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YouTube Verdienst Rechner
Alle Einnahmequellen in einer Rechnung.

Trag deine Aufrufe ein und sieh, was dein Kanal im Monat einbringt und was nach Steuern bleibt. Alle Werte stammen aus der YouTube-Hilfe, einer Auswertung von 300 Kanälen und den offengelegten Zahlen von 17 deutschsprachigen Kanälen. Dazu die neuen Schwellen des Partnerprogramms, die ab 1. Februar 2027 gelten.

YouTube Verdienst Rechner: Anteile 55 Prozent für lange Videos, 45 Prozent für Shorts, 70 Prozent für Mitgliedschaften, dazu die neue Schwelle von 8.000 Stunden ab 1. Februar 2027
Inhaltsverzeichnis12 Abschnitte
  1. Rechner: Was dein Kanal im Monat einbringt
  2. Was davon nach Steuern bleibt
  3. Zehn Wege, mit YouTube Geld zu verdienen
  4. Partnerprogramm: die Schwellen heute und ab 1. Februar 2027
  5. Was andere wirklich verdienen: 17 Kanäle mit offenen Zahlen
  6. Warum dein RPM anders ausfällt
  7. Auszahlung, Steuerformular und Pflichten
  8. Für Shops und Selbstständige: der Kanal als Vertriebsweg
  9. Häufige Fragen
  10. So ist diese Seite entstanden
  11. Änderungen
  12. Quellen

Auf einen Blick

  • YouTube zahlt dir 55 % der Werbeeinnahmen aus langen Videos, 45 % aus dem Shorts-Pool und 70 % von Mitgliedschaften, Super Chat und Super Thanks (YouTube-Hilfe, abgerufen 30.09.2026).
  • Im Mittel von 300 ausgewerteten Kanälen bleiben 2,30 Dollar je 1.000 Aufrufe, das sind rund 2,03 €. Deutschsprachige Finanzkanäle legen 6 bis 10 € offen.
  • Ab 1. Februar 2027 brauchen neue Kanäle 8.000 statt 4.000 Stunden Wiedergabezeit. Wer vorher aufgenommen ist, behält seinen Status.
  • Shorts bringen 0,03 bis 0,10 Dollar je 1.000 Aufrufe. Ab Februar 2027 gibt es Geld aus dem Shorts-Pool nur noch mit 10 Mio. Aufrufen in 90 Tagen.
  • Bei vier von sechs Kanälen, die beides offenlegen, bringen Affiliate-Links und Kooperationen mehr als die Werbung. Deshalb rechnet dieser Rechner alle Quellen zusammen.

Kurzantwort nach Situation

  • Noch nicht im Partnerprogramm: Prüf mit dem Check, ob du 1.000 Abos und 4.000 Stunden vor dem 1. Februar 2027 erreichst. Danach gelten 8.000 Stunden.
  • Bis 10.000 Abos: Die Werbung bringt meist zweistellige bis niedrige dreistellige Beträge im Monat. Affiliate-Links lohnen sich vom ersten Video an, sie brauchen kein Partnerprogramm.
  • Shorts-Kanal: Unter 10 Mio. Aufrufen in 90 Tagen fällt die Shorts-Werbung ab Februar 2027 weg. Bau lange Videos oder eine zweite Quelle auf.
  • Ab rund 20.000 Abos: Jetzt lohnen sich Sponsoring, Mitgliedschaften und eigene Produkte als zweite und dritte Quelle. Beim Finanzkanal mit 100.000 Abos in der Liste bringen sie mehr als die Werbung.

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Rechner: Was dein Kanal im Monat einbringt

Die meisten Rechner multiplizieren Aufrufe mit einem Schätzwert und nennen eine einzige Zahl. Dieser hier gibt eine Spanne aus, weil der Betrag je 1.000 Aufrufe selbst innerhalb eines Themas um das Zwei- bis Achtfache schwankt. Und er zählt alle Quellen zusammen, mit denen Kanäle tatsächlich Geld verdienen. Trag nur ein, was du nutzt, der Rest bleibt auf null.

Rechner 1 von 5

Einnahmen deines Kanals pro Monat

Mitgliedschaften und Supers dazurechnen

Gerechnet wird mit dem Preis, den deine Fans zahlen. Davon gehen 19 % Mehrwertsteuer ab, vom Rest bekommst du 70 %. Bei Käufen in der iPhone-App kommt die Gebühr von Apple dazu.

Sponsoring dazurechnen

Agenturen nennen für eingebaute Werbung in YouTube-Videos 15 bis 50 € je 1.000 Aufrufe. Der Startwert 25 € liegt im unteren Drittel.

Affiliate-Links anpassen

Das ergibt 1,00 € je 1.000 Aufrufe. Offengelegte Kanäle kommen auf rund 0,90 €, 4,11 € und 26,78 € (eigene Rechnung, siehe Affiliate-Links). Setz die Klicks auf 0, wenn du keine Links nutzt.

Eigene Produkte oder Shop dazurechnen

Für diese Quoten gibt es keine verlässliche deutsche Zahl. Trag deine eigenen Werte aus Shop und YouTube Analytics ein.

89 bis 271 € im Monat vor Steuern

    Im Jahr sind das 1.065 bis 3.253 €. Im mittleren Fall (157 € im Monat) macht die Werbung 68 % aus. RPM für lange Videos in diesem Thema: 0,77 bis 4,42 €, in der Mitte 2,14 € je 1.000 Aufrufe.

    So wird gerechnet

    Werbung in langen Videos: Aufrufe geteilt durch 1.000 mal RPM. Die Spanne je Thema ist das 25. bis 75. Perzentil aus der Auswertung von AIR Media-Tech (300 Kanäle, Mai 2025 bis Mai 2026, Stand 01.07.2026), umgerechnet mit dem EZB-Kurs vom 30.09.2026 (1 € = 1,1355 $). „Finanzen und Geld (deutschsprachige Kanäle)“ stammt aus sechs offengelegten Kanälen: 6 bis 10 €, in der Mitte 7 €.

    Shorts: 0,03 bis 0,10 Dollar je 1.000 Aufrufe (vidIQ, 2026). Mit dem Häkchen bei „Regeln ab 01.02.2027“ fällt der Betrag auf null, solange deine Aufrufe hochgerechnet auf 90 Tage unter 10 Mio. liegen.

