigen über und unter den KI-Übersichten.
Quellen
- LinkedIn: Romano Koch, THRE3 (02.10.2026, mit Kommentaren von Julian Kalkreuth, Sascha Wegner und Pierre Wolters), Rolf Jeger, Schlussauswertung (16.09.2026) und erster Testtag (02.09.2026), Simon Flück (07.09.2026) und sechs Kriterien gegen ChatGPT Ads (10.09.2026), René Seppeur (09.09.2026), Jeremy Joel León (29.09.2026), Wolfram Daur (29.09.2026), Manfred Gansterer (07.09.2026), Nina Zurawski (02.10.2026), Timo Daedrich (21.09.2026), Robbie Herzog (Test bis 26.09.2026)
- YouTube: Sebastian Glöckner, Techwanderer, ChatGPT Ads im Test: So habe ich 500€ investiert und das kam zurück (September 2026), dazu der Blogbeitrag ChatGPT Ads Erfahrungen (02.10.2026)
- Blogs von Werbetreibenden und Agenturen: mylurch, ChatGPT Ads im B2B (27.09.2026), auffindbar.ai, ChatGPT Ads über Shopify (23.09.2026), Grow My Ads (03.08.2026), Symphonic Digital (07.08.2026)
- X: Jackson Blackledge (21.09.2026), Anthony Higman (04.09.2026), robot 2.0 (29.09.2026)
- Reddit: Google vs. Meta in der Lead-Generierung, Meta 140 und Google 95 gegen 71 Verkäufe, Plattform gegen GA4, Google nach dem Update vom 17. August, ChatGPT Ads im Handel und EU-Pilot mit 150 €, Shop in Spanien und Visa-Dienst mit 707 $ (r/PPC), deutscher Shop nach dem Gebots-Update, kleine Modemarke und Lead-Formulare von Meta und Google (r/googleads), Meta Is Dead, Meta isn't broken und Einbrüche seit Mitte September (r/FacebookAds), Erfahrungen deutscher Selbstständiger (r/selbststaendig), 30 $ Tagesbudget, 283 $ in 15 Stunden (r/ChatGPT), ChatGPT-Klickpreise in den Niederlanden (r/DigitalMarketing), Januar bis Oktober 2026
- Fachpresse: Digiday, OpenAI’s measurement gaps are keeping ChatGPT ads budgets at test level (01.10.2026), Search Engine Land, OpenAI expands ChatGPT ads with bulk product campaigns (30.09.2026), Search Engine Roundtable, Google Search Drops Free Product Listings From EEA (18.09.2026)
- Google: About ads and AI Overviews (abgerufen 02.10.2026), Alphabet-Quartalsbericht Q2 2026; StatCounter, Suchmaschinen-Marktanteile Deutschland (September 2026); smec, Market Observer, Klickpreise (28.09.2026); LocaliQ, Search Advertising Benchmarks (2026); Seer Interactive, AIO impact on Google CTR (2026); SISTRIX, AI Overviews in Deutschland (2026); SparkToro, Zero-Click-Suchen im Ländervergleich; EU-Kommission, Strafe nach dem Digital Markets Act (23.07.2026)
- Meta: Earnings Presentation Q2 2026; Triple Whale, Facebook Ads Benchmarks (2026); Jon Loomer zu Platzierungen (August 2026); Confect, Andromeda-Studie (10.03.2026); Instagram-Hilfe zum Abo ohne Werbung
- OpenAI: ChatGPT Ads FAQ (abgerufen 02.10.2026), Ad policies, Reimagining advertising with AI (16.09.2026)
- Weitere Daten und Berichte: zweidigital, Meta-Kosten in Deutschland (01.10.2026), visnakovs, Google-Ads-Benchmarks (2026), Tinuiti Q2 2026 über Karooya, Skai Q2 2026 (28.07.2026), smec zu AI Max über Search Engine Journal, Search Engine Land zur Lernphase (22.09.2026), DemandSphere über Search Engine Land (01.10.2026), Productrise zu Produktkarussells im EWR, Meta-Hilfe zur Lernphase, HUMAN Security zu Muse, Sensor Tower über PPC Land, eMarketer über PPC Land, Opascope (15.06.2026), Criteo (August 2026)
- Nutzersicht: Bitkom, KI-Nutzung in Deutschland (28.04.2026) und KI-Chats statt Suche (20.11.2025), bevh-Sonderbefragung zu Chatbots im Handel (06.07.2026)
- Eigene Daten: RYMHART, Auswertung über die eigene Marketing-Suite, 04.09. bis 01.10.2026, gerundet
Das für deinen Shop umsetzen?
Drei Fragen, sofort eine Einschätzung, danach drei konkrete Punkte von mir persönlich. Kostenlos.
Weitere Artikel
aus dem Magazin.
Alle ArtikelWas ist GEO? KI-Sichtbarkeit erklärt, mit echten Beispielen
Ich habe sechs KI-Diensten dieselben 24 Fragen gestellt: nach Opalen und Edelsteinen, nach einem Dachdecker in Stade, einer Autoaufbereitung, einer ehrlichen Werkstatt in Hamburg und guten Gartenmöbeln. Heraus …
ChatGPT Maps im Test: Woher die Daten wirklich kommen
Wer ChatGPT nach einer guten Pizzeria in Hannover fragt, bekommt seit diesem Sommer mehr als eine Liste. Im Bereich „Karten“ unter chatgpt.com/maps erscheinen die Empfehlungen als Punkte auf einer Karte, jeder mit …
ChatGPT Ads: Erfahrungen aus Deutschland, Europa, USA
Ein deutscher Händler schaltet seit dem 24. September 2026 Anzeigen in ChatGPT, mit über 800 Produkten aus seinem Feed. Nach fünf Tagen stehen 7.773 Impressionen, 133 Klicks und ein Klickpreis von 0,64 € im …