    Mitgliedschaften und Supers: Betrag geteilt durch 1,19, davon 70 %. Sponsoring: Videos mal Aufrufe geteilt durch 1.000 mal TKP. Affiliate und Produkte: Aufrufe mal Klickrate mal Kaufrate mal Provision oder Marge.

    Der RPM in YouTube Analytics enthält neben der Werbung auch YouTube Premium, Mitgliedschaften und Supers. Wenn du diese Quellen hier einzeln einträgst und zugleich deinen eigenen RPM nutzt, zählst du sie doppelt.

    Was davon nach Steuern bleibt

    Einnahmen aus einem Kanal sind in Deutschland Einkünfte, die du versteuerst. Wie viel abgeht, hängt vor allem davon ab, was du sonst verdienst: Der Kanal kommt oben auf dein übriges Einkommen drauf. Der Rechner übernimmt den mittleren Wert von oben und rechnet mit dem Einkommensteuertarif 2026.

    Rechner 2 von 5

    Netto-Schätzung für Deutschland

    Ausgaben sind zum Beispiel Kamera, Schnittprogramm, Musiklizenzen und Buchhaltung.

    Annahmen ändern

    Der Hebesatz spielt erst ab 24.500 € Gewinn im Jahr eine Rolle. Bis 400 % wird die Gewerbesteuer in der Regel voll auf die Einkommensteuer angerechnet.

    Es bleiben rund 920 € im Jahr

    • Gewinn (Einnahmen minus Ausgaben)1.284 €
    • Einkommensteuer und Solidaritätszuschlag darauf364 €
    • Gewerbesteuer nach Anrechnung0,00 €
    • Steuern zusammen364 €
    • Bleibt pro Monat76,67 €

    Vom Gewinn gehen 28 % an Steuern ab. Unter 24.500 € Gewinn im Jahr fällt keine Gewerbesteuer an.

    So wird gerechnet

    Einkommensteuer nach § 32a EStG in der ab 2026 geltenden Fassung (Grundfreibetrag 12.348 €), einmal mit und einmal ohne den Gewinn aus dem Kanal. Die Differenz ist die Steuer auf den Kanal. Solidaritätszuschlag nach §§ 3 und 4 SolzG (5,5 %, erst ab 20.350 € Einkommensteuer). Gewerbesteuer nach § 11 GewStG: Gewinn minus 24.500 € Freibetrag mal 3,5 % mal Hebesatz, angerechnet nach § 35 EStG bis zum Vierfachen des Messbetrags.

    Nicht enthalten: Kirchensteuer, Kranken- und Pflegeversicherung, Rentenversicherung, Umsatzsteuer. Verheiratete mit gemeinsamer Veranlagung rechnen anders.

    Schätzung, keine Steuerberatung

    Der Rechner zeigt die Größenordnung. Für deine Steuererklärung zählt dein Bescheid. Drei Punkte solltest du mit einer Steuerberatung klären, sobald regelmäßig Geld fließt: die Gewerbeanmeldung, die Umsatzsteuer und deine Krankenversicherung.

    Umsatzsteuer und Kleinunternehmer. Seit 2025 gilt die Kleinunternehmerregelung bis 25.000 € Gesamtumsatz im Vorjahr und 100.000 € im laufenden Jahr (§ 19 UStG). Zum Gesamtumsatz zählen nur Umsätze, die in Deutschland steuerbar sind. Die Zahlungen für Werbung kommen von Google Ireland, der Leistungsort liegt nach § 3a Abs. 2 UStG in Irland. Sie sind in Deutschland nicht steuerbar und zählen nicht zur Grenze, müssen aber in der Umsatzsteuererklärung stehen. So beantwortet es auch das Existenzgründungsportal des Bundeswirtschaftsministeriums (Antwort eines Steuerberaters, Stand Mai 2020). Sponsoring von deutschen Firmen zählt dagegen voll.

    Die Finanzämter schauen hin. Das Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität in Nordrhein-Westfalen wertet seit Juli 2025 ein Datenpaket mehrerer Plattformen mit 6.000 Datensätzen aus und beziffert den vermuteten Steuerschaden durch Influencer im Land auf rund 300 Mio. €. Rund 200 Strafverfahren liefen zu dem Zeitpunkt schon. Im Visier sind nach Angaben der Behörde die großen Konten, nicht der Kanal mit ein paar Hundert Euro. Für dich heißt das: Einnahmen von Anfang an sauber erfassen.

    Zehn Wege, mit YouTube Geld zu verdienen

    YouTube selbst zahlt über vier Wege aus. Sechs weitere laufen an der Plattform vorbei, und gerade die tragen bei vielen Kanälen den größeren Teil.

    WegAb wannWas bei dir ankommt
    Werbung in langen Videos1.000 Abos und 4.000 Stunden, ab 01.02.2027 8.000 Stunden55 % der Werbeeinnahmen
    Werbung in Shorts1.000 Abos und 10 Mio. Shorts-Aufrufe in 90 Tagen, ab 01.02.2027 20 Mio.45 % deines Anteils am Shorts-Pool
    YouTube Premiumwie Werbung55 % (lang) oder 45 % (Shorts) deines Anteils am Premium-Pool
    Kanalmitgliedschaft, Super Chat, Super Sticker, Super Thanks500 Abos, 3 Uploads in 90 Tagen und 3.000 Stunden70 % nach Steuern
    Affiliate-LinkssofortProvision des Händlers, bei Amazon 1 bis 6 %
    Sponsoring und Produktplatzierungsobald eine Marke anfragtfrei verhandelt, Agenturen nennen 15 bis 50 € je 1.000 Aufrufe
    Eigene Produkte und eigener Shopsofort per Link, im YouTube-Shop ab der frühen Stufedeine Marge
    Mitgliedschaft außerhalb von YouTube (Patreon, Steady, Ko-fi)sofortrund 80 bis 92 % bei 5 € Beitrag, je nach Plattform
    Kurse, Beratung und Aufträgesofortdein Honorar
    Produkte zur Rezensionsobald Hersteller anfragenSachwert, der als Einnahme zählt

    Werbung in langen Videos

    Zwei Kennzahlen werden ständig verwechselt. Der CPM ist der Preis, den Werbekunden für 1.000 Anzeigen zahlen, bevor YouTube seinen Anteil abzieht. Der RPM ist das, was du je 1.000 Aufrufe bekommst, nach dem Abzug und über alle Aufrufe gerechnet, auch die ohne Anzeige. YouTube schreibt dazu in der Hilfe, der RPM sei niedriger, weil er „nach Abzug der YouTube-Umsatzbeteiligung berechnet“ wird und „alle Aufrufe“ umfasst.

    Was von 100 € bei dir ankommtEigene Darstellung nach der YouTube-Hilfe, abgerufen 30.09.2026
    1. Werbung in langen Videos55 €
    2. Short ohne Musik45 €
    3. Short mit einem Musiktitel22,50 €
    4. Short mit zwei Musiktiteln15 €
    5. Mitgliedschaft und Supers, nach Steuern70 €

    Bei Shorts geht vor der Teilung ein Teil an die Musiklizenzen: bei einem Titel die Hälfte, bei zwei Titeln zwei Drittel. Vom Rest bekommst du 45 %.

    Warum zwischen CPM und RPM so viel verloren geht, zeigt die Auswertung von AIR Media-Tech. Der Dienstleister hat die YouTube-Analytics von 300 betreuten Kanälen ausgelesen, 3.595 Kanalmonate von Mai 2025 bis Mai 2026. Im Mittel zeigte nur gut jeder zweite Aufruf überhaupt eine Anzeige.

    2,30 $

    bleiben im Mittel je 1.000 Aufrufe, rund 2,03 €.

    AIR Media-Tech, 300 Kanäle, Stand 01.07.2026

    53 %

    der Aufrufe zeigen im Mittel eine Anzeige. Bei Bildung 77 %, bei Technik 34 %.

    AIR Media-Tech, Stand 01.07.2026

    8 Min.

    muss ein Video mindestens dauern, damit du Anzeigen in der Mitte schalten kannst.

    YouTube-Hilfe, abgerufen 30.09.2026

    Die Zahl der Anzeigen je Aufruf ist der Hebel, den du selbst in der Hand hast. Im Mittel trägt ein Aufruf mit Werbung 1,55 Anzeigen. Lange Anleitungen, die bis zum Ende laufen, kommen auf mehr.

    Werbung in Shorts

    Shorts werden anders bezahlt. Die Einnahmen aller Anzeigen zwischen den Shorts eines Landes fließen in einen Topf, den Creator Shorts Pool. Dein Anteil richtet sich nach deinem Anteil an den Aufrufen. Davon bekommst du 45 %. vidIQ nennt für 2026 eine Spanne von 0,03 bis 0,10 Dollar je 1.000 Aufrufe und ein eigenes Beispiel: Ein Short mit 468.500 Aufrufen brachte 16,61 Dollar.

    Die offengelegten deutschen Zahlen passen dazu. Dykalu bekam nach einem viralen Lauf 311 € als erste Auszahlung für Januar und Februar 2026, sein bester Tag brachte 39,94 €. Jan Dynamisch nennt für seine Shorts rund 15 Cent je 1.000 Aufrufe und für seine langen Videos 3,82 €, also rund das 25-Fache.

    YouTube Premium

    Schaut ein zahlender Premium-Nutzer dein Video, läuft keine Anzeige, du bekommst trotzdem Geld. Nach den Bedingungen, die ab Februar 2027 gelten, legt YouTube 30 % der Netto-Aboerlöse von Premium und 60 % von Premium Lite in je einen Topf und verteilt ihn nach Wiedergabezeit und Aufrufen der Abonnenten. Davon gehen wieder 55 % (lange Videos) oder 45 % (Shorts) an dich. Laut YouTube verdienen Creator pro Nutzer mit Premium im Schnitt mehr als mit Anzeigen. Premium Lite kostet in Deutschland 7,99 € (ComputerBase, 11.08.2026) und wird auf alle Länder ausgeweitet, in denen es Premium gibt. In YouTube Analytics steckt dieser Teil schon im RPM.

    Mitgliedschaften, Super Chat und Super Thanks

    Für diese Funktionen reicht die frühe Stufe des Partnerprogramms: 500 Abos, drei öffentliche Uploads in 90 Tagen und 3.000 Stunden Wiedergabezeit in zwölf Monaten oder 3 Mio. Shorts-Aufrufe in 90 Tagen. YouTube zahlt „70 % der Nettoeinnahmen“. Dass das auch bei kleinen Kanälen trägt, zeigen zwei Beispiele. Bei DOdoPlaYs (Gaming, 17.700 Abos) kamen im Dezember 2025 von 196 € ganze 135 € aus Super Chats und 50 € aus Mitgliedschaften, die Werbung brachte 4 €. Osso's Brettspielcafé hat bei 2.000 Abos sieben Kanalmitglieder, die rund ein Viertel seiner YouTube-Einnahmen ausmachen.

    Affiliate-Links

    Du verlinkst ein Produkt, und wenn jemand darüber kauft, bekommst du eine Provision. Das geht ohne Partnerprogramm und ab dem ersten Video. Wichtig für Deutschland: Das hauseigene YouTube Shopping-Affiliate-Programm gibt es hier nicht. Laut YouTube-Hilfe (abgerufen 30.09.2026) ist es nur in 14 Ländern verfügbar, darunter die USA, Indien, Japan und Brasilien. Deutsche Kanäle arbeiten deshalb mit den Programmen der Händler.

    Tabelle Standardvergütungen für die deutsche Amazon-Website im PartnerNet: 6 Prozent für Mode, Luxus und Uhren, 5 Prozent für Bücher, Möbel, Wohnen, Baumarkt, Küche und Werkzeuge, 4 Prozent für Beauty, Gepäck und Sport, 2,5 Prozent für Haushaltsgroßgeräte und mobile Elektronik, 1 Prozent für Lebensmittel, Spielkonsolen und Videospiele, 3 Prozent für alle anderen Kategorien
    Quelle: Amazon PartnerNet, Anlage Vergütungskatalog EU, Screenshot vom 30.09.2026

    Amazon zahlt je nach Kategorie 1 bis 6 %. Bei einer Kamera für 500 € sind das mit 3 % rund 15 €, bei einem Videospiel für 60 € nur 60 Cent. Deutlich mehr bringen Programme mit festen Prämien, zum Beispiel für ein eröffnetes Depot oder eine gebuchte Unterkunft. Wie weit die Spanne reicht, zeigen drei Kanäle, die Werbung und Affiliate getrennt offenlegen:

    KanalThemaAffiliate je 1.000 AufrufeGrundlage
    Dr. Armin PszolaFinanzenrund 0,90 €2.400 € Provision bei knapp 16.000 € Werbung und 6 € RPM
    Andreas JoestFinanzen4,11 €551 € Provision bei 134.000 Aufrufen im Jahr 2024
    ganzschoentutkaReise26,78 €29.461 € Provision bei 1,1 Mio. Aufrufen in sechs Monaten

    Die Werte je 1.000 Aufrufe sind eigene Rechnungen aus den Angaben in den Videos. Der Reisekanal verdient über Buchungslinks mehr als das Dreifache seiner Werbung, weil eine Buchung einen hohen Warenwert hat und die Zuschauer kurz vor der Reise stehen.

    Pflicht

    Affiliate-Links sind Werbung und müssen erkennbar sein. Der Leitfaden der Medienanstalten (Fassung Mai 2025) empfiehlt einen Hinweis direkt beim Link, zum Beispiel ein Sternchen mit der Erklärung, dass du bei einem Kauf eine Provision bekommst. Werbung im Video selbst wird dauerhaft mit „Werbung“ eingeblendet.

    Sponsoring und Produktplatzierung

    Eine Marke bezahlt dafür, dass du ihr Produkt im Video zeigst. Abgerechnet wird meist über den Preis je 1.000 Aufrufe. Zwei deutsche Agenturen nennen dafür 15 bis 35 € (findasponsor.de, 15.07.2026) und 30 bis 50 € für eine Einbindung von etwa 90 Sekunden (Ad Specialist, 25.11.2025). Das sind Angaben von Vermittlern, keine unabhängige Erhebung.

    Offene Zahlen gibt es selten, weil Verträge das oft verbieten. Finanzbär nennt bei rund 100.000 Abos im Schnitt 6.000 € im Monat aus Produktplatzierungen, fast doppelt so viel wie seine 3.281 € Werbung. Osso's Brettspielcafé kam bei 2.000 Abos auf rund 400 € im Jahr aus direkten Kooperationen und weitere 200 € Warenwert aus Rezensionsexemplaren. Auch geschenkte Produkte sind steuerlich Einnahmen.

    Eigene Produkte und eigener Shop

    Hier bleibt die ganze Marge bei dir. Den Link in der Beschreibung kannst du sofort setzen. Für den Shop-Bereich direkt auf YouTube brauchst du das Partnerprogramm (die frühe Stufe reicht) und einen Shop auf einer unterstützten Plattform. Die YouTube-Hilfe nennt unter anderem Shopify, Wix, Spreadshop, Spring, Fourthwall und TeePublic (abgerufen 30.09.2026). Shopware steht nicht auf der Liste.

    Wie viele Zuschauer klicken und kaufen, hängt vom Produkt ab. Eine verlässliche deutsche Quote dafür gibt es nicht, deshalb stehen die Felder im Rechner auf null, bis du deine eigenen Werte einträgst. Als Vergleich: Die Agentur Ad Specialist rechnet bei gesponserten Videos mit rund 0,25 % Käufern unter den Zuschauern.

    Patreon, Steady und Ko-fi

    Mitgliedschaften kannst du auch außerhalb von YouTube anbieten. Dann behält nicht YouTube 30 %, sondern eine andere Plattform einen kleineren Teil. Der Rechner zeigt, was von einem Monatsbeitrag ankommt.

    Rechner 3 von 5

    Was von einem Monatsbeitrag bei dir ankommt

    Anteil, der nach Plattformgebühren bleibtEigene Rechnung nach den Gebührenseiten der Anbieter, abgerufen 30.09.2026
    1. Ko-fi, einmaliges Trinkgeld4,59 € (92 %)
    2. Ko-fi, Mitgliedschaft4,34 € (87 %)
    3. Steadybis 4,50 € (90 %)
    4. Patreon3,98 € (80 %)
    5. YouTube-Kanalmitgliedschaft3,50 € (70 %)
    So wird gerechnet

    Patreon: 10 % Plattformgebühr für Seiten, die nach dem 04.08.2025 veröffentlicht wurden, dazu 3,4 % + 0,35 € Zahlungsgebühr bei Auszahlung in Euro. Steady: 10 % plus die Gebühren der Zahlungsdienstleister, die Steady nicht beziffert. Ko-fi: 0 % auf einmalige Trinkgelder, 5 % auf Mitgliedschaften, dazu laut Ko-fi rund 3 % + 0,30 $ für PayPal oder Stripe. YouTube: 70 % nach Steuern. Kleine Beträge leiden unter den festen Gebühren je Zahlung.

    Zwei Dinge fehlen in der Rechnung. Erstens die Reichweite: Der Beitreten-Knopf unter dem Video bringt mehr Mitglieder als ein Link in der Beschreibung. Zweitens Apple. Ab 1. November 2026 müssen alle Patreon-Seiten Käufe in der iPhone-App über Apple abrechnen. Apple nimmt 30 %, nach einem Jahr Abo 15 %. Du kannst den Preis in der App erhöhen oder die Gebühr selbst tragen. Wer über die Website abschließt, zahlt sie nicht (MacRumors, 28.01.2026).

    Kurse, Beratung und Aufträge

    Für viele Selbstständige ist der Kanal kein Produkt, sondern der Weg zum Kunden. YouTube selbst weist darauf hin, dass der RPM „sonstige Umsätze, die indirekt über YouTube generiert werden (Dienste, Vorträge, Beratungsgebühren)“ nicht enthält. Marlene vom Kanal DeinVideoBusiness hat sich nach eigener Aussage mit 4.000 bis 5.000 Abos in Vollzeit selbstständig gemacht, während die Werbung 2025 zwischen 82 und 191 € im Monat lag. Den Rest trägt ihr Geschäft rund um den Kanal.

    „My wife is mainly a short form creator but it's just a way to advertise our business which pays way more than YouTube.“

    Shorts sind für diese Familie Werbung für das eigene Geschäft, das deutlich mehr einbringt als YouTube.

    „Wenn man mit 8 Stunden Aufwand pro Video rechnet, komme ich bei 120 Videos auf einen Stundenlohn von ca. 19 €.“

    Finanzkanal mit rund 20.000 Abos, knapp 18.400 € in zweieinhalb Jahren aus Werbung und Affiliate.

    Partnerprogramm: die Schwellen heute und ab 1. Februar 2027

    Am 10. August 2026 hat YouTube die erste große Änderung am Partnerprogramm seit 2018 angekündigt. Über 3 Mio. Creator nehmen nach Angaben des Unternehmens teil. Für neue Kanäle verdoppeln sich die Hürden für Werbung und Premium. Die frühe Stufe bleibt, wie sie ist.

    YouTube Official Blog vom 10. August 2026 mit der Überschrift New opportunities to earn and changes to the YouTube Partner ProgramYouTube-Hilfe: Ab dem 1. Februar 2027 müssen Creator entweder 8.000 Stunden monetarisierbarer Wiedergabezeit in den letzten 365 Tagen oder 20 Millionen monetarisierbare Shorts-Aufrufe in den letzten 90 Tagen erzielt haben, außerdem weiterhin 1.000 Abonnenten
    Quellen: YouTube Official Blog, 10.08.2026, und YouTube-Hilfe „Änderungen am YouTube-Partnerprogramm“, Screenshots vom 30.09.2026
    StufeBis 31.01.2027Ab 01.02.2027Schaltet frei
    Frühe Stufe500 Abos, 3 Uploads in 90 Tagen, dazu 3.000 Stunden in 12 Monaten oder 3 Mio. Shorts-Aufrufe in 90 TagenunverändertMitgliedschaften, Supers, YouTube-Shop
    Volle Stufe1.000 Abos, dazu 4.000 Stunden in 12 Monaten oder 10 Mio. Shorts-Aufrufe in 90 Tagen1.000 Abos, dazu 8.000 Stunden oder 20 Mio. Shorts-AufrufeWerbung und Premium
    Shorts-Poolkeine eigene Schwelle10 Mio. Shorts-Aufrufe in den letzten 90 Tagen, jeden Monat neuWerbung in Shorts
    Aktiv bleibenmindestens ein Upload oder Beitrag in 6 Monaten1.000 Stunden in 365 Tagen oder 1 Mio. Shorts-Aufrufe in 90 Tagen oder alle 90 Tage 2 lange Videos oder 5 ShortsVerbleib im Programm

    Wer schon im Programm ist, behält seinen Status. Du musst aber bis 31. Januar 2027 die neuen Bedingungen in YouTube Studio annehmen, sonst fließt ab Februar aus dem jeweiligen Modul kein Geld mehr. Shorts-Wiedergabezeit zählt nicht für die Stunden. Und die Prüfung einer Bewerbung dauert laut YouTube „normalerweise etwa einen Monat“.

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    Partnerprogramm-Check: Schaffst du es vor dem Stichtag?

    • Frühe Stufe (Mitgliedschaften, Supers, Shop): erreicht
    • Volle Stufe nach heutigem Stand: es fehlen 400 Abos, 800 Stunden oder 10,0 Mio. Shorts-Aufrufe
    • Volle Stufe ab 01.02.2027: es fehlen 400 Abos, 4.800 Stunden oder 20,0 Mio. Shorts-Aufrufe

    Trag deine Werte aus YouTube Studio ein, der Check schätzt das Datum.

    Noch 124 Tage bis zum 1. Februar 2027.

    Stunden in Aufrufe umrechnen

    Bei 4 Minuten je Aufruf entsprechen 4.000 Stunden 60.000 Aufrufen und 8.000 Stunden 120.000 Aufrufen im Jahr.

    So wird gerechnet

    Die Wiedergabezeit zählt im Fenster der letzten 12 Monate. Jeder neue Monat mit deinem aktuellen Tempo ersetzt einen durchschnittlichen alten Monat. Der Stand wächst also pro Monat um dein aktuelles Tempo minus ein Zwölftel des heutigen Stands. Bei den Abos rechnet der Check mit gleichbleibendem Zuwachs. Das Datum ist eine Schätzung, ein einzelnes Video kann alles verschieben.

    Offen ist laut vidIQ (10.08.2026), was mit Bewerbungen passiert, die am 1. Februar 2027 noch geprüft werden. YouTube hat dazu nichts veröffentlicht. Rechne die Prüfdauer von rund einem Monat ein und bewirb dich so früh wie möglich.

    8.000 Stunden klingen nach viel. Auf den Tag gerechnet sind es rund 22 Stunden Wiedergabezeit, also etwa 330 Aufrufe täglich bei vier Minuten Wiedergabedauer (eigene Rechnung). Ein Nutzer im Forum r/PartneredYoutube hat es so überschlagen: 25 Videos im Jahr mit je 4.800 Aufrufen und vier Minuten reichen. Härter trifft es Shorts: 20 Mio. Aufrufe in 90 Tagen sind gut 222.000 am Tag.

    YouTube-Hilfe, Abschnitt Umsatz aus Shorts-Anzeigen und Mindestanforderungen: Um jeden Monat Einnahmen aus dem Creator-Pool für Shorts zu erhalten, müssen Creator jetzt 10 Millionen monetarisierbare Shorts-Aufrufe in den letzten 90 Tagen erzielen. Wer die Schwelle nicht erreicht, wird nicht aus dem Partnerprogramm entfernt
    Quelle: YouTube-Hilfe „Änderungen am YouTube-Partnerprogramm“, Screenshot vom 30.09.2026

    Die neue Schwelle für den Shorts-Pool ist die Änderung, über die Creator am meisten reden. Sie trifft auch Kanäle, die längst im Programm sind und Shorts nebenbei veröffentlichen.

    „I make ~$200 a month on Shorts fluctuating around 500k-1.5M views monthly.“

    Bei 0,5 bis 1,5 Mio. Aufrufen im Monat bleibt dieser Kanal unter 10 Mio. in 90 Tagen. Ihm fehlen ab Februar rund 2.000 Dollar im Jahr.

    „I was enjoying that $10-20 per short that I'd do quickly between my long form stuff … but that'll be gone now.“

    10 bis 20 Dollar je Short neben den langen Videos: Für diesen Kanal lohnt sich das Format ohne Pool nicht mehr.

    „If you upload just 25 long form videos per year, and you average about 4 minutes of watch time per video, you only need about 4,800 views per video.“

    Die Gegenstimme: 8.000 Stunden seien für ernsthafte Kanäle eine niedrige Hürde.

    „Das ist natürlich mega frustrierend.“

    Der Kanal So geht YouTube (238.000 Abos) über Kanäle kurz vor den 4.000 Stunden. Für Shorts-Creator entstehe „eine Art ständiger Produktionszwang“.

    Ganz ohne Ersatz lässt YouTube die Shorts nicht. Angekündigt sind Boni für YouTube Shopping, Guthaben für Markendeals und Prämien für Trends. Richtet ein Werbekunde eine Anzeige auf höchstens fünf Kanäle aus, bekommen diese 45 % direkt, zusätzlich zum Pool. Details will YouTube noch nennen.

    Was andere wirklich verdienen: 17 Kanäle mit offenen Zahlen

    Schätzwerte gibt es genug. Aussagekräftiger ist, was Creator selbst aus ihrem YouTube Studio zeigen. Ich habe 17 deutschsprachige Videos ausgewertet, in denen Kanäle ihre Einnahmen offenlegen, vom Kanal mit 1.000 Abos bis zum Finanzkanal mit 100.000. Die Zahlen sind Angaben der Creator, ich habe sie aus den Videos übernommen und nur dort gerechnet, wo es dabeisteht.

    Vorschaubild des Videos von ganzschoentutka: Lohnt es sich? Euro im Monat, mit YouTube- und Instagram-LogoVorschaubild des Videos von Osso's Brettspielcafé: So viel verdient ein kleiner Creator auf YouTubeVorschaubild des Videos von Finanzbär: YouTube Einnahmen mit 100.000 Abonnenten
    Drei der ausgewerteten Videos: ganzschoentutka (18.05.2025), Osso's Brettspielcafé (01.01.2026) und Finanzbär (11.02.2024). Die Bilder führen zu den Videos auf YouTube.

    17 Kanäle, RPM in der Mitte 6,06 € (aus 10 Angaben)

    KanalZeitraumWerbung von YouTubeWeitere EinnahmenRPM
    Onkel KramerProdukttests · 143.000 Abos28 Tage, Dezember 20253.370 € bei 2,1 Mio. Aufrufen (lang und Shorts)Partnerschaften und Gutscheincodes, ohne Betrag1,60 €*
    FinanzbärFinanzen · rund 100.000 AbosMonatsschnitt, Anfang 2024rund 3.281 € im MonatAffiliate für Broker und Konten 2.500 bis über 8.000 €, Produktplatzierungen rund 6.000 €, Patreon 14 € im Monatrund 10 €
    ganzschoentutkaReise · 44.000 Abos6 Monate bis Mai 20258.818 € bei 1,1 Mio. AufrufenAffiliate 29.461 € (4.910 € im Monat), eigene Produkte 88 €7,97 €
    Dr. Armin PszolaFinanzen · 20.000 AbosJuni 2023 bis November 2025knapp 16.000 €, meist 400 bis 800 € im MonatAffiliate rund 2.400 €rund 6 €
    Jan DynamischZauberwürfel, viele Shorts · rund 20.000 Abos365 Tage bis September 20265.895 €, seit Start 12.214 € bei 30,8 Mio. AufrufenAffiliate und eigener Shop, ohne Betrag3,82 € (lang), rund 0,15 € (Shorts)
    DOdoPlaYsGaming, Livestreams · 17.700 AbosDezember 2025196 €: 135 € Super Chat, 50 € Mitgliedschaften, 4 € Werbung. Sonst 30 bis 40 € im MonatTwitch rund 10 $, Fortnite-Code rund 35 €keine Angabe
    FinanzgräfinFinanzen · 10.900 Abos5 Jahre8.788 € bei 1,1 Mio. Aufrufen, rund 146 € im Monatkeine Angabe7,99 €*
    DeinVideoBusinessVideo-Tipps · rund 9.000 AbosMonate im Jahr 202582 bis 191 € im Monat, im Mai 106,60 € bei 35.000 Aufrufeneigenes Geschäft rund um den Kanal, ohne Betragkeine Angabe
    DykaluComedy, nur Shorts · 7.520 AbosJanuar und Februar 2026311 € als erste Auszahlung, bester Tag 39,94 €keine Angabekeine Angabe
    HineingestolpertFilme und Serien · über 5.000 AbosJahr 20252.779 € über YouTube, davon 567 € von MitgliedernTwitch 126 € im Halbjahrkeine Angabe
    Robin's FinanzweltFinanzen · 5.000 Abos28 Tage, Mai 202633 € bei 6.600 Aufrufenkeine Angabe6,11 €
    Osso's BrettspielcaféBrettspiele · 2.000 Abos12 Monate, 2025227 €, davon rund 55 € von MitgliedernKooperationen rund 400 €, Affiliate rund 50 €, Rezensionsexemplare rund 200 €keine Angabe
    Andreas JoestFinanzen · 2.000 AbosJahr 2024rund 800 € bei 134.000 Aufrufen, 52 bis 85 € im MonatAffiliate 551 €6 €
    Maximilian NückelOnline-Business · 1.500 Abos1. Quartal 2026137 € bei 18.165 AufrufenAffiliate, ohne Betrag8,12 €
    KryptoKosmonautKrypto und Aktien · 1.050 Aboseinzelne VideosAktienvideos rund 5 € je 1.000 Aufrufe, Anleitungen zu Krypto-Apps 10 bis rund 30 €keine Angabe5 bis 30 € je Video
    Meisterball33Pokémon-Sammelkarten · gut 1.000 AbosFebruar bis April 202530 €, 21 € und 16 € im Monatkeine Angabe4,74 €
    DepotlaborFinanzen · 1.000 Abosseit der Freischaltung, Stand Mai 2026knapp 282 €, rund 25 € im MonatAffiliate 531 €, rund 48 € im Monatkeine Angabe

    Quelle: die verlinkten Videos der Kanäle, ausgewertet am 30.09.2026. Abos zum Zeitpunkt des Videos. * eigene Rechnung: Einnahmen geteilt durch Aufrufe.

    Drei Muster ziehen sich durch die Liste.

    Das Thema schlägt die Größe. Die Finanzkanäle liegen bei 6 bis 10 € je 1.000 Aufrufe, egal ob sie 1.500 oder 100.000 Abos haben. Der Produkttest-Kanal mit 143.000 Abos kommt auf 1,60 €, weil Shorts mitzählen. Das deckt sich mit der Auswertung von AIR Media-Tech: Kanäle mit 10.000 bis 100.000 Abos liegen dort bei 2,14 Dollar, größere bei 2,04 Dollar.

    Die Werbung ist selten die größte Quelle. Bei Finanzbär, ganzschoentutka, Osso's Brettspielcafé und Depotlabor bringen Affiliate-Links oder Kooperationen mehr als die Anzeigen. Bei DOdoPlaYs sind es die Zuschauer im Livestream.

    Der Anfang zahlt wenig. Depotlabor rechnet bei sechs bis acht Stunden je Video einen Stundenlohn von rund 2 € netto vor. Osso's Brettspielcafé brauchte fünf Monate bis zur Freischaltung und kam im ersten vollen Jahr mit allem zusammen auf etwa 1.000 €. Dr. Armin Pszola liegt nach zweieinhalb Jahren bei rund 19 € je Stunde.

    Warum dein RPM anders ausfällt

    Dein eigener Wert steht in YouTube Studio unter Analytics im Tab Umsatz. Vier Dinge bestimmen ihn.

    Balkendiagramm von AIR Media-Tech: Median-RPM nach Thema nach Abzug des YouTube-Anteils. Education 10,22 Dollar, Transport 5,69, Lifestyle 2,98, News 2,60, Entertainment 2,43, Crafting 2,39, Gadgets 2,33, Music 2,28, Food 2,25, Gaming 2,05, Business 2,01, Health 1,23, Kids 0,33 Dollar
    Quelle: AIR Media-Tech, „How Much Does YouTube Really Pay in 2026?“, Stand 01.07.2026, Screenshot vom 30.09.2026. Themen mit Stern haben weniger als zehn Kanäle.

    Das Thema, aber weniger als gedacht. Bildung liegt mit 10,22 Dollar weit vorn, Kinderinhalte mit 0,33 Dollar ganz hinten. Dazwischen liegen die meisten Themen eng beieinander bei 2 bis 3 Dollar. Größer ist der Abstand innerhalb eines Themas: Bei Bildung verdient das obere Viertel 19,50 Dollar, das untere 2,31 Dollar. AIR ist ein Dienstleister für Creator, die Stichprobe umfasst Kanäle ab 10.000 Abos aus aller Welt.

    Das Land deiner Zuschauer. „Business und Finanzen“ kommt in der weltweiten Stichprobe nur auf 2,01 Dollar, die deutschen Finanzkanäle in der Liste oben auf das Drei- bis Fünffache. Werbekunden zahlen für Zuschauer in Deutschland mehr als im weltweiten Schnitt. Umgekehrt stammen nach dem Impact Report von YouTube über 60 % der Wiedergabezeit deutscher Kanäle aus dem Ausland.

    Der Monat. Im vierten Quartal steigen die Werbebudgets, im Januar fallen sie. Im Mittel der 300 Kanäle lag der RPM im November bei 2,35 Dollar und im Januar bei 1,56 Dollar, also 34 % darunter. Bei Finanzthemen fällt der Aufschlag im vierten Quartal mit rund 60 % am stärksten aus. Beurteile deinen Kanal deshalb nicht nach einem Januar.

    Liniendiagramm von AIR Media-Tech: Median-RPM über das Kalenderjahr. Januar rund 1,56 Dollar, danach Anstieg bis zum Höchstwert im November mit rund 2,35 Dollar, Dezember etwas niedriger
    Quelle: AIR Media-Tech, Stand 01.07.2026, Screenshot vom 30.09.2026

    Die Verteilung. In der Stichprobe holten die obersten 10 % der Kanäle 58 % aller Werbeeinnahmen, die untere Hälfte zusammen 4 %. In Deutschland hatten Ende 2024 über 50.000 Kanäle mehr als 10.000 Abos und über 700 mehr als 1 Mio. Abos (YouTube Impact Report, interne Daten, Dezember 2024).

    Auszahlung, Steuerformular und Pflichten

    Wann das Geld kommt. YouTube zahlt über AdSense für YouTube. Zwischen dem 7. und 12. eines Monats steht der endgültige Betrag für den Vormonat fest. Liegt dein Guthaben am 20. bei mindestens 70 €, wird zwischen dem 21. und 26. überwiesen. Darunter wandert der Betrag in den nächsten Monat. Dykalu bekam deshalb seine 23 € aus dem Januar erst zusammen mit dem Februar.

    Das US-Steuerformular. Jeder Kanal im Partnerprogramm muss in AdSense seine US-Steuerinformationen einreichen, auch mit Wohnsitz in Deutschland. Fehlt das Formular, darf Google laut Hilfe „bis zu 24 %“ deiner weltweiten Einnahmen einbehalten. Mit Formular betrifft der Abzug nur die Einnahmen von Zuschauern in den USA und liegt je nach Steuerabkommen bei 0 bis 30 %. Deinen Satz zeigt AdSense nach dem Einreichen an. Das Formular läuft nach drei vollen Kalenderjahren ab, YouTube nennt als jährliche Frist den 10. Dezember.

    Gewerbe. Wer regelmäßig und mit Gewinnabsicht Einnahmen erzielt, betreibt in aller Regel ein Gewerbe (§ 15 EStG) und meldet es beim Gewerbeamt an. Gewerbesteuer fällt erst über 24.500 € Gewinn im Jahr an.

    Kennzeichnung. Bezahlte Einbindungen, Affiliate-Links und geschenkte Produkte mit Gegenleistung sind Werbung. Der Leitfaden der Medienanstalten beschreibt, wie du sie in Videos und Beschreibungen kennzeichnest.

    Für Shops und Selbstständige: der Kanal als Vertriebsweg

    Wer einen Shop hat oder Leistungen verkauft, kann YouTube auch als Weg zum Kunden sehen. Drei Punkte dazu.

    Der Shop auf YouTube hängt am Shopsystem. Shopify ist angebunden, Shopware nicht. Wer mit Shopware verkauft, verlinkt in der Beschreibung und misst die Klicks über Kampagnen-Parameter.

    Videos ranken auch bei Google. Seit Juli 2026 zeigt die Search Console für YouTube-Kanäle eine eigene Auswertung, die Google „Platform properties“ nennt: mit Klicks, Impressionen, Klickrate und Position deiner Videos in der Google-Suche. Damit siehst du erstmals, über welche Suchbegriffe Menschen bei Google auf deine Videos stoßen. Mehr zum Lesen dieser Berichte steht im Beitrag Search Console richtig lesen.

    Rechne den Kanal wie einen Vertriebsweg. Trag im ersten Rechner unter „Eigene Produkte oder Shop“ deine Klickrate, deine Kaufrate und deine Marge ein und vergleich das Ergebnis mit der Werbung. Bei einem Shop mit 40 € Warenkorb und 40 % Marge reichen 0,5 % Klicks und 2 % Käufer für 1,60 € je 1.000 Aufrufe (eigene Rechnung). Das ist so viel wie die Werbung in vielen Themen, und es kommt obendrauf.

    Häufige Fragen

    Wie viel zahlt YouTube für 1.000 Aufrufe?

    Im Mittel von 300 ausgewerteten Kanälen 2,30 Dollar, rund 2,03 € (AIR Media-Tech, Stand 01.07.2026). Je nach Thema reicht die Spanne von unter 1 € bis über 10 €. Deutschsprachige Finanzkanäle legen 6 bis 10 € offen. Für Shorts sind es 0,03 bis 0,10 Dollar.

    Wie viel verdient man mit 1 Million Aufrufen?

    Mit langen Videos im Mittel rund 2.300 Dollar, also etwa 2.030 €. In einem Thema mit 8 € RPM sind es 8.000 €. Mit Shorts bringt 1 Million Aufrufe 30 bis 100 Dollar.

    Ab wie vielen Abonnenten verdient man Geld mit YouTube?

    Mit Affiliate-Links ab dem ersten Video. Mitgliedschaften und Super Chat gibt es ab 500 Abos und 3.000 Stunden Wiedergabezeit. Werbung gibt es ab 1.000 Abos und 4.000 Stunden, ab 1. Februar 2027 ab 8.000 Stunden.

    Was ändert sich am 1. Februar 2027?

    Neue Kanäle brauchen für Werbung und Premium 8.000 statt 4.000 Stunden oder 20 statt 10 Mio. Shorts-Aufrufe. Geld aus dem Shorts-Pool gibt es nur noch mit 10 Mio. Shorts-Aufrufen in den letzten 90 Tagen. Premium Lite kommt in alle Premium-Länder. Bestehende Partner behalten ihren Status, müssen aber bis 31. Januar 2027 die neuen Bedingungen annehmen.

    Was verdient ein Kanal mit 1.000, 10.000 oder 100.000 Abonnenten?

    Aus den offengelegten Zahlen: mit rund 1.000 Abos 16 bis 45 € Werbung im Monat, mit rund 10.000 Abos 80 bis 190 €, mit rund 20.000 Abos 400 bis 800 € und mit 100.000 Abos rund 3.300 € bei einem Finanzkanal. Abos allein sagen wenig, entscheidend sind Aufrufe und Thema.

    Zählen die Einnahmen von YouTube zur Kleinunternehmergrenze?

    Die Zahlungen von Google Ireland für Werbung sind in Deutschland nicht steuerbar und zählen nach § 19 Abs. 2 UStG nicht zum Gesamtumsatz. Sponsoring von deutschen Firmen zählt. Lass das für deinen Fall prüfen.

    Lohnen sich Shorts noch?

    Für die Reichweite ja, für die Werbeeinnahmen nur bei sehr vielen Aufrufen. Ab Februar 2027 brauchst du 10 Mio. Shorts-Aufrufe in 90 Tagen, sonst zahlt der Pool nichts. Shorts bleiben ein Weg, Zuschauer zu langen Videos, Links und eigenen Angeboten zu führen.

    Warum zeigt mein YouTube Studio weniger als der Rechner?

    Der Rechner arbeitet mit Spannen aus vielen Kanälen. Dein Wert hängt davon ab, wie viele deiner Aufrufe eine Anzeige zeigen, wo deine Zuschauer sitzen und in welchem Monat du schaust. Trag deinen eigenen RPM über „Eigenen RPM eintragen“ ein, dann stimmt die Rechnung für deinen Kanal.

    So ist diese Seite entstanden

    Die Regeln und Anteile stammen aus der YouTube-Hilfe und dem YouTube Blog, die Steuerwerte aus den Gesetzestexten, die Gebühren von den Seiten der Anbieter. Alles ist am 30.09.2026 abgerufen. Die Spannen je Thema kommen aus einer Anbieterstudie, die ich als solche kennzeichne. Die 17 Kanäle habe ich über die YouTube-Suche gefunden und anhand der Untertitel ausgewertet. Automatische Untertitel verschlucken Ziffern, deshalb stehen hier nur Zahlen, die im Video in sich stimmig sind. Wo ich gerechnet habe, steht „eigene Rechnung“.

    Beim Finden und Sortieren der Quellen hat mir KI geholfen. Die Zahlen habe ich mit den Originalen abgeglichen. Findest du einen Fehler oder hast du eigene Zahlen, die in die Liste passen, schreib mir an info@seorado.de.

    Änderungen

    • : Erste Fassung mit den Schwellen ab 1. Februar 2027. Alle Quellen am selben Tag geprüft.

    Quellen

    Weiter: Google Bewertungen Rechner →Zur Übersicht Tools